In Neusiedl am See wurde unmittelbar hinter dem Feuerwehrhaus, im Bereich Oberer Satzweg/Ecke Weinbergstraße, ein rund zehn Meter langer und etwa ein Meter breiter Streifen mit asbesthaltigem Schotter festgestellt. Die Proben wurden von einem Passanten entnommen und bei der Bezirkshauptmannschaft angezeigt; ein anschließendes Gutachten bestätigte den Asbestinhalt.
Herkunft und Bestätigung
Der Fund wurde im Zuge des seit Monaten diskutierten Asbest-Skandals im Burgenland gemeldet. Laut den vorliegenden Informationen handelt es sich um einen deutlich abgegrenzten Schotterstreifen auf dem Grundstück hinter dem Feuerwehrhaus. Zu Zeitpunkt der Meldung ist unklar, wie hoch die konkrete Belastung des Schotters genau ist und ob bereits konkrete Sicherungs- oder Entfernungsmaßnahmen vorgesehen sind.
Einordnung im regionalen Kontext
Der Fund reiht sich in eine Reihe von weiteren bekannten Belastungsfällen im Burgenland ein. Bereits seit Jahresbeginn sind zahlreiche Fundstellen bekannt geworden; erstmals wurde im Jänner von Greenpeace auf massive Belastungen mit asbesthaltigem Gestein aufmerksam gemacht. Untersuchungen an anderen Orten im Burgenland, etwa in Oberwart, Rechnitz und Neumarkt im Tauchental, ergaben teils sehr hohe Asbestanteile – in Einzelfällen wurden Werte von mehr als 50 Prozent genannt.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang die rechtliche Grenze: Ab einem Asbestanteil von 0,1 Prozent gilt Material in Österreich als gefährlicher Abfall. Asbest ist in Österreich seit 1990 verboten.
„Asbest ist insbesondere dann problematisch, wenn Fasern freigesetzt und eingeatmet werden können.“
Gefahren, Wahrnehmung und offene Fragen
Die Gesundheitsgefahr von Asbest entsteht vor allem durch die Freisetzung von Fasern, die eingeatmet werden können. Bei Bodenbelägen oder Schotter ist die Freisetzung abhängig vom Materialzustand und von mechanischen Einwirkungen wie Baggerarbeiten oder starkem Verkehr.
- Fundort: Rückseite Feuerwehrhaus Neusiedl am See, Oberer Satzweg/Ecke Weinbergstraße
- Fundbeschreibung: ca. 10 m lang, ca. 1 m breit Streifen mit asbesthaltigem Schotter
- Proben: Entnahme durch Passanten, Anzeige bei Bezirkshauptmannschaft, Gutachten bestätigt Asbest
- Unklar: genaue Belastung vor Ort, geplante Sicherungs- oder Entfernungsmaßnahmen
Was jetzt vor Ort zu erwarten ist
Der Bericht gibt derzeit keine Auskunft über bereits getroffene Maßnahmen durch die Gemeinde, die Feuerwehr oder die Bezirkshauptmannschaft. Für Anrainerinnen und Anrainer sowie für die Einsatzkräfte der Feuerwehr sind die nächsten Schritte entscheidend: Werden Sperrmaßnahmen, Probenahmen weiterer Stellen, eine Gefahreninformation oder eine koordinierte Entfernung angeordnet, so betreffen diese sowohl die unmittelbare Nachbarschaft als auch den Einsatzbetrieb der Feuerwehr.
| Fakt | Stand |
|---|---|
| Fundort | Rückseite Feuerwehrhaus, Oberer Satzweg/Ecke Weinbergstraße |
| Abmessung | ca. 10 m × 1 m |
| Probenahme | Durch Passanten, Anzeige bei Bezirkshauptmannschaft |
| Bestätigung | Gutachten bestätigt Asbest |
| Weiteres Vorgehen | Unbekannt |
Für die Bevölkerung in Neusiedl am See bedeutet der Fund eine Phase von Unsicherheit, bis die zuständigen Behörden konkrete Ergebnisse und Maßnahmen kommunizieren. Es ist zu erwarten, dass die Bezirkshauptmannschaft in Zusammenarbeit mit Gemeinde und Feuerwehr prüfen wird, ob eine Gefährdung für die Öffentlichkeit besteht und welche Schutzmaßnahmen erforderlich sind.
Die weitere Berichterstattung wird sich darauf konzentrieren, welche Schritte Behörden und Gemeinde setzen, wie die Feuerwehr ihren Einsatzbetrieb aufrechterhält und ob weitere Proben in der Umgebung entnommen werden. Bis dahin bleibt die Situation in Neusiedl am See Teil des breit geführten Diskurses über asbestbelastete Standorte im Burgenland.