Gesa Krause hat Verständnis für das aufgeregte Interview von Lea Meyer unmittelbar nach dem dramatischen Finale über 3.000 Meter Hindernis bei der Leichtathletik‑Europameisterschaft bekundet. Einen Tag nach ihrem dritten EM‑Titel sagte die 34‑Jährige in der ARD, Emotionen gehörten zum Sport dazu und erklärten, warum nach hart umkämpften Rennen manchmal Dinge gesagt würden, die man später anders bewerten könne.
Reaktion auf ein hitziges Statement
Krause bezog damit Stellung zu Äußerungen, mit denen Meyer unmittelbar nach dem Rennen für Wirbel sorgte. Die 22‑Jährige, die im Schlussabschnitt am letzten Wassergraben gestürzt war und dadurch eine sicher geglaubte Medaille verlor, hatte im ZDF gesagt:
„Ich finde, ich hätte die Medaille verdient.“
Außerdem kritisierte Meyer den Rennverlauf und äußerte gegenüber dem Sender, Krause habe sich im Rennen zurückgehalten: „Also das ist einem ja bewusst: Gesa will einfach keinen Meter was machen. Die sitzt es aus und rennt da hinten raus.“ Krause kommentierte die Vorwürfe mit der Feststellung, dass in solchen Situationen Adrenalin und Wut eine große Rolle spielten und man manchmal Dinge sage, die man später anders sehe.
Sportliche Fakten des Rennens
Das Finale endete für Krause mit ihrem dritten Europameistertitel. Für die deutsche Mannschaft gab es zudem die Bronzemedaille von Olivia Gürth. Meyer belegte nach dem Sturz den vierten Platz.
| Platz | Athletin |
|---|---|
| 1 | Gesa Krause |
| 3 | Olivia Gürth |
| 4 | Lea Meyer |
Die Szene, in der Meyer im letzten Wassergraben stürzt, veränderte den Rennverlauf und die Medaillenvergabe nachhaltig. Unmittelbar nach dem Rennen wurden Meyers emotionale Reaktionen in den Medien intensiv diskutiert.
Konsequenzen und persönliche Haltung
Meyer zeigte sich später auf ihrem Instagram‑Kanal selbstkritisch und wies zugleich den Vorwurf zurück, sie sei missgünstig gegenüber Krause. Sie bezeichnete den Zeitpunkt und die Wortwahl ihrer Aussagen als „nicht passend, unprofessionell und unsportlich“ und kündigte an, künftig nach emotionalen Rennen die Interviewzone meiden zu wollen.
Krause betonte unterdessen die Möglichkeit, Konflikte persönlich zu klären: Man könne sich „gut in die Augen schauen und wieder an den Start gehen“, sagte sie. Damit signalisierte die EM‑Siegerin, dass sportliche Rivalität nicht notwendigerweise in persönliche Entfremdung münden müsse.
Wirkung auf Team und Öffentlichkeit
Der Vorfall hat in der deutschen Leichtathletik sowohl sportliche als auch mediale Diskussionen ausgelöst. Neben der sportlichen Analyse des Rennverlaufs rückten Fragen zur Medienpräsenz von Athletinnen, der Umgang mit öffentlichen Emotionen und die Verantwortung in Live‑Interviews in den Vordergrund. Für die betroffenen Athletinnen geht es nun darum, sportlich Ruhe zu finden und sich auf kommende Wettbewerbe zu konzentrieren.
- Gesa Krause: zeigte Verständnis und warb für Gelassenheit nach emotionalen Momenten.
- Lea Meyer: äußerte unmittelbar Frust über den Ausgang des Rennens, zeigte später Selbstkritik.
- Olivia Gürth: sicherte Bronze und damit eine zweite deutsche Medaille im Finale.
Wie die beteiligten Athletinnen das Verhältnis künftig gestalten und ob es sportliche oder kommunikative Folgen geben wird, bleibt abzuwarten. Klar ist, dass das Rennen und die anschließenden Debatten die Aufmerksamkeit auf das Hindernis‑Rennen und den Umgang mit Emotionen im Spitzensport lenken.