Erinnerungen an 2008/09 und die Bedeutung des Auftritts
Wiesbaden. Für den SV Wehen Wiesbaden steht am 22. August das Erstrunden-Spiel im DFB-Pokal gegen Bayer 04 Leverkusen an. Im Vorfeld hat der Klub mit seinem früheren Stürmer Ronny König über jenen besonderen Pokal-Lauf gesprochen, den er mit dem Verein in der Saison 2008/09 erlebte, und über die Anforderungen, die ein Spiel gegen einen Bundesligisten mit sich bringt.
König, der von 2006 bis 2009 für den SVWW spielte, gehörte zur Mannschaft, die 2007 in die 2. Bundesliga aufstieg und in der Pokalsaison 2008/09 bis ins Viertelfinale vorstieß. In der Rückschau ordnet er die damaligen Spiele ein und erinnert an die entscheidenden Momente, in denen seine Treffer den Lauf maßgeblich prägten.
Die Etappen des damaligen Pokalwegs
| Runde | Gegner | Ergebnis | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| 1. Runde | SV Darmstadt 98 | 2:0 | Favoritenrolle des SVWW |
| 2. Runde | Alemannia Aachen | 1:0 | König traf in der 72. Minute |
| Achtelfinale | Karlsruher SC | 1:0 | Entscheidender Treffer von König |
| Viertelfinale | Hamburger SV | 1:2 | Ende der Pokalreise |
Aus diesen Erfahrungen zieht König klare Lehren für das anstehende Duell gegen Leverkusen: Disziplin in der Defensive und eine frühe Führung in Spielen gegen nominell unterlegene oder gleichstarke Gegner seien zentral. In seinen Worten:
„Gegen unterklassige Gegner kommt es aus meiner Sicht darauf an, zunächst kein Gegentor zu kassieren und möglichst früh in Führung zu gehen.“
Taktische und mentale Aspekte vor dem Duell
Für König ist Bayer 04 Leverkusen sportlich betrachtet klarer Favorit. Gleichzeitig weist er auf die besondere Natur des Pokals hin: In 90 oder 120 Minuten könne viel möglich sein, weshalb Mut und keine Angst elementar seien. Ein weiterer Aspekt, den König nennt, ist die Frage der Spielpraxis: Während Wehen Wiesbaden bereits im Ligabetrieb steht, bestreitet Leverkusen nach Königs Darstellung sein erstes Pflichtspiel.
- Defensive Stabilität: Kein frühes Gegentor zulassen.
- Frühe Offensive: Möglichst früh in Führung gehen, um das Spiel zu öffnen.
- Mentale Stärke: Ohne Angst auftreten und die Gelegenheit im Pokal nutzen.
Diese Punkte sind für einen Außenseiter im Wettbewerb besonders relevant. König beschreibt die damalige Pokalserie als „etwas Besonderes“, vor allem weil die Ligaergebnisse zu jener Zeit weniger erfolgreich gewesen seien. Der Pokal habe damals einen besonderen Stellenwert für die Mannschaft eingenommen, weil er positive Akzente bot.
Bedeutung für die Stadt und den Verein
Für Wiesbaden hat ein solches Spiel reputations- und wirtschaftsseitig Bedeutung: Ein Auftritt gegen einen Erstligisten zieht Aufmerksamkeit auf den Verein, die Stadt und die Stadionkulisse, und eine positive Leistung kann Selbstvertrauen für den weiteren Saisonverlauf schaffen. Welche personellen oder taktischen Entscheidungen das Trainerteam trifft, geht aus dem vorliegenden Bericht nicht hervor; die Einschätzungen stammen allein von Ronny König und beruhen auf seinen Erinnerungen und Beobachtungen.
Sportlich bleibt festzuhalten: Leverkusen gilt als Favorit, doch Königs Argumentation unterstreicht die Unberechenbarkeit des Pokals und die Bedeutung von Mut, Organisation und Spielpraxis. Für die Fans in Wiesbaden bedeutet dies ein hochkarätiges Ereignis, das Chancen auf Überraschungen birgt, wenn die genannten Voraussetzungen erfüllt werden.