Projektstart und Standort
In Hard hat die illwerke vkw am 1. Juli mit der Umsetzung des Projekts Nahwärme Hard 2.0 begonnen. Die neue Energiezentrale entsteht auf dem Gelände der ARA Hofsteig und soll gereinigtes Abwasser als Wärmequelle für das örtliche Nahwärmenetz nutzen. Projektträger und Planer betonen den regionalen Charakter und die kombinierte Nutzung moderner Technik und erneuerbarem Strom.
Technik und erwartete Wirkung
Im Zentrum der Anlage stehen zwei Großwärmepumpen mit einer Gesamtleistung von 5.000 Kilowatt. Sie werden mit Ökostrom betrieben und nutzen die im gereinigten Abwasser der Kläranlage enthaltene Energie, die in Wärme für das Nahwärmenetz umgewandelt wird. Nach aktuellem Planungsstand kann die Wärmeerzeugung dadurch zu 97,5 Prozent dekarbonisiert werden, was die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern deutlich reduzieren soll.
„Die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung zählt zu den zentralen Herausforderungen der Energiezukunft. Das Projekt Nahwärme Hard 2.0 zeigt eindrucksvoll, wie wir mit innovativen Lösungen konkrete Antworten darauf geben können“, sagte Quido Salzmann, Vorstandsmitglied der illwerke vkw, beim Spatenstich.
Umweltaspekte und weitere Infrastruktur
Die Wärmeerzeugung erfolgt ohne Verbrennung und ohne Abgase. Die Nutzung kühlerer Wassertemperaturen wirkt sich laut Projekt positiv auf die Gewässerökologie aus. Parallel zur Energiezentrale wird auch das Nahwärmenetz ausgebaut; außerdem ist der Ausbau des Breitbandnetzes Teil der Gesamtplanung.
- Projektname: Nahwärme Hard 2.0
- Standort: Areal der ARA Hofsteig, Hard
- Leistung: 2 Wärmepumpen, gesamt 5.000 kW
- Betrieb: mit Ökostrom
- Ziel: bis zu 97,5 % dekabonisierte Wärmeerzeugung
- Fertigstellung: geplant im 4. Quartal 2026
Zeithorizont und Ausbau
Die Fertigstellung der Energiezentrale ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen. Der Ausbau des Wärmenetzes soll in mehreren Etappen erfolgen; der Projektverantwortliche Philip Eienbach erläuterte, dass die Kombination aus Wärmepumpentechnologie und erneuerbarem Strom eine effiziente und zukunftsfähige Wärmeversorgung ermögliche. Konkrete Zeitpläne für die einzelnen Ausbaustufen des Netzes wurden im Vorbericht als vier Etappen beschrieben.
Wirkungen für Hard und die Region
Für die Stadt Hard und die umliegenden Gemeinden bedeutet das Projekt eine stärkere Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen sowie eine Verbesserung der Versorgungssicherheit. Die Kombination aus dekarbonisierter Wärmeerzeugung und Breitbandausbau spricht sowohl kommunale Infrastruktur als auch private Haushalte und Gewerbe an. Langfristig sollen Kostensicherheit und Klimaschutzvorteile erzielt werden, heißt es von den Projektträgern.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Standort | ARA Hofsteig, Hard |
| Start Umsetzung | 1. Juli 2026 |
| Wärmepumpen | 2 Stück, gesamt 5.000 kW |
| Stromversorgung | Ökostrom |
| Ziel Dekarbonisierung | bis 97,5 % |
| Fertigstellung | 4. Quartal 2026 (geplant) |
Für Anwohnerinnen und Anwohner bleiben Fragestellungen zur Anschlussstrategie, zu Kosten für Endverbraucher und zur genauen Ausgestaltung der einzelnen Ausbauetappen offen. Auch die konkrete Auswirkung auf lokale Wärmepreise und Fördermodelle hängt von weiteren Planungs- und Verhandlungsphasen ab. Die illwerke vkw positionieren das Projekt als wichtigen Beitrag zur Wärmewende in Vorarlberg und als Modell für die Nutzung bisher wenig genutzter Energieressourcen.
Weitere Informationen und Details zum Projektablauf sowie zu verbindlichen Zeitplänen sind von den Projektverantwortlichen und der Gemeinde zu erwarten, sobald die nächsten Planungsschritte abgeschlossen sind.