Zwanzig Jugendliche aus dem Harz haben Ende Juli eine fünftägige Bildungsreise nach Scharbeutz an der Ostsee unternommen, bei der Freizeit, Gemeinschaft und Mitbestimmung bewusst miteinander verbunden wurden. Die Fahrt startete am 27. Juli 2026 und wurde von den Stadtjugendpflegen Osterode und Herzberg am Harz gemeinsam mit der Jugendpflege der Jugendinitiative Bad Sachsa, Jibs e. V., organisiert.
Mehr als Strand: Programm und Beteiligung
Im Mittelpunkt der Reise stand nicht allein Erholung, sondern das Prinzip, junge Menschen aktiv an der Gestaltung ihrer Freizeit teilhaben zu lassen. Die Teilnehmenden konnten eigene Interessen einbringen, selbst Entscheidungen treffen und Verantwortung für Programmpunkte übernehmen. Das Angebot reichte von gemeinsamen Ausflügen bis zu individuellen Freizeitoptionen.
- Ausflüge: Gemeinsamer Besuch im Hansa‑Park.
- Freiwillige Angebote: Besuch des Sea Life oder Teilnahme an einer Silent Disco.
- Strand & Baden: Viel Zeit am Meer bei sommerlichem Wetter.
- Partizipation: Regelmäßige Feedbackrunden zur Auswertung und Programmgestaltung.
Feedback als Lerninstrument
Ein zentrales Element der Reise waren systematische Feedbackrunden. Diese boten Raum, Eindrucke zu teilen, Wünsche zu äußern und gemeinsam zu besprechen, was gut funktionierte und wo Verbesserungen möglich sind. Die Formate förderten nicht nur Demokratieverständnis, sondern auch soziale Kompetenzen wie Kommunikation und Kritikfähigkeit.
| Datum | Teilnehmerzahl | Wichtige Stationen |
|---|---|---|
| Start: 27. Juli 2026 | 20 Jugendliche | Hansa‑Park, Sea Life, Strand, Silent Disco |
Kooperation als Schlüssel
Die Reise entstand in Kooperation mehrerer lokaler Träger: Neben den beteiligten Stadtjugendpflegen unterstützte auch der Jugendring Harzland e. V. die Durchführung. Solche Bündnisse ermöglichen es, Ressourcen zu bündeln, verschiedene Kompetenzen einzubringen und für Jugendliche vielfältige Angebote zu schaffen — von Freizeitspaß bis zu Bildungsimpulsen.
Für Verantwortliche in der Jugendarbeit zeigt das Projekt einen praktischen Weg: Junge Menschen ernst nehmen, ihnen Räume zur Mitbestimmung bieten und gleichzeitig einen sicheren Rahmen für gemeinsame Erlebnisse schaffen. Die Mischung aus frei wählbaren Aktivitäten und verbindlichen Feedbackformaten kann als Modell dienen, um Beteiligung nachhaltig zu verankern.
Praktische Tipps für ähnliche Projekte
- Frühzeitige Einbindung der Jugendlichen in die Planung, damit Angebote ihre Lebenswelt treffen.
- Klare Rollenverteilung zwischen den beteiligten Organisationen, um Verantwortlichkeiten zu sichern.
- Verbindliche Feedbackrunden einbauen — sie schaffen Transparenz und verbessern Programme kontinuierlich.
- Ein Mix aus gemeinsamen Aktivitäten und Wahlangeboten erhöht Motivation und Individualität.
Die Bildungsreise nach Scharbeutz zeigt, wie Freizeit und demokratisches Lernen zusammenwirken können: Junge Menschen erleben Gemeinschaft, probieren Neues aus und erfahren, dass ihre Stimme zählt — ein Ansatz, der sich auch in anderen Regionen adaptieren lässt.