In der Nacht zum Samstag ist das historische Gebäude des ehemaligen Restaurants „Piet Henningsen“ an der Schiffbrücke in Flensburg durch einen Brand schwer beschädigt worden. Nach Angaben der Feuerwehr wurde gegen 1.20 Uhr ein Feuer in Wohnungen über dem früheren Lokal gemeldet. Das Obergeschoss brannte vollständig aus, die Flammen griffen auf den Dachstuhl über.
Rasch alarmierte Kräfte, keine Verletzten
Die Einsatzkräfte rückten mit umfangreichem Personal an: Insgesamt waren nach Angaben der Feuerwehr rund 50 Einsatzkräfte im Einsatz. Verletzte gab es nach jetzigem Stand nicht. Aus einem benachbarten Wohnhaus brachte die Feuerwehr vorsorglich eine vierköpfige Familie in Sicherheit; die Personen wurden zunächst in einem Rettungsbus betreut.
„Nach Angaben der Feuerwehr wurde gegen 1.20 Uhr in den Wohnungen über dem ehemaligen Restaurant ein Feuer gemeldet.“
Die Feuerwehr konzentrierte sich laut Mitteilung auf die Brandbekämpfung und die Sicherung des Gebäudes. Zur Höhe des Sachschadens wurden zunächst keine Angaben gemacht.
Unklare Ursache, Polizei übernimmt Ermittlungen
Wie es zu dem Feuer kommen konnte, ist bislang nicht bekannt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um Brandursache und Schadensumfang zu klären. Weitere Details sollen folgen, sobald Erkenntnisse vorliegen.
Vor Ort bedeuten die Schäden nicht nur einen Verlust für die betroffenen Bewohner, sondern auch für das denkmalgeschützte Stadtbild: Das Gebäude steht an einer zentralen Stelle der Altstadt, die für Flensburgs historische Hafenpromenade prägend ist. Konkrete Aussagen zur Zukunft des Hauses, geplanten Sicherungsmaßnahmen oder zu möglichen Evakuierungen weiterer Nachbargebäude gab es bisher nicht.
- Zeitpunkt: Gegen 1.20 Uhr in der Nacht zum Samstag
- Ort: Schiffbrücke, Flensburg – ehemaliges Restaurant „Piet Henningsen“
- Folgen: Obergeschoss vollständig ausgebrannt; Brand griff auf Dachstuhl über
- Opfer: Keine Verletzten; vierköpfige Familie vorsorglich in Sicherheit gebracht
- Einsatz: Rund 50 Einsatzkräfte, Betreuung der Betroffenen in einem Rettungsbus
- Ermittlungen: Polizei hat die Untersuchungen zur Brandursache übernommen
| Datum/Uhrzeit | Ereignis |
|---|---|
| Nacht zum Samstag, ca. 1.20 Uhr | Feuermeldung in Wohnungen über ehemaligem Restaurant |
| Frühe Nachtstunden | Obergeschoss brennt aus; Dachstuhl betroffen |
| Unmittelbar danach | Rund 50 Einsatzkräfte vor Ort; vier Personen in Rettungsbus betreut |
Für die Anwohner und Besucher der Schiffbrücke stellt sich nun die Frage, wie schnell Absperrungen aufgehoben und abgesicherte Bereiche wieder freigegeben werden können. Sobald die Brandstelle freigegeben ist, werden Fachleute das Ausmaß der Bauschäden feststellen und weitere Maßnahmen zur Sicherung des Hauses empfehlen. Die Polizei und Feuerwehr kündigten an, zur Klärung von Ursache und Folgen weiter Informationen bereitzustellen, sobald Untersuchungen abgeschlossen sind.
Der Vorfall erinnert in Flensburg an die Sensibilität historischer Bausubstanz gegenüber Bränden. Schäden an denkmalgeschützten Gebäuden haben oft weitreichendere Folgen als rein materielle Verluste: Sie betreffen Kulturgeschichte, Tourismus und das gesamte Erscheinungsbild der Innenstadt. Inwieweit das „Piet Henningsen“-Gebäude in den kommenden Tagen gesichert und begutachtet werden kann, hängt zunächst vom Abschluss der polizeilichen Brandermittlung sowie von bau- und denkmalpflegerischen Prüfungen ab.
Die Stadtverwaltung und beteiligte Behörden wurden informiert; weitere Auskünfte sollen veröffentlicht werden, sobald belastbare Ergebnisse vorliegen.
Malte Boysen, Korrespondent Schleswig‑Holstein