Fall mit Wien-Bezug: Spur führte von einem Hotel in Margareten bis nach Südamerika
Die von Angehörigen als vermisst gemeldeten Mali Yahalomi (50) und ihre Tochter Liel (23) sind nach internationaler Suche in Argentinien aufgefunden worden. Die Landespolizeidirektion Wien teilte mit, die Frauen hätten Österreich eigenständig verlassen. Konkrete Hinweise auf eine Straftat liegen nach bisherigen Angaben nicht vor.
Laut Medienberichten wurden die beiden Frauen in einem Bus von Vertretern der israelischen Polizei und von Interpol angesprochen. Die Behörde veröffentlichte Aufnahmen des Einsatzes, auf denen ein Beamter die Frauen anspricht. In dem veröffentlichten Video sagt ein Beamter:
„Wir haben uns große Sorgen um Sie gemacht.“
Dem Bericht zufolge wirkten die Frauen überrascht oder verwirrt, befanden sich jedoch offenbar in einem gesundheitlich stabilen Zustand. Nach kurzer Befragung durften sie ihre Fahrt fortsetzen. Es bestehe kein Verdacht gegen Mutter und Tochter, und Spekulationen über mögliche Schulden oder Betrugshandlungen hätten sich nicht bestätigt.
Chronologie der Aufenthalte in Wien
| Etappe | Angaben |
|---|---|
| Anreise | Über Prag nach Wien gereist |
| Letzte Sichtung in Wien | 7. August: Hotel im Bezirk Margareten |
| Verlassen der Unterkunft | Medien berichten: Überwachungskamera zeigt Verlassen der Unterkunft mit Gepäck am vergangenen Samstag |
| Aufenthalt aktuell | In Argentinien; Kontaktaufnahme durch israelische Polizei/Interpol |
Die Suche begann, nachdem Angehörige keinen Kontakt mehr herstellen konnten und die israelische Botschaft in Wien via soziale Medien und Presseaussendung um Hinweise ersucht hatte. Die Landespolizeidirektion Wien informierte zuletzt, dass die Frauen Österreich eigenständig verlassen hätten; nähere Details wurden zunächst nicht genannt.
Auswirkungen für Wien
Für Wienerinnen und Wiener bleibt der Fall ein Beispiel dafür, wie lokale Sichtungen schnell internationale Dimensionen annehmen können: Hotelaufenthalte, Überwachungskameras und die Zusammenarbeit zwischen nationalen Behörden und internationalen Stellen wie Interpol führten zu einer grenzüberschreitenden Recherche. Für die Polizei und die Botschaft hat der Fall zugleich gezeigt, wie wichtig zeitnahe Meldungen von Angehörigen und öffentliche Hinweise sind.
- Keine Hinweise auf Straftat: Laut Bericht besteht kein Verdacht gegen die Frauen.
- Internationale Zusammenarbeit: Israelische Polizei und Interpol waren involviert.
- Wiener Kontaktpunkt: Letzte bestätigte Sichtung in einem Hotel in Margareten am 7. August.
Weitere offizielle Angaben seitens der Landespolizeidirektion Wien blieben vage; die Behörde kündigte an, zu Details vorerst keine Angaben zu machen. Für Bewohnerinnen und Bewohner der betroffenen Bezirke bleibt die wichtigste Lehre: Bei ungewöhnlichen Fällen rasch die Behörden oder die Botschaft zu informieren — das kann die Suche entscheidend beschleunigen.
Die internationale Berichterstattung hob hervor, dass nach der Kontaktaufnahme vor Ort die Frauen ohne Einschränkungen ihre Reise fortsetzen konnten. Ob und in welcher Form weitere Schritte seitens österreichischer oder argentinischer Behörden folgen, war zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht bekannt.