Vielseitiges Programm zwischen Wettkampf und Ausstellung
Auf dem Messegelände in Kassel fand am Wochenende die Weltmeisterschaft im Freestyle Skateboarding statt. Neben den zentralen Wettbewerben der Skater nutzten BMX-Fahrer, Musikerinnen und Künstler die Veranstaltung als Plattform. Besucherinnen und Besucher erlebten in der Rothenbachhalle sportliche Kürdarbietungen auf ebenem Untergrund, während im Außenbereich gemalt, gesprayt und musiziert wurde.
Internationale Teilnehmer, lokale Zuschauer
Teilnehmende Skater kamen aus Berlin, Frankreich und den USA. Die Wettkämpfe in der Rothenbachhalle sahen zwei Wertungsdurchgänge pro Starter, in denen die Sportlerinnen und Sportler ihre beste Kür zeigten. Auch wenn in der Halle noch einige Sitzplätze leer blieben, reagierte das Publikum mit Applaus auf gelungene Tricks und außergewöhnliche Einlagen wie Handstände auf dem Board.
„Am besten hat uns gefallen, als die Fahrräder gegeneinander angetreten sind“, sagte die elfjährige Ella Khiarello, die mit ihrer Schwester Marie und ihrem Vater das Messegelände besucht hatte.
BMX-Action und ungewöhnliche Tricks
Der Wettbewerb beschränkte sich nicht auf Skateboards: Auf einer kleineren Fläche traten BMX-Fahrerinnen und -Fahrer mit Fahrrädern an, die durch sehr kleine Reifen auffielen. Für ihre Performance erhielten sie Punkte; Zuschauer berichteten von Kombinationen aus Sprüngen und akrobatischen Elementen, darunter auch ein Handstand auf dem Rad. Solche Momente zogen spontanen Beifall nach sich und machten deutlich, wie breit das Spektrum der Veranstaltung war.
Kunstprojekt „House of Walls“ bringt internationale Kreative nach Kassel
Ein deutlich sichtbarer Schwerpunkt lag auf urbaner Kunst. Unter dem Titel House of Walls hatten die Künstlerinnen Elli Owk und Noelle Behboud die Teilnahme von rund 55 Kreativen organisiert. Sie reisten unter anderem aus Tunesien, Spanien und Tokyo an. Vor Ort wurde gemalt, gesprayt und installiert; Künstlerinnen und Künstler arbeiteten sowohl in der Halle als auch im Außenbereich. Die Präsenz der Kunst machte das sportliche Ereignis zu einem umfassenderen Festival.
- Sport: Freestyle Skateboarding mit internationalen Starterinnen und Startern
- BMX: Separater Wettbewerb mit kleinen Reifen und akrobatischen Tricks
- Kunst: House of Walls mit etwa 55 Teilnehmenden aus mehreren Ländern
- Musik: Begleitprogramm im Außenbereich
Atmosphäre, Publikum und lokale Bedeutung
Die Mischung aus sportlichen Vorführungen, künstlerischer Arbeit und Musik schuf eine lockere Festivalatmosphäre. Für Familien wie jene der elfjährigen Ella bot das Gelände vielfältige Eindrücke: Sportliche Duelle, internationale Performance-Kunst und gastronomische Stände. Aus organisatorischer Sicht zeigte sich, dass solche Veranstaltungen in Kassel sowohl lokale als auch überregionale Zielgruppen anziehen können, auch wenn die Besucherzahl in den Hallen nicht überall zu Spitzenzeiten ausgereizt war.
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Veranstaltungsort | Messegelände, Rothenbachhalle (Kassel) |
| Sportarten | Freestyle Skateboarding, BMX |
| Künstlerisches Projekt | House of Walls – etwa 55 Teilnehmende aus Ländern wie Tunesien, Spanien, Japan (Tokyo) |
Blick nach vorn
Das Wochenende zeigte, wie Vergnügen, Wettbewerb und Kultur in Kassel zusammenfinden können. Die Veranstaltung bot eine Plattform für internationale Athletinnen und Athleten sowie für Kreative aus mehreren Ländern. Ob und in welcher Form ähnliche Festivals künftig wieder auf dem Messegelände stattfinden, wird für Stadtverwaltung, Veranstalter und lokale Kulturakteure eine Frage der weiteren Planung und Auswertung sein.
Der Mix aus Sport und Kunst hat in Kassel Beachtung gefunden – sowohl bei jüngeren Besucherinnen und Besuchern als auch bei Aktiven aus Deutschland und dem Ausland. Für viele Teilnehmende bleibt das Event ein Treffpunkt, um Techniken zu zeigen, Netzwerke zu knüpfen und die Szene in der Stadt sichtbarer zu machen.