Im Bereich des Wöhrder Sees sind Anfang August mehrere tote Fische entdeckt worden. Die Stadt Nürnberg und das staatliche Wasserwirtschaftsamt Nürnberg haben das Gewässer daraufhin an mehreren Stellen begutachtet und Wasserwerte untersucht. Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es keine Hinweise auf eine Verschmutzung, eine Fischkrankheit oder einen gefährlichen Sauerstoffmangel.
Untersuchungen ohne Befund für Schadstoffeintrag
Das Wasserwirtschaftsamt maß bei den Kontrollen unter anderem Temperatur, Sauerstoffgehalt und pH-Wert. Die Behörde stellte nach Angaben der Stadt keine Auffälligkeiten fest, die auf eine Verunreinigung oder ein krankheitsbedingtes Massensterben hindeuten würden. Stattdessen wird das Fischsterben auf Hitzestress zurückgeführt, der vor allem Tiere mit bereits geschwächter Konstitution trifft. Solche Ausfälle bei hohen Wassertemperaturen sind nach Einschätzung der Behörde im Hochsommer nicht ungewöhnlich.
„Das Wasserwirtschaftsamt führt das Sterben der Fische daher auf Hitzestress zurück, der vor allem Tiere mit ohnehin geschwächter Konstitution trifft.“
Bergung und Beobachtung vor Ort
Die toten Fische wurden vom Fischereiverband Mittelfranken mit einem Boot aus dem See geborgen. Auch angesammelte Tiere an der Wehranlage an der Konrad-Adenauer-Brücke sowie der Bereich unterhalb der Wehranlage (Wöhrder Wiese) wurden geräumt und geprüft. Die Stadt weist darauf hin, dass weiterhin eine Beobachtung des Gewässers stattfindet.
- Untersuchungsparameter: Temperatur, Sauerstoffgehalt, pH-Wert
- Bergung: Fischereiverband Mittelfranken mit Boot
- Räumung betroffener Stellen: Wehranlage Konrad-Adenauer-Brücke und Bereich Wöhrder Wiese
Auswirkungen für Anwohner und Erholungssuchende
Vorübergehend kann es laut Stadt an den Uferbereichen noch zu Geruchsbelästigungen kommen. Ursache hierfür seien nicht allein die toten Fische, sondern auch eine verstärkte Aktivität von Algen, die bei hohen Temperaturen zunimmt. Mit sinkenden Temperaturen dürfte sich die Lage entspannen. Nach derzeitiger Einschätzung bestehe kein Risiko eines vollständigen Umkippens des Sees.
| Untersuchte Größe | Ergebnis |
|---|---|
| Temperatur | Messungen vor Ort – keine Hinweise auf außergewöhnliche Belastung |
| Sauerstoffgehalt | Keine gefährlichen Absenkungen festgestellt |
| pH-Wert | Innerhalb erwarteter Bandbreite |
Die Stadt betont, dass die Beobachtung durch das Wasserwirtschaftsamt fortgesetzt werde. Ein Umkippen des Sees sei nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu befürchten. Für Erholungssuchende und Anwohner bleibt wichtig, auf Hinweise der Stadt zu achten und verdächtige Beobachtungen zu melden.
Für die kommenden Wochen bedeutet dies: Sobald die Luft- und Wassertemperaturen sinken, sollten die Häufigkeit und Sichtbarkeit toter Fische zurückgehen. Die Bergung durch den Fischereiverband sowie die Kontrollen durch die Fachbehörde sollen zudem ausschließen, dass es sich um eine sich ausbreitende Ursache wie eine Infektion oder eine Schadstoffquelle handelt.