Flensburger Favorit gerät in Rückstand, dreht Spiel in zweiter Halbzeit
Die SG Flensburg-Handewitt hat in der zweiten Runde des DHB-Pokals eine überraschend harte Prüfung bestanden und sich beim Zweitligisten VfL Lübeck-Schwartau mit 38:35 (16:19) durchgesetzt. Die Partie in der Hansehalle blieb über 60 Minuten umkämpft; Flensburg, aktuell Spitzenreiter der Handball-Bundesliga, geriet in der ersten Halbzeit in Rückstand und musste bis weit in die zweite Hälfte hinein um den Einzug ins Achtelfinale kämpfen.
Verlauf und Schlüsselphasen
Die Gastgeber aus Lübeck präsentierten sich mutig und hielten die Partie lange offen. Zur Halbzeit führten die Zweitliga-Spieler mit drei Toren Vorsprung (16:19), nachdem Flensburg in den Anfangsminuten zwar noch kurz geführt hatte, danach aber die Kontrolle verlor. Auch in der zweiten Halbzeit lagen die Flensburger noch einmal mit drei Treffern zurück, ehe sie sich Stück für Stück herankämpften.
Der Ausgleich zum 27:27 fiel in der 47. Minute; danach setzten die Gäste eine entscheidende Serie. Neue Spieler im Flensburger Kader trugen entscheidend zur Wende bei: Aymeric Minne und Emil Bergholt spielten zusammen mit dem dänischen Rückraumspieler Simon Pytlick eine wichtige Rolle, als sie unmittelbar nacheinander trafen und damit die Führung für die SG erzielten.
Einzelne Leistungen
Simon Pytlick war mit elf Treffern erfolgreichster Werfer der Flensburger. Auf Seiten des Gastgebers erreichte der Lübecker Youngster Ole Hagedorn ebenfalls elf Tore und trug maßgeblich zur starken Vorstellung seiner Mannschaft bei. Insgesamt schenkten sich beide Teams nichts; Flensburg konnte erst in der Schlussphase die nötigen Akzente setzen, um die Partie für sich zu entscheiden.
- Endstand: VfL Lübeck-Schwartau – SG Flensburg-Handewitt 35:38
- Halbzeitstand: 19:16 für Lübeck
- Bester Werfer Flensburg: Simon Pytlick (11 Tore)
- Bester Werfer Lübeck: Ole Hagedorn (11 Tore)
| Wettbewerb | DHB-Pokal, 2. Runde |
|---|---|
| Spielort | Hansehalle, Lübeck |
| Datum/Uhrzeit | 23. September 2026, Anwurf 19:00 Uhr |
| Ergebnis | VfL Lübeck-Schwartau 35 – 38 SG Flensburg-Handewitt |
Einordnung und Folgen
Der knappe Sieg bringt Flensburg zwar in das Achtelfinale des DHB-Pokals, demonstriert aber auch, dass die Mannschaft bei Auswärtsspielen auf Überraschungen gefasst sein muss. Für den VfL Lübeck-Schwartau bedeutet die Partie trotz der Niederlage ein starkes Signal: Als Drittligist beziehungsweise Zweitligist zeigte das Team in weiten Strecken des Spiels, dass es gegen einen Bundesligisten mithalten kann und sich nicht versteckt. Die Leistung von Spielern wie Ole Hagedorn dürfte dem Klub Mut machen für die weiteren Aufgaben in der 2. Bundesliga, wo Lübeck in der Tabelle zuletzt einen soliden Platz belegt hatte.
Für die SG Flensburg-Handewitt ist der Weiterzug zwar ein Pflichttermin erreicht, die Art und Weise des Sieges wird Trainer und Verantwortliche jedoch beschäftigen. Der erneute Punktverlust in Teilen des Spiels offenbart Stellen, an denen die Mannschaft stabiler werden muss, wenn sie ihre ambitionierten Ziele in der Bundesliga und im Pokal verfolgen will.
Ausblick
Sportlich bedeutet das Weiterkommen für Flensburg, dass im Achtelfinale die Möglichkeit besteht, erneut gegen hochkarätige Gegner anzutreten. Für Lübeck bleibt die Erfahrung einer starken Leistung vor heimischem Publikum ein Positivum, das Selbstvertrauen für die Ligaspiele geben kann. Beide Teams gewinnen in unterschiedlicher Weise Erkenntnisse aus der Begegnung, die sich in den kommenden Wochen auf dem Spielplan niederschlagen werden.