Erweiterung schafft Raum für Forschung und Verwaltung
Das LebensPhasenHaus in Tübingen erhält eine modulare Erweiterung: Der Fertighaushersteller SchwörerHaus baut neben dem bestehenden Gebäude zwei auf Stützen montierte Module, sogenannte FlyingSpaces, die neue Büro-, Besprechungs- und Veranstaltungsräume bieten. Die zusätzlichen Flächen umfassen insgesamt rund 97 Quadratmeter und werden der Geschäftsstelle des Landeskompetenzzentrums Pflege & Digitalisierung zur Verfügung gestellt.
Funktionalität für die Geschäftsstelle
Bislang nutzten die Mitarbeitenden des Kompetenzzentrums Arbeitsplätze auf der Galerie des LebensPhasenHauses. Mit dem Anbau erhalten sie künftig separate Räumlichkeiten: Büros, Besprechungsräume sowie weitere Flächen für Austausch, Organisation und Veranstaltungen. Damit reagiert das Projekt auf wachsende Aufgaben im Bereich Pflege und Digitalisierung und stärkt die personellen und organisatorischen Kapazitäten vor Ort.
Forschungsthema: nachhaltiges, modulares Bauen
Die Erweiterung dient nicht nur als Nutzfläche, sondern ist gleichzeitig Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchung. Untersucht werden unter anderem:
- der Einsatz kreislauffähiger Materialien,
- die CO₂-Bilanzierung einzelner Bauteile,
- sowie neue Ansätze für nachhaltiges Bauen in modularer Bauweise.
Damit gewinnt das Projekt eine doppelte Funktion: Es erweitert die Infrastruktur des LebensPhasenHauses und liefert gleichzeitig Erkenntnisse für die Weiterentwicklung nachhaltiger Baukonzepte.
Kontext: Forschung und Praxis unter einem Dach
Das LebensPhasenHaus versteht sich als ein Ort für Forschung, Austausch und praxisnahe Lösungen rund um selbstbestimmtes Wohnen in unterschiedlichen Lebensphasen. Im Mittelpunkt stehen barrierefreie Wohnkonzepte, technische Assistenzsysteme, Smart-Home-Anwendungen, Pflegeunterstützung und digitale Kommunikation. Besucherinnen und Besucher können dort technologische Entwicklungen und Anwendungskonzepte erleben und erproben.
Digitalisierung in der Langzeitpflege
Das Landeskompetenzzentrum verfolgt das Ziel, die Digitalisierung in der Langzeitpflege voranzutreiben. Dabei verbindet es technische Expertise mit sozialwissenschaftlichem Wissen und stellt Fragen wie: Wie können digitale Lösungen Pflegekräfte entlasten? Wie lassen sich Arbeitsprozesse verbessern? Und wie tragen digitale Anwendungen dazu bei, Menschen mit Unterstützungsbedarf ein möglichst selbstständiges Leben zu ermöglichen? In der Betrachtung sind auch aktuelle Herausforderungen wie der Personalmangel in der Pflege und der sinnvolle Einsatz von Künstlicher Intelligenz Teil der Agenda.
Auswirkungen für Tübingen
Für Tübingen bringt die Erweiterung des LebensPhasenHauses mehrere unmittelbare Effekte mit sich: Zum einen entstehen zusätzliche, spezialisierte Flächen für fachliche Arbeit, Veranstaltungen und Austausch. Zum anderen stärkt das Bauvorhaben den Standort als Experimentierfeld für nachhaltige, modulare Bauweisen. Erkenntnisse aus der CO₂-Bilanzierung und dem Einsatz kreislauffähiger Materialien könnten künftig in weiteren Projekten der Region Anwendung finden.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Anzahl Module | 2 FlyingSpaces |
| Gesamtfläche | ~97 m² |
| Nutzung | Büros, Besprechungs- und Veranstaltungsräume |
| Forschungsschwerpunkte | Kreislauffähige Materialien, CO₂-Bilanzierung, nachhaltiges Bauen |
Die Erweiterung ist damit mehr als eine bauliche Maßnahme: Sie ist ein integraler Teil der Strategie, Digitalisierung und Pflegepraxis zusammenzuführen und gleichzeitig die Bauwende in Richtung Nachhaltigkeit voranzubringen.
Ausblick: Mit den neuen Räumen stehen dem Landeskompetenzzentrum künftig bessere Rahmenbedingungen für Projektarbeit, Veranstaltungen und interdisziplinären Austausch zur Verfügung. Die Forschung an den FlyingSpaces kann zudem Impulse für die Anwendung nachhaltiger, modularer Bauweisen in der Region liefern.