Auf der Alten Rheinbrücke in Konstanz kam es am Samstag zu einem öffentlichen Streit, der die Nutzung des Gehwegs erheblich einschränkte und einen Einsatz der Polizei nach sich zog. Nach Angaben der Behörden hatten etwa 30 Personen vor, Tauben fliegen zu lassen. Als Teilnehmer einer Kundgebung für Tierrechte („Animal Pride Day 2026“) davon erfuhren, zogen sie ebenfalls auf die Brücke, um zu protestieren. In der Folge entbrannte ein verbaler Streit.
Gehweg blockiert – gefährdete Passanten
Der gleichzeitige Aufenthalt beider Gruppen sowie das Aufbauen einer Musikanlage durch einen Alleinunterhalter verengten den Gehweg auf der Brücke so stark, dass insbesondere Rollstuhlfahrer und Personen mit Kinderwagen nicht mehr passieren konnten. Die Polizei forderte daraufhin den Alleinunterhalter auf, seine Anlage abzubauen und die Örtlichkeit zu verlassen. Unmittelbar danach verließen auch die übrigen Beteiligten die Brücke.
Polizeikontrolle und Umgang mit den Tauben
Bei der anschließenden Kontrolle einer Transportbox stellten die Beamten fest, dass sich darin eine erhöhte Anzahl von Brieftauben befand. Die Polizei beschlagnahmte die Box und die darin befindlichen Vögel zunächst. Später stellte die Taubenhilfe Konstanz eine geeignete Transportbox zur Verfügung, woraufhin der Eigentümer seine Tiere zurückerhielt.
- Ort: Alte Rheinbrücke, Konstanz
- Beteiligte: etwa 30 Personen (Taubenflug), Teilnehmer der „Animal Pride Day 2026“, ein Alleinunterhalter mit Musikanlage
- Folge: Gehweg verengt, Polizei einschreitend, vorübergehende Sicherstellung von Box und Vögeln
„Wegen der beiden Gruppen und eines Alleinunterhalters mit Musikanlage war der Gehweg so verengt, dass vor allem Rollstuhlfahrer und Menschen mit Kinderwagen nicht mehr durchkamen.“
Lokaler Kontext und mögliche Folgen
Die Alten Rheinbrücke ist eine zentrale Fußgängerverbindung in Konstanz und wird von Einheimischen wie Touristinnen und Touristen intensiv genutzt. Engstellen auf Fußwegen, verursacht durch Veranstaltungen oder spontane Aktionen, bergen das Risiko von Sicherheitsproblemen und Klagen gegen Ordnungskräfte, wenn Passierbarkeit eingeschränkt wird. Der Vorfall zeigt, dass das Nebeneinander unterschiedlicher Versammlungen, begleitet von technischer Ausrüstung wie Musikanlagen, rasch zu Konflikten führen kann.
| Aktion | Konsequenz |
|---|---|
| Taubenflug durch rund 30 Personen | Zusammenkunft auf Brücke |
| Protest durch Tierrechtsgruppe | Verbaler Streit |
| Musikanlage eines Alleinunterhalters | Verengung Gehweg, Polizei fordert Abbau |
| Kontrolle einer Transportbox | Vorübergehende Beschlagnahme; Rückgabe nach Bereitstellung geeigneter Box |
Für Anwohnerinnen und Anwohner sowie Nutzerinnen und Nutzer städtischer Infrastruktur bleibt relevant, wie Veranstaltungen angemeldet und koordiniert werden. Behörden und Veranstalter sind gefordert, bei Aktionen mit Tieren die Transportbedingungen und die öffentliche Sicherheit im Blick zu behalten. Die Taubenhilfe Konstanz spielte in diesem Fall eine koordinierende Rolle, indem sie eine geeignete Box zur Verfügung stellte und damit die Rückgabe der Tiere ermöglichte.
Die Polizei dokumentierte den Einsatz und leitete keine weiteren Maßnahmen gegen Einzelpersonen bekannt, nachdem die Situation auf der Brücke beendet worden war. Weitere Informationen zu möglichen Sanktionen oder Anzeigen lagen zum Zeitpunkt der Meldung nicht vor.