Weimar. Die neue künstlerische Leitung des Kunstfests Weimar bilanziert nach mehr als zwei Wochen ein positives Ergebnis: Besonders das Eröffnungswochenende, das Tanzprogramm und das Angebot im Festivalzentrum hätten breite Resonanz gefunden, teilten die Verantwortlichen mit. Das Festival, das als eines der wichtigsten Foren für zeitgenössische Künste in Ostdeutschland gilt, setzte in diesem Jahr auf bekanntere und weniger etablierte Positionen gleichermaßen.
Programm und Publikum: Tanz als Publikumsrenner
Nach Angaben der neuen Leiterinnen sei die Nachfrage gerade für Tanzveranstaltungen im Großen Haus des Deutschen Nationaltheaters sehr hoch gewesen. Auch ein kleines Format mit jungen Tanzschaffenden sei stark nachgefragt gewesen. Als weiterer Erfolg wurde gewertet, dass es gelungen sei, jüngere und ältere Besucherinnen und Besucher zusammenzubringen und internationale Begegnungen zu ermöglichen.
„Vieles, was wir uns im stillen Kämmerchen überlegt hatten, ist aufgegangen: Gerade für das Eröffnungswochenende, das Tanzprogramm und das Programm im Festivalzentrum haben wir positive Rückmeldungen bekommen“, sagte Katharina Germo.
Germo führt die künstlerische Leitung zusammen mit Juliane Hahn in diesem Jahr erstmals gemeinsam. Sie betonte, dass es gelungen sei, in Weimar auch bislang weniger etablierte Namen zu präsentieren und Neugierde zu wecken. Als Beispiel für grenzüberschreitende Zusammenarbeit nannten die Veranstalter ein internationales Projekt, in dem Künstlerinnen und Künstler aus Japan mit Vertretern der lokalen Auto-Tuner-Szene kooperierten.
Zahlen und Ablauf
Konkrete Gesamtzahlen zu Besucherinnen und Besuchern oder zur Ticketveräußerung nannten die Verantwortlichen bislang noch nicht; es fehlen noch Rückmeldungen von Kooperationspartnern. Für die eigenen Veranstaltungen wurde jedoch eine durchschnittliche Ticketauslastung von rund 80 Prozent angegeben. Seit dem 21. August standen etwa 100 Veranstaltungen auf dem Programm des Festivals.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Programmdauer | Mehr als zwei Wochen |
| Anzahl Veranstaltungen (2026) | Rund 100 |
| Durchschnittliche Ticketauslastung | 80 % |
| Besucher 2025 | Rund 40.000 |
Zum Vergleich: Im Jahr 2025, dem letzten unter der künstlerischen Leitung von Rolf C. Hemke, wurden rund 40.000 Besucherinnen und Besucher verzeichnet. Über die endgültigen Zahlen 2026 wollten Germo und Hahn eine abschließende Bewertung erst nach Eingang aller Partnerrückmeldungen vornehmen.
Generationen und Formate
Die künstlerische Ausrichtung zielte offenbar darauf ab, Spannungsfelder zwischen etablierten und jungen Positionen auszuloten und zugleich Publikumsschichten zu verbinden. In der Berichterstattung wurde hervorgehoben, dass es gelungen sei, verschiedene Generationen anzusprechen und Räume für internationale Begegnungen zu schaffen.
- Besonderer Zuspruch für Tanz im Großen Haus des Deutschen Nationaltheaters
- Erfolgreiche Verbindung von etablierten und neuen künstlerischen Positionen
- Internationale Kooperationen, etwa mit Künstlern aus Japan
Die Veranstalter setzen nun auf die Auswertung der Rückmeldungen von Kooperationspartnern, um eine abschließende Beurteilung vorzunehmen und die Zahlen zur Besucherentwicklung zu bestätigen. Das Kunstfest bleibt damit ein bedeutsamer Treffpunkt für zeitgenössische Kunst in Ostdeutschland, dessen Zusammenspiel aus Programmvielfalt, Publikumsbindung und internationalen Projekten die künftige Ausrichtung mitbestimmen dürfte.
Autor: Kulturredaktion