Die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz in Südtirol öffnet im Herbst die Anmeldung für das Umweltbildungsprogramm des Schuljahres 2026/27. Vom 1. bis 19. September 2026 können sich Schulen aller Sprachgruppen und Schulstufen kostenfrei über die Website der Agentur anmelden. Die Agentur rechnet nach einem Jahr mit eingeschränkten externen Bildungsangeboten wieder mit einer regen Beteiligung.
Neues für die Volksschule: «Luftwerkstatt» und «Klanglandschaften»
Für das kommende Schuljahr wurde das pädagogische Angebot um zwei praxisnahe Projekte für die Grundschule erweitert. Im Zentrum stehen physikalische und akustische Phänomene, die in praktischen Experimenten erfahrbar gemacht werden sollen.
- „Luftwerkstatt“: richtet sich an 4. und 5. Klassen; Schwerpunkt sind Experimente zu Druck und Strömungen sowie die Analyse von Schadstoffen in der Atmosphäre.
- „Klanglandschaften“: konzipiert für 1. bis 3. Klassen; an interaktiven Stationen werden akustische Phänomene erkundet und mithilfe von Lärmbarometern das Bewusstsein für Gehörschutz und Geräuschkulisse geschärft.
„Das Umweltbildungsprogramm ist ein zentraler Baustein, um Kinder und Jugendliche frühzeitig zu befähigen, ökologische Zusammenhänge zu durchschauen und Verantwortung für ihre Umwelt zu übernehmen“, sagte Peter Brunner, Landesrat für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz, Energie, Raumentwicklung und Sport.
Manuela Bonfanti, zuständig für Umweltbildung in der Landesagentur, betont den erlebnisorientierten Ansatz: Ein tiefes Umweltbewusstsein entstehe selten durch abstrakte Appelle, sondern durch eigenständiges Erfahren naturwissenschaftlicher Zusammenhänge.
Organisation und Zielgruppen
Die Anmeldung ist kostenlos und richtet sich an Schulen aller Sprachgruppen und Schulstufen in Südtirol. Die Agentur hebt hervor, dass das Programm praxisnahe Lerngelegenheiten bietet und darauf abzielt, naturwissenschaftliche und umweltrelevante Kompetenzen zu fördern. Nach dem Ende vieler externer Angebote im vergangenen Jahr soll das Angebot 2026/27 wieder vollständig nutzbar sein.
| Datum | Aktion |
|---|---|
| 1.–19. September 2026 | Anmeldezeitraum für Schulen über die Website der Landesagentur |
| Schuljahr 2026/27 | Durchführung der Umweltbildungsprojekte |
Die Neuerungen zeigen, dass die Landesagentur nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch handlungsorientierte Fähigkeiten stärken will. Gerade die Kombination von Experimenten zur Atmosphärenforschung und praktischen Übungen zu Lärm und Akustik zielt darauf ab, unterschiedliche Altersstufen altersgerecht anzusprechen und naturwissenschaftliche Neugier zu wecken.
Konsequenzen für Schulen und Vermittlung
Für Schulen bedeutet das Angebot eine zusätzliche Möglichkeit, fächerübergreifende Bildungsinhalte mit externen Experten umzusetzen. Lehrpersonen können damit praktische Unterrichtseinheiten ergänzen, die sonst ressourcen- oder kompetenzbedingt schwer realisierbar wären. Für die Landesagentur bietet das Programm eine Plattform, um Umwelt- und Klimaschutzthemen systematisch in die schulische Bildung zu integrieren.
Die Initiative steht in einer Reihe ähnlicher Bildungsprogramme, die darauf abzielen, Umweltwissen früh zu verankern und Schülern konkrete Methoden zum Beobachten, Messen und Bewerten von Umweltparametern an die Hand zu geben. Ob die Anmeldezahlen wie erwartet steigen, wird nach dem Anmeldezeitraum Anfang September erkennbar sein; die Agentur geht jedenfalls von einer steigenden Nachfrage aus.
Die Landesagentur stellt die Anmeldung und weitere Informationen zur Verfügung; interessierte Schulen werden gebeten, die offizielle Website innerhalb des genannten Zeitraums zu nutzen.