Beim Auslaufen des Kreuzfahrtschiffs „Mein Schiff 3“ in Bremerhaven kam es am Sonntagabend zu einer Kollision mit einem Containerschiff. Nach ersten Informationen der Polizei in Bremen sind bislang keine Verletzten bekannt; die Schäden am Kreuzfahrtschiff sind jedoch augenscheinlich sichtbar, wie in sozialen Netzwerken verbreitete Aufnahmen zeigen.
Hergang und erste Reaktionen
Auf Videoaufnahmen, die in sozialen Netzwerken zirkulieren, ist zu sehen, wie mehrere Schlepper versuchen, das Kreuzfahrtschiff zu manövrieren. Offenbar ohne Erfolg rammte die „Mein Schiff 3“ schließlich an der Steuerbordseite ein Containerschiff. Tui Cruises bestätigte die Kollision und teilte mit, dass das Schiff wieder am Pier liege und nun der Schaden begutachtet werde. Eigentlich sollte die „Mein Schiff 3“ zu einer rund 20-tägigen Reise zu den Kanarischen Inseln auslaufen.
„Es sei nicht bekannt, dass es Verletzte gebe.“
Die Polizei Bremen gab an, dass derzeit keine Meldungen über Verletzte vorlägen. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht veröffentlicht.
Folgen für Passagiere, Reisepläne und Hafenbetrieb
Nach Angaben von Tui Cruises wird das Schiff derzeit am Liegeplatz untersucht. Ob und in welchem Umfang die geplante Kreuzfahrt abgesagt oder verschoben werden muss, blieb zunächst offen. Für die betroffenen Reisenden dürften kurzfristige organisatorische Entscheidungen anstehen; ob Ersatzschiffe eingesetzt oder Umbuchungen angeboten werden, hängt von dem Ergebnis der Begutachtung ab.
Für den Hafenbetrieb in Bremerhaven kann eine solche Havarie zusätzliche Einschränkungen bedeuten: Liegeplätze, Schleppkapazitäten und Inspektionsteams sind gebunden, bis die Situation geklärt ist. Konkrete Angaben dazu machte die Polizei bisher nicht.
Ähnliche Zwischenfälle und Sicherheitsfragen
Der Vorfall reiht sich ein in eine Reihe von Unfällen, bei denen stürmische Witterung oder Navigationsprobleme zu Kollisionen führten. Zwar ist derzeit nicht bekannt, ob Wetterbedingungen oder technische Probleme die Ursache waren, die Aufnahmen mit Schleppbooten deuten jedoch auf schwierigere Manöverbedingungen hin.
Solche Ereignisse werfen regelmäßig Fragen nach Hafensteuerung, Ausbildung der Lotsen und Einsatz der Schlepp- und Sicherungskräfte auf. Eine vollständige Aufklärung der Ursachen obliegt den zuständigen Maritimen Behörden und den beteiligten Reedereien.
Was bisher gesichert ist
- Betroffene Schiffe: Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 3“ und ein Containerschiff.
- Personenschäden: Nach derzeitigen Informationen keine bekannten Verletzten.
- Aktueller Standort: „Mein Schiff 3“ liegt wieder am Pier in Bremerhaven zur Schadensermittlung.
- Geplante Fahrt: Ursprünglich eine etwa 20-tägige Kreuzfahrt zu den Kanarischen Inseln.
| Aspekt | Stand |
|---|---|
| Schäden | Deutlich sichtbare Beschädigungen an Steuerbordseite (Fotos/Videos) |
| Verletzte | Keine bekannten Verletzten |
| Untersuchung | Schadenbegutachtung am Pier durch Tui Cruises und Behörden |
Wie lange die Schadenbearbeitung dauern wird und ob straf- oder haftungsrechtliche Fragen aufkommen, ist offen. Reedereien und Behörden sind üblicherweise bemüht, solche Vorfälle gründlich zu untersuchen, bevor abschließende Bewertungen erfolgen.
Der Vorfall ist ein weiterer Hinweis darauf, wie empfindlich große Schiffe beim Rangieren in Häfen sind — selbst mit Unterstützung durch Schlepper und Lotsen. Für die betroffenen Passagiere, die Besatzung und den Hafen bedeutet dies zusätzlichen Aufwand und Ungewissheit. Die kommenden Tage werden zeigen, welche Folgen die Kollision für die betriebliche Planung und mögliche Entschädigungsansprüche haben wird.
Mit einem Augenzwinkern bleibt nur zu hoffen, dass die Kreuzfahrt bald wieder sicher beginnen kann — und dass das Seemannsgarn künftig wieder lieber in ruhigeres Fahrwasser gerät.