Bei den Bergungsarbeiten nach einer schweren Explosion in der Athener Altstadt Plaka haben Einsatzkräfte insgesamt sechs Tote aus den Trümmern eines eingestürzten dreistöckigen Hauses geborgen. Das teilten griechische Rettungskräfte nach Abschluss der Suche mit. Damit wurden alle zuvor als vermisst gemeldeten Personen gefunden, eine offizielle Identifikation der Opfer steht noch aus.
Rettungslage und Gefährdung der Umgebung
Der Anschlag — beziehungsweise die Explosion — ereignete sich am Freitagmorgen gegen 7.30 Uhr und zog ein Feuer sowie den fast vollständigen Einsturz des Gebäudes nach sich. Wegen der weiterhin bestehenden Einsturzgefahr konnten die Bergungsarbeiten nur langsam und mit großer Vorsicht fortgesetzt werden; auch benachbarte Häuser gelten als gefährdet. Ein Passant wurde nach Angaben der Einsatzkräfte durch herumfliegende Trümmer leicht verletzt, zwei Frauen aus einem Nachbarhaus brachten Rettungskräfte vorsorglich in ein Krankenhaus.
„Es werde vermutet, dass es sich um ein älteres Ehepaar und vier US-amerikanische Staatsbürger handelt.“ — ERTNews, unter Berufung auf Rettungskräfte
Nach bisherigen Informationen sollen die mutmaßlich Getöteten ein älteres Ehepaar sein, das im zweiten Stock gewohnt habe. Die weiteren vier Opfer könnten US-amerikanische Staatsbürger sein, die sich in einer Ferienwohnung im ersten Stock aufgehalten hätten. Offizielle Bestätigungen für die Nationalität und Identität der Opfer lagen zunächst nicht vor.
Ursachensuche: Verdacht auf Gasleck
Experten konzentrieren ihre Untersuchungen derzeit auf ein mögliches Gasleck als Auslöser der Detonation. Anwohner hätten bereits vor dem Unglück Gasgeruch wahrgenommen, berichtete der staatliche Sender ERTNews, weshalb diese Spur als plausibel gilt. Die endgültige Ursache soll durch forensische Untersuchungen und technische Analysen geklärt werden.
- Ort: Altstadt Plaka, Athen
- Gebäude: Dreistöckiges Wohnhaus, nach Explosion eingestürzt
- Zeitpunkt: Freitagmorgen, gegen 7.30 Uhr
- Opfer: Sechs Tote geborgen; Identifizierung noch ausstehend
| Fakt | Angaben |
|---|---|
| Eingestürztes Gebäude | Dreistöckig, Feuer nach Explosion |
| Verletzte | Mindestens ein Passant leicht verletzt, zwei Frauen vorsorglich ins Krankenhaus |
| Verdacht | Gasleck möglich |
Die Behörden warnen vor weiteren Gefahren: Solange Gebäudeteile noch einsturzgefährdet sind, bleiben Absperrungen und Beschränkungen in der Umgebung bestehen. Technische Teams untersuchen Stabilität und Gefährdung benachbarter Häuser, um mögliche weitere Evakuierungen zu entscheiden.
Auswirkungen und Folgen
Die Explosion hat in der Nachbarschaft erhebliche Schäden hinterlassen. Anwohner berichteten von heruntergefallenen Fassadenteilen, zerborstenen Fenstern und Trümmern auf der Straße. Touristengebiete in Plaka liegen in unmittelbarer Nähe der historischen Altstadt, was zusätzliche Logistik- und Sicherheitsfragen aufwirft, falls Sperrungen länger bestehen bleiben.
Die mutmaßlichen US-amerikanischen Opfer weisen zudem auf internationale Betroffenheit hin: Konsularische Vertreter könnten in die Identifikation und Betreuung von Angehörigen eingebunden werden. Offizielle Stellen haben bisher lediglich bestätigt, dass vier der gefundenen Toten in einer Ferienunterkunft gesessen hätten, ohne Namen zu nennen.
Die Ermittlungen zur Explosionsursache dauern an. Fachleute werden noch Messungen vornehmen und mögliche technische Defekte, Wartungsmängel oder externe Einflüsse prüfen. Bis die Untersuchungen abgeschlossen sind, dürfte die Umgebung weiträumig abgesichert bleiben, und Anwohner müssen mit Einschränkungen rechnen.
Die Bergungsarbeiten und die anschließende Aufarbeitung sind für die Menschen in der betroffenen Nachbarschaft schmerzhaft und langwierig. Während Einsatzkräfte die Arbeit abschließen, bleiben viele Fragen offen — und die Sorge um die Sicherheit alter Gebäude in engen Altstadtgassen.
Redaktionell verantwortlich: Panorama-Desk, WE NEWS