Wechsel in der Leitung des Oberlandesgerichts
Am Dienstag, dem 1. September, hat Dr. Markus Quantius das Amt des Vizepräsidenten des Oberlandesgerichts Düsseldorf übernommen. Die Ernennung folgt auf die Versetzung des bisherigen Vizepräsidenten, Klaus G. Müller, der zum Präsidenten des Landgerichts Duisburg ernannt wurde. Die Personalentscheidung bringt sowohl administrative Veränderungen am OLG als auch eine Neuverteilung wichtiger richterlicher Funktionen mit sich.
„Dr. Markus Quantius ist seit Dienstag, 1. September, Vizepräsident des Oberlandesgerichts Düsseldorf.“
Dr. Quantius bringt langjährige Erfahrung in Justizverwaltung und Rechtsprechung mit. Seine richterliche Laufbahn begann 2003 am Landgericht Essen. In den folgenden Jahren war er mehrfach an das Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen abgeordnet, wo er vornehmlich mit Personalangelegenheiten der ordentlichen Gerichtsbarkeit und der Staatsanwaltschaften befasst war.
Stationen und Zuständigkeiten
Das Tätigkeitsprofil von Dr. Quantius zeigt einen Wechsel zwischen richterlicher Praxis und administrativen Funktionen. 2011 wurde er zum Richter am Oberlandesgericht Düsseldorf ernannt; von 2013 bis 2015 war er in der Rechtsprechung am OLG tätig. Anschließend kehrte er erneut in das Ministerium der Justiz zurück und übernahm als Referatsleiter Aufgaben in der Abteilung Z (Personal und Recht).
- Beginn der richterlichen Laufbahn: 2003 am Landgericht Essen
- Abordnungen an das Justizministerium: Schwerpunkt Personalangelegenheiten
- Ernennung zum Richter am OLG Düsseldorf: 2011
- Referatsleiter im Ministerium: Abteilung Z (Personal und Recht)
- 2019: Beförderung zum Vizepräsidenten des Landgerichts Wuppertal
Vor seiner Ernennung zum Vizepräsidenten des OLG war Dr. Quantius Vorsitzender einer kleinen Strafkammer und als Vizepräsident des Landgerichts Wuppertal tätig. Am Oberlandesgericht Düsseldorf wird er neben seinen Verwaltungsaufgaben den Vorsitz des 11. Zivilsenats übernehmen. Außerdem engagiert er sich als Vorsitzender einer Prüfungskommission im zweiten Staatsexamen.
| Jahr | Funktion / Station |
|---|---|
| 2003 | Beginn der richterlichen Laufbahn, Landgericht Essen |
| 2009–2013 | Abordnung ans Ministerium der Justiz NRW (Personalangelegenheiten) |
| 2011 | Ernennung zum Richter am OLG Düsseldorf |
| 2013–2015 | Rechtsprechende Tätigkeit am OLG Düsseldorf |
| 2019 | Vizepräsident des Landgerichts Wuppertal |
| 01.09.2026 | Vizepräsident des Oberlandesgerichts Düsseldorf |
Bedeutung für die Düsseldorfer Justiz
Die Besetzung der Vizepräsidentschaft ist für den Gerichtsbetrieb von hoher Relevanz. Als Vizepräsident wird Dr. Quantius nicht nur Verwaltungsaufgaben übernehmen, sondern auch den Vorsitz eines Zivilsenats führen. Das betrifft die Organisation von Verfahrensabläufen und die fachliche Leitung in zivilrechtlichen Entscheidungskomplexen.
Seine frühere Tätigkeit im Ministerium mit dem Schwerpunkt Personalangelegenheiten deutet darauf hin, dass personelle und organisatorische Fragestellungen weiterhin einen Schwerpunkt seiner Amtsführung bilden dürften. Gleichwohl bleibt Dr. Quantius dem Prüfungswesen verbunden: Als Vorsitzender einer Prüfungskommission im zweiten Staatsexamen ist er unmittelbar an der Qualifizierung des juristischen Nachwuchses beteiligt.
Privat ist Dr. Quantius verheiratet und Vater von drei Kindern. Seine Ernennung markiert einen weiteren Schritt in einer Laufbahn, die zwischen richterlicher Praxis und administrativer Verantwortung innerhalb der nordrhein-westfälischen Justiz verläuft.
Mit der Neubesetzung in Düsseldorf und der gleichzeitigen Versetzung von Klaus G. Müller nach Duisburg ergeben sich innerhalb der regionalen Gerichtslandschaft personelle Verschiebungen, deren Folgen für Instanzenwege und Ressortverantwortlichkeiten sich in den kommenden Monaten zeigen werden.