Arbeitsmarkt-Bilanz Juli 2026
Die Zahl der arbeitslos Vorgemerkten im Bezirk Deutschlandsberg ist im Juli 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent gestiegen. Insgesamt waren per Stichtag 1.609 Personen arbeitslos vorgemerkt. Damit setzt sich die negative Entwicklung fort, die das Arbeitsmarktgeschehen im Bezirk in diesem Jahr prägt.
Frauen, Ältere und Langzeitarbeitslose im Fokus
Die Verteilung nach Geschlecht zeigt deutliche Unterschiede: 835 Frauen waren arbeitslos vorgemerkt — ein Anstieg um 60 Personen (+7,7 %). Bei den Männern lag die Zahl bei 774, was einem Anstieg um 7 Personen (+0,9 %) entspricht. Das AMS Deutschlandsberg weist darauf hin, dass die Verschlechterung insbesondere bei Frauen, älteren Personen und Langzeitarbeitslosen zu verzeichnen ist.
„Im Anlassfall soll sich kein Betrieb oder keine betroffene Person davor scheuen, bei ihren AMS Beraterinnen und Beratern nachzufragen“,
betont die stellvertretende Geschäftsstellenleiterin des AMS Deutschlandsberg, Heidemarie Ferstl. Das AMS setzt laut Ferstl auf eine Kombination aus individuellen Maßnahmen und speziellen Förderungsangeboten für die betroffenen Zielgruppen, um dem Negativtrend entgegenzuwirken.
Offene Stellen und Schulungen
Trotz der gestiegenen Arbeitslosigkeit meldet das AMS eine positive Entwicklung bei den offenen Stellen: Die Zahl der beim AMS gemeldeten vakanten Stellen bleibt erfreulicherweise stabil und stellt einen Ansatzpunkt für Vermittlungsbemühungen dar. Zusätzlich befinden sich 259 Personen in Schulungen des AMS, ein Instrument, mit dem Qualifikation und Vermittlungschancen verbessert werden sollen.
- Insgesamt arbeitslos vorgemerkt: 1.609 Personen
- Frauen: 835 (+60; +7,7 %)
- Männer: 774 (+7; +0,9 %)
- Personen in Schulungen: 259
Lehrstellenmarkt: Weniger Chancen für Lehrstellensuchende
Der Lehrstellenmarkt zeigt aktuell weniger positive Signale: 49 Lehrstellensuchende stehen lediglich 36 sofort verfügbare offene Lehrstellen gegenüber. Das AMS verzeichnet hier eine Verringerung: Die Zahl der Lehrstellensuchenden sank um 7 Personen (−12,5 Prozent im relativen Vergleich zu einem Referenzwert), während die sofort verfügbaren Lehrstellen um 6 zurückgingen (entsprechend +14,3 Prozent absolut angegeben in der Quelle). Darüber hinaus meldeten sich seit Anfang Juli 2026 zusätzliche Jugendliche beim AMS als Lehrstellensuchend.
| Gruppe | Juli 2026 | Veränderung (Quelle) |
|---|---|---|
| Arbeitslos vorgemerkt (gesamt) | 1.609 | +4,3 % vs. Vorjahr |
| Frauen | 835 | +60 (+7,7 %) |
| Männer | 774 | +7 (+0,9 %) |
| In Schulungen | 259 | — |
| Lehrstellensuchende | 49 | −7 (−12,5 %) |
| Sofort verfügbare Lehrstellen | 36 | −6 (+14,3 % absolut laut Quelle) |
Konsequenzen für die Region Deutschlandsberg
Die Zahlen deuten auf ein gespaltenes Bild: Während die Gesamterwerbslosigkeit ansteigt, gibt es bei offenen Stellen weiterhin Angebote, die zur Vermittlung genutzt werden können. Für Betroffene, Arbeitgeber und Gemeinden bedeutet das:
- Gezielte Beratungs- und Förderangebote des AMS stärker in Anspruch nehmen, vor allem für Frauen und ältere Arbeitskräfte.
- Weiterbildung und Umschulungen ausbauen, um die Qualifikationen an die Nachfrage der lokalen Betriebe anzupassen.
- Initiativen zwischen Wirtschaft und Bildung stärken, damit Lehrstellensuchende bessere Vermittlungschancen erhalten.
Das AMS Deutschlandsberg appelliert, dass sich betroffene Personen und Unternehmen frühzeitig an die Beraterinnen und Berater wenden. Konkrete Maßnahmen, finanzielle Förderungen oder Programme für die genannten Zielgruppen wurden in der vorliegenden Meldung nicht detailliert aufgeführt; das AMS verweist auf persönliche Beratungsgespräche vor Ort.
Die Berichterstattung basiert auf den Daten und Aussagen des AMS Deutschlandsberg vom Juli 2026.