Notfall am Nachmittag: Pilot schwer verletzt
Am Donnerstagnachmittag ist ein einmotoriges Leichtflugzeug bei einem Landeanflug nahe des Flugplatzes Lützellinden abgestürzt. Der 60-jährige Pilot aus Gießen zog sich nach Angaben der Polizei schwere Verletzungen zu und wurde unmittelbar nach der Erstversorgung mit einem Rettungshubschrauber in die Uniklinik Gießen geflogen. Die Maschine, eine Cessna 172 Skyhawk, schlug gegen 15.30 Uhr in ein abgeerntetes Maisfeld ein, rund 100 Meter nördlich der Landebahn.
Zeugen am Flugplatz alarmierten die Rettungskräfte über den Notruf. Ein Augenzeuge barg den schwer verletzten Piloten aus dem Wrack, noch bevor die Feuerwehr eintraf. Vor Ort versorgten Kräfte des Rettungsdienstes und Einsatzkräfte der Gießener Feuerwehren den Mann. Kurz darauf übernahm die Flugrettung des ADAC den Transport in die Gießener Klinik.
Einsatzlage und Gefahrenabwehr
Die Feuerwehr stellte an der Einsatzstelle den Brandschutz sicher, weil aus dem Flugzeug nach Polizeiangaben möglicherweise leicht entzündliche Betriebsflüssigkeiten ausliefen. Insgesamt waren rund 30 Einsatzkräfte der Gießener Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehren Lützellinden und Allendorf an der Lahn beteiligt. Der Unfallort liegt in der Gemarkung der Nachbarstadt Wetzlar; die Alarmierung erfolgte jedoch von Lützellinden aus, weshalb der Einsatz in Abstimmung mit dem Brandschutzamt der Stadt Wetzlar durchgeführt wurde.
Untersuchung und Hintergründe
Zu den Ursachen des Absturzes machte die Polizei bislang keine abschließenden Angaben. Nach erster Einschätzung habe der Pilot möglicherweise einen Fehler beim Landeanflug begangen, erklärte die Behörde. Die genaue Absturzursache ist Gegenstand der Ermittlungen. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hat die Untersuchungsleitung übernommen.
| Zeit | Ereignis |
|---|---|
| ca. 15.30 Uhr | Absturz der Cessna in ein Maisfeld nördlich der Landebahn |
| unmittelbar danach | Bergung des Piloten durch einen Zeugen; Notruf bei 112 |
| kurz danach | Erstversorgung durch Rettungsdienst und Feuerwehr; Übergabe an ADAC-Flugrettung |
| anschließend | Transport in die Uniklinik Gießen; Ermittlungen durch die BFU |
Welche Kräfte waren im Einsatz?
- Rettungsdienst und ADAC-Flugrettung (Rettungshubschrauber)
- Gießener Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehren Lützellinden und Allendorf an der Lahn
- Polizei sowie die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung
Die örtlichen Einsatzkräfte sorgten dafür, dass vor Ort keine weitere Gefahr durch auslaufende Betriebsstoffe entstand. Über mögliche Schäden an Infrastruktur oder Fremdpersonen berichtete die Polizei nicht. Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht bekannt, ob weitere Personen an Bord waren; die vorliegenden Berichte nennen ausschließlich den 60-jährigen Piloten.
Für Anwohnerinnen und Anwohner in der näheren Umgebung des Flugplatzes wirft der Unfall Fragen nach der Sicherheit von Landeanflügen und der Notfallreaktion auf. Der kleine Flugplatz Lützellinden wird regelmäßig für Freizeit- und Schulungsflüge genutzt; Unfälle dieser Art sind in der Region selten, erzeugen aber immer eine deutliche Sichtbarkeit der Gefahren des Flugbetriebs.
Die BFU wird die Untersuchungsergebnisse veröffentlichen, sobald erste Befunde vorliegen. Bis dahin bittet die Polizei darum, von Spekulationen abzusehen und die laufenden Ermittlungen nicht zu beeinträchtigen. Informationen zum Gesundheitszustand des Piloten gab es von offizieller Seite über die Klinik nicht.
Die Stadt Gießen und die verantwortlichen Stellen stehen nach Angaben der Einsatzkräfte in Kontakt mit den Behörden in Wetzlar, um die Zuständigkeiten vor Ort zu klären und mögliche Folgemaßnahmen zu besprechen.