In Gelsenkirchen‑Ückendorf ist am 25. September 2026 der Baustart für einen Neubau der Kurzzeiteinrichtung und des Kinderhospizes Arche Noah erfolgt. Das neue Gebäude an der Virchowstraße entsteht unmittelbar neben dem bisherigen Standort. Trägerangaben zufolge sollen die Arbeiten bis 2028 abgeschlossen sein.
Warum ein Neubau nötig ist
Die Arche Noah betreut bis zu 14 Kinder mit schweren Behinderungen oder lebensverkürzenden Erkrankungen. Diese Kinder benötigen eine besonders intensive Pflege; die Einrichtung bietet den Familien zeitweise Entlastung und Unterstützung. Nach Angaben des Trägers waren die bisherigen Räume ursprünglich nicht für diese Form der Betreuung geplant. Umbauten und Erweiterungen hätten sich wiederholt als schwierig erwiesen. Der neue Bau soll daher gezielt auf die spezifischen Bedürfnisse der Kinder, ihrer Angehörigen und des Personals zugeschnitten werden.
- Standort: Virchowstraße, Ückendorf, direkt neben bestehendem Gebäude
- Kapazität: bis zu 14 Kinder
- Geplante Fertigstellung: 2028
- Geschätzte Baukosten: rund sechs Millionen Euro
Architektur und Ausstattung
Geplant sind nach Trägerangaben offene, helle Räume sowie eine Architektur mit organischen Formen, die den Bedürfnissen von Kindern und Mitarbeitenden Rechnung tragen soll. Die Ausrichtung auf Lichtdurchflutung und flexible Raumangebote zielt darauf ab, Pflegeabläufe zu erleichtern und zugleich Aufenthaltsqualität für Familien zu schaffen.
Finanzierung: Großteil durch Spenden
Ein großer Teil der Finanzierung für den Neubau wird demnach durch private Spenden getragen. Insgesamt sollen für das Projekt rund sechs Millionen Euro anfallen. Die Initiative „Noahs Freunde“ hat nach Angaben des Trägers mehr als 8.500 Unterstützerinnen und Unterstützer mobilisiert. In etwa 500 Aktionen sei bereits Geld gesammelt worden, sodass die Bauarbeiten nun beginnen können. Die Spendenkampagne läuft jedoch weiterhin.
| Faktor | Angabe |
|---|---|
| Kapazität | Bis zu 14 Kinder |
| Geplante Kosten | Rund 6 Millionen Euro |
| Unterstützer | Mehr als 8.500 Personen |
| Aktionen | Ca. 500 |
| Fertigstellung | Voraussichtlich 2028 |
„Die bisherigen Räume waren ursprünglich nicht für diese Arbeit geplant. Deshalb waren Umbauten und Erweiterungen immer wieder schwierig.“
Diese Einschätzung des Trägers unterstreicht, warum ein Neubau als langfristige Lösung notwendig erscheint. Zugleich verweist die fortlaufende Spendensammlung darauf, dass sich die Arche Noah weiterhin auf private Unterstützung und bürgerschaftliches Engagement stützt.
Folgen für die Stadt und lokale Familien
Für Gelsenkirchen bedeutet das Projekt eine Verstärkung der sozialen Infrastruktur: Familien mit schwer kranken oder behinderten Kindern erhalten künftig eine deutlich modernere und besser ausgestattete Anlaufstelle für zeitlich begrenzte Betreuung und Entlastung. Die geplanten räumlichen Verbesserungen könnten auch die Arbeitsbedingungen für das Personal verbessern und damit die Leistungsfähigkeit der Einrichtung stabilisieren.
Für die Nachbarschaft in Ückendorf bringt die Baustelle voraussichtlich eine längere Bauphase mit sich. Die Nähe zum bisherigen Standort dürfte jedoch den Übergang für Mitarbeitende und Familien erleichtern. Weil die Finanzierung zum großen Teil spendengetragen ist, bleibt es wichtig, dass die lokale Öffentlichkeit die Kampagne weiter begleitet, damit die Einrichtung ihren Betrieb wie geplant aufnehmen und dauerhaft sichern kann.
Weitere Informationen zur Spendenaktion und dem Baufortschritt will der Träger nach eigenen Angaben sukzessive bekanntgeben.