Die Stadt Fulda hat die Ausschreibung für den Literaturpreis Fulda 2027 offiziell eröffnet. Verlage sind aufgerufen, aktuelle deutschsprachige Romandebüts zur Bewertung einzureichen. Einsendeschluss ist der Montag, 5. Oktober 2026, teilte die Kommune mit.
Bedeutung und Preisstruktur
Der Literaturpreis Fulda ist nach Angaben der Veranstalter mit 10.000 Euro dotiert und richtet sich an Autorinnen und Autoren mit ihrem ersten Roman. Der Preis wurde 2019 erstmals vergeben und hat sich seitdem als eine feste Größe in der deutschsprachigen Debütlandschaft etabliert. Er soll das „bemerkenswerteste Erstlingswerk der jeweiligen Büchersaison“ auszeichnen und damit sowohl literarische Qualität als auch die Sichtbarkeit junger Autorenschaft fördern.
Frist, Einreichung und Ansprechpartner
Verlage können Romandebüts nominieren, die im Herbst 2026 oder im Frühjahr 2027 erscheinen werden. Die Einreichungen laufen über die Agentur „Kulturperle – Kommunikation und Kulturmanagement“, die im Auftrag der Stadt Fulda und in enger Zusammenarbeit mit dem Kulturamt die Organisation übernimmt. Ansprechpartnerin ist laut Mitteilung Silke Hartmann. Vorschläge nehmen die Veranstalter bis zum 5. Oktober 2026 entgegen. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter (069) 36704417 oder per E‑Mail an silke.hartmann@kulturperle.com.
„das bemerkenswerteste Erstlingswerk der jeweiligen Büchersaison“
Jury und Entscheidungszeitraum
Über die Vergabe entscheidet eine fünfköpfige, unabhängige Jury, deren Auswahl bereits feststeht. Zu den Mitgliedern der Jury gehören der Literaturkritiker Christoph Schröder, die Schriftstellerinnen Lucy Fricke und Anna Yeliz Schentke, die Literaturkritikerin Julia Schröder sowie der Schriftsteller Christoph Peters. Die Preisträgerin oder der Preisträger für 2027 wird Anfang Februar 2027 bekanntgegeben.
Rückblick auf frühere Preisträger
Seit der Erstvergabe 2019 haben verschiedene Autorinnen und Autoren den Preis erhalten. Die Auszeichnung hat in den vergangenen Jahren Aufmerksamkeit für Debütromane erzeugt und die Preisträgerinnen und Preisträger in der literarischen Landschaft sichtbar gemacht. Eine Übersicht der bisherigen Gewinner ergibt sich aus den bisherigen Bekanntmachungen der Stadt:
| Jahr | Preisträger / Werk |
|---|---|
| 2019 | Johanna Maxl – „Unser großes Album elektrischer Tage“ |
| 2020 | Nadine Schneider – „Drei Kilometer“; Olivia Wenzel – „1000 Serpentinen Angst" |
| 2021 | Timon Karl Kaleyta – „Die Geschichte eines einfachen Mannes" |
| 2022 | Edgar Selge – „Hast du uns endlich gefunden" |
| 2023 | Silke Stamm – „Hohe Berge" |
| 2024 | Konstantin Ferstl – „Die blaue Grenze" |
| 2025 | Ricarda Messner – „Wo der Name wohnt" |
| 2026 | Anja Gmeinwieser – „Wir Königinnen" |
Ausblick für die Fuldaer Kulturszene
Für Fulda bedeutet die Fortführung des Preises eine regelmäßige kulturelle Präsenz über die Stadtgrenzen hinaus. Der Literaturpreis knüpft an bestehende Aktivitäten des Kulturamts an und eröffnet lokale Möglichkeiten, Debatten und Veranstaltungen rund um zeitgenössische Literatur zu bündeln. Für Verlage bietet die Ausschreibung eine formale Plattform, Debütromane prominent einzureichen; für Autorinnen und Autoren ist die Auszeichnung mit dem Preisgeld und der medialen Aufmerksamkeit ein signifikanter Karriereschub.
- Einreichungsfrist: 5. Oktober 2026
- Preisgeld: 10.000 Euro
- Jury-Entscheidung: Anfang Februar 2027
Verlage und interessierte Akteure werden aufgefordert, die formalen Einreichungsvoraussetzungen bei der Agentur „Kulturperle“ zu erfragen und die Frist zu beachten. Weitere Details sind über die angegebenen Kontaktdaten verfügbar.