In der laufenden NN‑Kunstpreis‑Schau im Kunsthaus in Nürnberg werden Besucherinnen und Besucher in der Woche bis zum 16. August die Möglichkeit haben, mit insgesamt acht Künstlerinnen und Künstlern persönlich ins Gespräch zu kommen. Die Veranstalter bieten damit einen unmittelbaren Einblick in Entstehungsgeschichten, künstlerische Absichten und Arbeitsweisen hinter den gezeigten Exponaten.
Programm der Anwesenden
Die Reihe sieht tägliche Anwesenheitszeiten vor, in denen Publikumskontakte gewünscht sind. Die einzelnen Termine gliedern sich wie folgt:
- Mittwoch, 12. August: Bildhauer Martin Dummert mit seiner Bronzeplastik „Angelehnt“, 11–12 Uhr; anschließend Werner Nowka mit der Skulptur „think different“, 12–13 Uhr.
- Donnerstag, 13. August: Schmuckkünstlerin Esther Pappenberger über ihren besonderen Fingerring, 15–16 Uhr; um 16.30 Uhr ein moderiertes Künstlergespräch mit Kulturredakteurin Birgit Nüchterlein und Aja von Loeper (2. Preis).
- Freitag, 14. August: Künstlerin Paula Hacker (Jahrgang 2000), ausgezeichnet mit einem der NN‑Kunstpreise für das Gemälde „Stormy Times for Paper Airplanes“, 15–16 Uhr; anschließend die Malerin Sejin Kim mit zwei unbetitelten Gemälden, 16–17 Uhr.
- Samstag, 15. August: Zeichner Bruno Maria Bradt, präsentiert sein vier Meter breites Werk „Fratelli Tutti“ (Bleistift, Gouache, Pastell auf Buchbinderkarton), 11–12 Uhr; im Anschluss Anna Meier mit ihren Kindergesichtern, direkt am Eingang der großen Sonderschau, ab 12 Uhr.
- Sonntag, 16. August: Maler Kai Klahre, der einen „Raum für Demokratie“ in Öl auf Aluminium zeigt, 11–12 Uhr.
Direkter Austausch als Konzept
Die Aktion „Meet the Artist“ zielt darauf ab, Barrieren zwischen Publikum und Kunstpraxis abzubauen. Durch die Präsenz der Urheberinnen und Urheber vor Ort soll das Verständnis für Materialwahl, Technik und Konzept gestärkt werden. Für Besucherinnen und Besucher bietet sich die Gelegenheit, Fragen zu stellen, Hintergründe zu erfahren und Werke nicht nur visuell, sondern im Dialog zu erschließen.
Die Bandbreite der gezeigten Arbeiten reicht von Bronzeplastiken über Schmuckdesign und Gegenwartsmalerei bis hin zu großformatigen Zeichnungen. Auffällig ist die Mischung aus etablierten Positionen und jüngeren Preisträgerinnen, die den Wettbewerb prägen: So ist etwa Paula Hacker (Jg. 2000) als Preisträgerin vertreten, ebenso Aja von Loeper, die mit dem zweiten Preis ausgezeichnet wurde und beim moderierten Gespräch im Fokus steht.
Rahmen und Bedeutung
Die NN‑Kunstpreis‑Schau ist ein Ort, an dem lokale und überregionale Kunstproduktionen sichtbar werden. Solche Formate sind wichtig für die Kulturvermittlung: Sie schaffen Begegnungen, die über kuratorische Texte hinausgehen und direkte Rückkopplungen zwischen Publikum und Schaffenden erlauben. Insbesondere bei jüngeren Künstlerinnen und Künstlern eröffnen Präsenzzeiten Möglichkeiten, Netzwerke zu knüpfen und Feedback aufzunehmen.
| Künstler/in | Werk | Termin |
|---|---|---|
| Martin Dummert | Bronzefigur „Angelehnt“ | 12. August, 11–12 Uhr |
| Werner Nowka | Köpfe‑Skulptur „think different“ | 12. August, 12–13 Uhr |
| Esther Pappenberger | Fingerring (Schmuck) | 13. August, 15–16 Uhr |
| Paula Hacker | „Stormy Times for Paper Airplanes“ | 14. August, 15–16 Uhr |
| Sejin Kim | zwei unbetitelte Gemälde | 14. August, 16–17 Uhr |
| Bruno Maria Bradt | „Fratelli Tutti“ (4 m, Bleistift/Gouache/Pastell) | 15. August, 11–12 Uhr |
| Anna Meier | Kindergesichter (Eingang Sonderschau) | 15. August, ab 12 Uhr |
| Kai Klahre | „Raum für Demokratie“ (Öl auf Aluminium) | 16. August, 11–12 Uhr |
Der Eintritt in die NN‑Kunstpreis‑Schau ist laut Veranstalter frei zugänglich; weitere Informationen sind vor Ort im Kunsthaus zu erhalten. Die Kombination aus Ausstellung und direktem Austausch demonstriert, wie Wettbewerbsformate über die reine Präsentation hinaus als Plattformen für Vermittlung und Diskurs fungieren können.
Für Besucherinnen und Besucher bedeutet das Angebot eine seltene Möglichkeit, Kunst nicht nur als Betrachter, sondern im Gespräch mit ihren Schöpferinnen und Schöpfern zu erleben — ein Angebot, das in Zeiten digitaler Vermittlung besondere Relevanz erhält.