Am Samstag, 12. September 2026, lädt die Jubla Schaffhausen Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 15 Jahren zu einem grossen Schnuppertag ein. Die Veranstaltung ist Teil des Selbstverständnisses des Verbands, der sich in der Schweizer Freizeitlandschaft als moderne, breit zugängliche Bewegung etabliert hat.
Vom kirchlichen Ursprung zur offenen Freizeitbewegung
Die Jubla (Jungwacht Blauring) geht historisch auf getrennte Angebote für Knaben und Mädchen zurück: Die erste «Jungwacht» wurde 1932 in Birsfelden (BL) gegründet, der «Blauring» folgte 1933 in Olten (SO). Im Laufe der Jahrzehnte lösten sich die Gruppen schrittweise von engen kirchlichen Strukturen; 2009 erfolgte die formelle Fusion zu Jubla. Heute versteht sich der Verband als zeitgemässe Freizeitorganisation ohne kirchliche Inhalte, die «Werte wie Respekt, Akzeptanz, Solidarität und das gemeinsame Entdecken der Natur» in den Mittelpunkt stellt.
Ehrenamt als Grundlage — beeindruckende Zahlen
Die Bedeutung von Freiwilligenarbeit für die Jubla zeigt sich in den vorgelegten Zahlen: Der Verband zählt schweizweit mehr als 400 lokale Gruppen und über 32'500 Mitglieder. Das Betriebsgerüst bilden jährlich über 10'000 jugendliche Leiterinnen und Leiter in der Deutschschweiz, die zusammen rund 3 Millionen Stunden Freiwilligenarbeit leisten.
| Zahl | Bedeutung |
|---|---|
| 400+ | Lokale Gruppen schweizweit |
| 32'500+ | Mitglieder gesamt |
| 10'000+ | Jugendliche Leitende (Deutschschweiz) |
| 3'000'000 | Freiwilligenstunden pro Jahr |
Bildung, Sicherheit und Inklusion
Essentiell für das Gelingen der wöchentlichen Aktivitäten und Sommerlager ist die Ausbildung der jugendlichen Leitpersonen. Die Jubla arbeitet hierfür in der Ausbildung eng mit Jugend+Sport (J+S) zusammen; geschult werden unter anderem Erste-Hilfe-Massnahmen und pädagogische Grundlagen. Gleichzeit betont der Verband seine Offenheit:
«In der Jubla ist jedes interessierte Kind willkommen, unabhängig von Herkunft, Religion oder Beeinträchtigungen»
Diese Selbstverpflichtung zur Inklusion wird in der Kommunikation klar hervorgehoben. Für Familien, die aktiv Freizeitangebote suchen, ist das ein wichtiges Signal: Die Gruppen verstehen sich als offene Räume, in denen Diversität und Zugänglichkeit zur Alltagsroutine gehören.
- Konkretes Angebot: Schnuppertag am 12. September für 4–15-Jährige in Schaffhausen.
- Ausbildung: Leitende werden mit J+S-Kursen und Erste-Hilfe geschult.
- Werte: Respekt, Akzeptanz, Solidarität und Naturerfahrung stehen im Zentrum.
Für Leserinnen und Leser aus dem Freizeitbereich liefert diese Nachricht zwei praktische Impulse: Erstens lohnt sich der Blick auf lokale Jugendverbände als Orte für kostengünstige, sinnstiftende Freizeitgestaltung. Zweitens zeigt das Beispiel Jubla, wie viel Wirkung ehrenamtliches Engagement entfalten kann — sowohl für die Teilnehmenden als auch für die Leitpersonen, die Erfahrung, Verantwortung und Weiterbildungsangebote bekommen.
Die Ankündigung des Schnuppertags in Schaffhausen ist zudem eine Erinnerung, das regionale Vereinsleben als Ressource für Familie und Gemeinde stärker wahrzunehmen. Ob Schnitzeljagd, Hüttenbauen oder Lagerfeuer-Romantik: Solche Angebote schaffen nicht nur Ferienerlebnisse, sondern auch soziale Kompetenzen und Gemeinschaftssinn — Werte, die langfristig tragen.
Kurz: Die Jubla bleibt ein prägender Faktor in der Schweizer Freizeitlandschaft — getragen von tausenden Freiwilligen und geöffnet für alle interessierten Kinder.