Villach — Trotz der anhaltenden Trockenheit und sinkender Grundwasserstände in Teilen Kärntens versichert die Stadt Villach, dass die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung kontinuierlich gesichert sei. Entscheidende Faktoren dafür seien langfristige Planungen, laufende Investitionen in die Infrastruktur und technische Überwachungsmaßnahmen, so die Stadtverwaltung.
Mehrgleisige Strategie gegen Versorgungsengpässe
Stadt und Wasserwerk stützen die Versorgung demnach auf mehrere Standbeine: Neben der Sanierung vorhandener Wasserquellen als Not- und Ersatzressourcen werden Reserven in Hochbehältern vorgehalten und das Leitungsnetz kontinuierlich modernisiert. Konkrete Beispiele sind der Notwasserbrunnen St. Magdalen sowie die Möltschacherquelle, die als zusätzliche Dargebote bezeichnet werden.
- Notwasserressourcen: Notwasserbrunnen St. Magdalen, Möltschacherquelle
- Vorratsspeicher: 14 Hochbehälter mit insgesamt gut 24 Millionen Litern
- Leitungssanierung: laufende Modernisierung des Leitungsnetzes
- Monitoring: digitales Leckage-Monitoring und zentrales Prozessleitsystem
- Regionale Vernetzung: Kooperationen mit Nachbargemeinden und Wasserversorgern
Die Stadt hebt hervor, dass ein zentrales Prozessleitsystem die Anlagen rund um die Uhr überwacht; bei Abweichungen wird automatisch alarmiert, auch außerhalb der regulären Betriebszeiten. Das digitale Leckage-Monitoring ermögliche zudem, Wasserverluste frühzeitig zu erkennen und rasch zu beheben.
„Das ist kein Zufall. Dahinter stehen weitsichtige Entscheidungen, vorausschauende Planung, kontinuierliche Investitionen und die engagierte Arbeit des Teams des Wasserwerks“,
erklärte Wasserreferent Stadtrat Erwin Baumann laut Aussendung der Stadt. Er betonte zudem die Bedeutung eines bewussten Umgangs mit Wasser:
„Unser Wasser ist eine extrem wertvolle Ressource. Und nur ein bewusster Umgang mit dem Lebensmittel Nummer eins hilft, die Wasserversorgung auch für kommende Generationen nachhaltig abzusichern“, so Baumann.
Technik, Reserven und Zusammenarbeit
Die Kombination aus technischen Maßnahmen und Speicherkapazitäten soll sowohl kurzfristige Spitzenverbräuche als auch mögliche Versorgungsengpässe kompensieren. Die 14 Hochbehälter mit einem Gesamtvolumen von gut 24 Millionen Litern liefern laut Stadt ausreichende Reserven, um auch bei erhöhtem Bedarf handlungsfähig zu bleiben. Zusätzlich arbeite das Wasserwerk an regionalen Vernetzungen mit benachbarten Gemeinden und Wasserversorgern, damit Ressourcen im Bedarfs- oder Krisenfall flexibel genutzt werden können.
| Aspekt | Info |
|---|---|
| Notwasserstellen | Notwasserbrunnen St. Magdalen, Möltschacherquelle |
| Hochbehälter | 14 |
| Gesamtvolumen Reserven | gut 24 Millionen Liter |
| Überwachung | Zentrales Prozessleitsystem, digitales Leckage-Monitoring |
Aus Sicht der Stadt ist die laufende Sanierung des Leitungsnetzes ein zentrales Element, um Verluste zu minimieren und die Effizienz der Versorgung zu erhöhen. Durch frühzeitiges Erkennen von Leckagen sollen Reparaturen schneller erfolgen, was die Menge nicht nutzbarer Verluste senkt und die Versorgungssicherheit stärkt.
Folgen für die Villacherinnen und Villacher
Für die Bevölkerung bedeutet die Darstellung der Stadt, dass aktuell keine kurzfristigen Einschränkungen der Trinkwasserversorgung zu erwarten sind. Gleichwohl weist die Stadt auf die Bedeutung eines sparsamen Umgangs mit Wasser hin — insbesondere angesichts der landesweiten Trockenheitsentwicklung. Die regionalen Vernetzungsschritte bedeuten ferner, dass im Bedarfsfall Ressourcen zwischen Gemeinden geteilt werden können, was die Resilienz des Gesamtsystems erhöht.
Konkrete Maßnahmen für Haushalte (etwa Bewässerungsbeschränkungen oder Verbrauchsempfehlungen) nannte die Stadt in der übermittelten Mitteilung nicht; Entscheidungen dazu würden von der Lageentwicklung abhängen, heißt es. Die Stadt betonte jedoch die Rolle langfristiger Investitionen und technischen Managements als Grundlage für die derzeitige Versorgungssicherheit.
Die Stadt und das Wasserwerk kündigen an, die Überwachungs- und Sanierungsmaßnahmen fortzusetzen, um die Versorgung auch in Zukunft stabil zu halten und die Risiken steigender Trockenperioden abzufedern.