Baustelle läuft nach Plan
Die Stadt Passau treibt die Errichtung eines unterirdischen Regenrückhaltebeckens auf dem Grundstück Am Hochpegel voran. Nach Angaben der Stadt sind die Bauarbeiten planmäßig gestartet; die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für Anfang November 2026 vorgesehen. Oberbürgermeister Andreas Rother und Gerhard Kellhammer, Leiter des Umweltamts, informierten sich vor Ort über den Fortschritt.
Technische Eckdaten und Zweck
Das neue Bauwerk wird ein Speichervolumen von rund 600 Kubikmetern haben und soll die Kanalisation in einem als besonders gefährdet ausgewiesenen Bereich entlasten. Ziel ist eine Verringerung der Überflutungsgefährdung für Anwohner in der Umgebung der Waldschmidtstraße und Am Hochpegel.
„Mit dem Regenrückhaltebecken Am Hochpegel setzen wir gezielt an einem kritischen Punkt im Kanalnetz an. Der zusätzliche Rückhalteraum hilft künftig, die Überflutungsgefahr bei Starkregen zu verringern“, so Oberbürgermeister Andreas Rother.
Bauablauf und Zeitplan
Seit dem Spatenstich am 27. Mai sind nach städtischer Mitteilung der Aushub abgeschlossen und die Bodenplatte hergestellt worden. Die Fertigstellung des Betonbauwerks, einschließlich Seitenwände und Beckendecke, ist nach derzeitiger Planung bis Mitte November vorgesehen. Im Anschluss soll die technische Ausrüstung eingebaut werden, darunter die elektrische Mess-, Steuer- und Regelungstechnik.
- Aushub und Bodenplatte: abgeschlossen
- Betonbauwerk (Seitenwände, Beckendecke): Fertigstellung bis Mitte November geplant
- Einbau der technischen Ausrüstung: anschließende Arbeiten
Funktionsweise des Beckens
Bei Starkregen wird das anfallende Mischwasser zunächst im Becken zwischengespeichert. Die Abgabe in die Kanalisation erfolgt anschließend gedrosselt mit 50 Litern pro Sekunde. Dadurch dient das Bauwerk als Puffer und reduziert die Belastung des Kanalnetzes bei besonders starken Niederschlägen.
Kosten und Finanzierung
Die Stadt investiert für das Projekt insgesamt rund 775 000 Euro. Die Kosten teilen sich laut Mitteilung in Tiefbauarbeiten und technische Ausrüstung auf.
| Posten | Betrag (Euro) |
|---|---|
| Tiefbauarbeiten | 564 000 |
| Technische Ausrüstung | 211 000 |
| Gesamt | 775 000 |
Kontext und Bedeutung für Passau
Hintergrund der Maßnahme sind wiederholte Überlastungen des bestehenden Mischwasserkanals bei starken Niederschlagsereignissen in den vergangenen Jahren. Die vorhandenen Starkregengefahrenkarten weisen den Bereich als überflutungsgefährdet aus. Das geplante Becken entsteht oberhalb der belasteten Bereiche auf einem öffentlichen Grundstück und soll so gezielt den kritischen Abschnitt im Kanalnetz entlasten.
Für die Anwohner bedeutet das Projekt eine verbesserte Entwässerungssituation und ein zusätzliches Maß an Vorsorge gegen lokale Überflutungen. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Stadt nach eigenen Angaben über technikgestützte Mess- und Regelmechanismen verfügen, die das Entlastungsvermögen des Beckens steuern sollen.
Die weitere Bauentwicklung und ein konkreter Termin für die vollständige Inbetriebnahme werden von der Stadt im Verlauf der kommenden Monate kommuniziert, sobald die Montage der technischen Anlagen abgeschlossen ist.