Großeinsatz in Ückendorf: Brand an der Almastraße 110
In Gelsenkirchen-Ückendorf ist am Donnerstagmorgen ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus an der Almastraße 110 ausgebrochen. Der Alarm erreichte die Feuerwehr um 8.08 Uhr. Nach Angaben der Einsatzleitung konnten 17 Personen aus dem brennenden Gebäude gerettet werden. Eine Person wurde schwer verletzt und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht; sechs weitere Personen — darunter Eltern und Kinder — wurden vorsorglich ebenfalls in Krankenhäuser verbracht.
Die Feuerwehr war mit einem größeren Aufgebot vor Ort. Nach Polizeiangaben waren rund 50 Einsatzkräfte im Einsatz, die die Rettung und die Brandbekämpfung übernahmen. Die Einsatzleitung meldete, dass sich in der Anfangsphase mehrere Anrufer gemeldet hatten, weil Personen an den Fenstern standen und um Hilfe riefen.
- Gerettete Personen: 17
- Schwerverletzte: 1
- Vorsorglich untersuchte Personen: 6
- Einsatzkräfte: ca. 50
- Alarmzeit: 8.08 Uhr
„Das Gebäude ist inzwischen eine ‚Brandruine‘,“ sagte der Leiter der Feuerwehr vor Ort.
Sperrung und Unterbringung: Busse und Stadt greifen ein
Wegen des Einsatzes wurde die Almastraße in Höhe der Ückendorfer Straße in beiden Richtungen zeitweise vollständig gesperrt. Die Vollsperrung wurde gegen 10.55 Uhr aufgehoben. Nach Abschluss der Löscharbeiten stellte die Feuerwehr fest, dass das Haus zumindest vorerst nicht mehr bewohnbar ist.
Die Bogestra stellte nach Angaben der Einsatzleitung Busse bereit, um die betroffenen Bewohner kurzfristig unterzubringen. Die Stadt Gelsenkirchen prüft nun weitere Möglichkeiten der Unterbringung. In Betracht gezogen werden neben Notunterkünften auch Aufenthalte bei Verwandten und Freunden sowie kurzfristige Hotelunterkünfte für einige Tage.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Adresse | Almastraße 110, Ückendorf |
| Alarmzeit | 8.08 Uhr |
| Gerettete Personen | 17 |
| Schwerverletzte | 1 |
| Vorsorglich untersuchte | 6 |
| Einsatzkräfte | ca. 50 |
| Sperrung aufgehoben | 10.55 Uhr |
Auswirkungen für Anwohner und nächste Schritte
Für die unmittelbar Betroffenen bedeutet der Verlust des Hauses zunächst erhebliche Unwägbarkeiten: Kleidung, persönliche Unterlagen und andere Güter sind vermutlich zerstört oder unzugänglich. Die Stadtverwaltung hat angekündigt, kurzfristig Hilfsangebote zu koordinieren und die Bewohner bei der Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten zu unterstützen. Ob und wann Bewohner in das Gebäude zurückkehren können, ist derzeit unklar und hängt von den anschließenden Untersuchungen zur Brandursache sowie von der strukturellen Beurteilung des Hauses ab.
Die Polizei und die Feuerwehr setzten unmittelbar nach dem Löschen Maßnahmen zur Sicherung der Einsatzstelle fort. Details zur Brandursache sind bislang nicht veröffentlicht worden. Ob Brandermittler der Kriminalpolizei die Spurensuche aufnehmen, wurde noch nicht bestätigt; entsprechende Untersuchungen gehören jedoch üblicherweise zu den nächsten Schritten nach einem Wohnhausbrand mit erheblichem Schaden.
Für Anwohner der Umgebung kann es in den kommenden Tagen zu Einschränkungen kommen, etwa durch Absperrungen, Reinigung von Brandrückständen oder Gutachtertätigkeiten. Die Almastraße ist aktuell wieder befahrbar, dennoch rät die Stadt, die betroffenen Bereiche vorerst zu meiden, um die Arbeit der Einsatzkräfte nicht zu behindern.
Das Geschehen in Ückendorf erinnert daran, wie schnell sich eine Alltagssituation in eine Notsituation für viele Menschen verwandeln kann. Die Rettung von 17 Personen wird von den Einsatzkräften als Erfolg gewertet; nun stehen die medizinische Versorgung der Verletzten und die soziale Betreuung der Betroffenen im Vordergrund.