Platz als Übergang zwischen Grünanlagen und Flusslandschaft
Nach knapp einem Jahr Bauzeit hat die Stadt Fulda den neuen Verbindungsplatz am Badegarten der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Arbeiten entlang der Frankfurter Straße, gegenüber dem Lebensmittelmarkt Lidl, dauerten von Juli 2025 bis Juni 2026 und umfassten neben der Neugestaltung des Platzes auch Maßnahmen am historischen Rechenhaus.
Die Stadt beschreibt die Anlage als einen „Ort zum Verweilen“. Mit Sitzangeboten, Pflanzungen und einer zentralen Trauerweide soll der Platz einen fließenden Übergang zwischen der Grünanlage Badegarten und der Fulda-Aue herstellen. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität in diesem Abschnitt des Stadtrands zu erhöhen und den Blick auf den Wasserlauf zu öffnen.
Gestaltungselemente und Pflanzenkonzept
Elemente der Umgestaltung sind:
- Neue Sitzgelegenheiten zur Förderung des Verweilens und der Begegnung
- Standortgerechte, heimische Gehölze im Böschungsbereich
- Eine Trauerweide als zentraler Blickfang
- Rekultivierung und Aufwertung des Rechenhauses durch eine begrünte Pergola
- Informationstafeln an der Fassade des Rechenhauses zur Erläuterung des Bauwerks und des geöffneten Fulda-Kanals
Die angelegten Pflanzungen folgen nach Angaben der Stadt einem naturnahen Konzept: Im Böschungsbereich wurden heimische Gehölze gepflanzt, die das Ufer stabilisieren und zugleich ökologische Werte stärken sollen. Die Begrünung der Pergola am Rechenhaus richtet sich darauf, Blickachsen auf den Kanal zu rahmen und den Übergang zwischen bebauter Fläche und Gewässernatur zu akzentuieren.
Öffentliche Vorstellung und Beteiligte
Der Platz wurde am Donnerstag, 24. September, in Anwesenheit von Bürgermeister Dag Wehner (CDU) und Stadtbaurat Daniel Schreiner (parteilos) offiziell vorgestellt. Vertreter der Stadt nutzten die Veranstaltung, um die Funktion des neuen Platzes als Verbindungselement zwischen Badegarten und Fulda-Aue zu erläutern und auf die Bedeutung der Maßnahmen für die städtische Freiraumgestaltung hinzuweisen.
| Maßnahme | Zeitraum |
|---|---|
| Bauarbeiten Frankfurter Straße | Juli 2025 – Juni 2026 |
| Offizielle Vorstellung | 24. September 2026 |
„Ort zum Verweilen“
Bedeutung für Stadt und Nutzer
Die Anlage ergänzt das Netz an Grünflächen entlang der Fulda und verstärkt die Erlebbarkeit des Gewässers für Anwohnende und Besucherinnen und Besucher. Durch die Infotafeln am Rechenhaus wird zudem der lokale Bezug zur technischen Infrastruktur des Kanals hergestellt; damit verbindet die Maßnahme Stadtgeschichte, Natur und Städtebau.
Für Anrainer bedeutet die Aufwertung eine verbesserte Aufenthaltsqualität und neue Möglichkeiten, Zeit im Freien zu verbringen. Für Fußgängerinnen und Fußgänger entsteht ein barrierefreierer Übergang zwischen zwei Freiräumen, der auch den Naherholungswert des angrenzenden Stadtraums steigern kann. Die stadtplanerische Entscheidung, native Gehölze zu verwenden, folgt aktuellen Grundsätzen der ökologischen Aufwertung urbaner Gewässerbereiche.
Wie sich die neue Anlage langfristig in den Alltag der Fuldaerinnen und Fuldaer einfügt, wird von der Nutzung in den kommenden Monaten abhängen. Insbesondere das Zusammenspiel von Aufenthaltsangeboten, Informationsangeboten und dem naturnahen Uferbereich wird zeigen, ob der Platz seinem Anspruch als verbindendes Element gerecht wird.
Weitere Angaben zu den Kosten, möglichen Folgemaßnahmen oder konkreten Pflegestandards hat die Stadt in der Vorstellung nicht veröffentlicht.