Über Deutschland blieb die partielle Mondfinsternis am frühen Morgen größtenteils unsichtbar. Der Mond trat nach Angaben von Astronomen um 4.34 Uhr in den Kernschatten der Erde ein, doch dichte Bewölkung und teils kräftige Gewitter ließen den Blick zum Himmel nur selten zu.
Wetterlage verhinderte Beobachtung
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte bereits vorab kaum Hoffnung auf freie Sicht geäußert, weil von Westen Wolken, Schauer und Gewitter aufgezogen seien. DWD-Meteorologe Martin Jonas erklärte, dass die Finsternis wahrscheinlich wegen der relativ dichten Bewölkung über Deutschland nirgendwo zu sehen gewesen sei.
„Es sind ja auch einige kräftige Gewitter durchgezogen, und insofern ist es tatsächlich so gewesen, dass man sie nicht hat sehen können.“
Ein dpa-Reporter berichtete, dass der Mond noch vor Beginn der partiellen Finsternis im äußersten Osten Brandenburgs kurz am Himmel gesehen werden konnte. Mit dem Beginn der Verfinsterung zogen die Wolken jedoch zu, sodass der Trabant bald vollständig verschwand.
Timing und Sichtbarkeit
Die Phase des Eintritts in den Kernschatten begann demnach um 4.34 Uhr. Mit zunehmender Verfinsterung setzte allmählich die Morgendämmerung ein; der Zeitpunkt des Austritts aus dem Kernschatten war für 7.52 Uhr berechnet – damit lag er nach dem regionalen Monduntergang in Deutschland.
| Datum | Eintritt in Kernschatten | Austritt aus Kernschatten |
|---|---|---|
| 28.08.2026 | 4.34 Uhr | 7.52 Uhr (nach Monduntergang) |
Die Vereinigung der Sternfreunde mit Sitz in Bensheim verwies darauf, dass bei guter Sicht insbesondere der Beginn der partiellen Phase kurz nach halb fünf gut zu beobachten gewesen wäre, da der Mond dann noch hoch am dunklen Himmel gestanden habe. Diese günstige Konstellation blieb angesichts der großflächigen Bewölkung jedoch selten.
Anderswo auf der Welt bessere Aussichten
Während Beobachter in Deutschland überwiegend enttäuscht blieben, boten andere Regionen der Welt sehenswertes Bildmaterial. Aus den USA, aus Bolivien und aus Rom trafen Fotos ein, die das Himmelsphänomen zeigten.
- In Deutschland: überwiegend dichte Bewölkung und teils kräftige Gewitter
- Gute Sicht möglich gewesen in wenigen südlichen und mitteldeutschen Wolkenlücken
- Internationale Beobachter lieferten Bilder aus den USA, Bolivien und Rom
Für Hobbyastronomen und Frühaufsteher bleibt die Erfahrung dennoch ein ruhiges Ereignis: Selbst wenn die Sicht verwehrt war, zeigte der Ablauf die enge Kopplung von astronomischen Ereignissen und irdischer Witterung. Dass ein Himmelsschauspiel wie dieses nicht überall gleichzeitig zu sehen ist, gehört zur Natur solcher Ereignisse – eine Tatsache, die die Vorfreude auf kommende Gelegenheiten nicht schmälern muss.
Auch wenn viele Enthusiasten in Deutschland diesmal leer ausgingen, bieten zukünftige Finsternisse und andere Himmelsereignisse immer neue Chancen für Beobachter und Fotografen. Bis dahin bleibt nur, dem Wetterbericht ein warmes Lächeln und vielleicht ein Regenschirm zu schenken – und auf die nächste freie Wolkenlücke zu hoffen.