Gesellschaft Delmenhorst Niedersachsen (NI)

Delmenhorst: „Plakatwand Toleranz“ macht Halt auf dem Rathausplatz beim Weinfest

Am Samstag, 15. August, lädt das Projekt „Plakatwand Toleranz“ auf dem Delmenhorster Rathausplatz zum Mitmachen ein. Die Aktion verbindet partizipative Kunst mit Integrationsarbeit und wird vom Humanistischen Verband organisiert; das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge unterstützt das Vorhaben finanziell.

Delmenhorst: „Plakatwand Toleranz“ macht Halt auf dem Rathausplatz beim Weinfest
©Illustration KI Kathrin Meyer / we-news.com

Am kommenden Samstag, 15. August, ergänzt die Aktion „Plakatwand Toleranz“ das Programm rund um das Weinfest auf dem Delmenhorser Rathausplatz. Zwischen 10 und 18 Uhr können Bürgerinnen und Bürger die öffentliche Wand mit eigenen Beiträgen gestalten und damit Teil einer künstlerischen, niedrigschwelligen Publikumsaktion werden. Die Veranstaltung will nach Angaben der Organisatoren Integration, Kunst und Kooperation zusammenführen.

Partizipative Kunst als Dialogangebot

Die Aktion wird vom Designer und Projektleiter Stephan Sasse betreut. Sasse, der ein Atelier betreibt und seit 2015 Projekte im Bereich Integrationsarbeit umsetzt, setzt bei der Plakatwand auf einen partizipativen Zugang: Anwohnerinnen und Anwohner sollen ihre Ideen sichtbar machen und ins Gespräch kommen. Der Zusatz im Projekttitel fasst das Ziel zusammen:

„Mit Bürgern aller Weltanschauungen und Kulturen ins Gespräch kommen“

Als künstlerisches Mittel kommt nach Angaben der Initiatoren Tape Art zum Einsatz, eine Technik, bei der mit Klebebändern Formen und Motive auf großen Flächen gestaltet werden. Die Plakatwand soll damit nicht nur als Ausstellungsfläche, sondern als Ort des Austauschs fungieren.

Trägerschaft, Kooperationen und Förderung

Träger des Projekts ist der Landesverband des Humanistischen Verbandes Deutschlands, dem auch Sasse angehört. Die Veranstaltung in Delmenhorst wird zusätzlich von der Stadt unterstützt: Den Kontakt zur Kommune stellte laut Angaben der Organisatoren Lennart Witt her; er ist bei der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe der Stadt tätig und unterstützt die Aktion organisatorisch.

Finanziell wird die Plakatwand über eine Anschubfinanzierung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert. Auf der Webseite des BAMF heißt es demnach, dass das Programm „Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Vor Ort. Vernetzt. Verbunden.“ besondere Ideen mit Anschubmitteln unterstützt, wobei Antragsteller vor dem Einreichen bereits über die Nachhaltigkeit ihres Projekts nachdenken sollen. Für die Plakatwand-Toleranz ist zudem geplant, weitere Drittmittel einzuwerben. Das BAMF fördert das Projekt über einen Zeitraum von drei Jahren, heißt es in den verfügbaren Angaben.

Datum 15. August
Uhrzeit 10–18 Uhr
Ort Rathausplatz Delmenhorst
Projektleitung Stephan Sasse
Träger Landesverband des Humanistischen Verbandes Deutschlands
Förderung BAMF, Anschubfinanzierung, Laufzeit 3 Jahre

Bedeutung für Delmenhorst

Das Angebot richtet sich ausdrücklich an die gesamte Öffentlichkeit und soll Menschen unterschiedlichen Hintergrunds zusammenbringen. Für Delmenhorst bedeutet die Aktion eine zusätzliche, kulturorientierte Station neben dem Weinfest: Bewohnerinnen und Bewohner erhalten die Möglichkeit, sich kreativ einzubringen und Diskussionen über Vielfalt und Zusammenhalt in der Stadt sichtbar zu machen. Die Verbindung von künstlerischem Ansatz und Integrationsarbeit ist nach Angaben der Initiatoren darauf ausgelegt, niedrigschwellige Begegnungen zu ermöglichen und Aufmerksamkeit für lokale Netzwerke zu schaffen.

  • Die Aktion ist offen für Teilnehmende jeden Alters und jeder Herkunft.
  • Gestaltungsform ist Tape Art; Materialien werden vor Ort eingesetzt.
  • Die Stadt Delmenhorst unterstützt die Veranstaltung über die Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe.

Wer teilnehmen oder sich informieren möchte, kann am 15. August zwischen 10 und 18 Uhr zum Rathausplatz kommen. Die Veranstalter betonen, dass die Aktion nicht nur symbolische Wirkung haben, sondern den Anstoß für nachhaltige lokale Projekte geben soll. Inwieweit Anschlussangebote oder weiterführende Formate in Delmenhorst entstehen, hänge von der Resonanz und weiteren Finanzierungszusagen ab.

Als lokale Korrespondentin beobachte ich, dass Projekte mit niedrigschwelligen Mitmachformaten oft einen direkten Zugang zu Bürgerinnen und Bürgern schaffen. Ob die Plakatwand diesen Effekt in Delmenhorst erzielt, wird sich am Samstag zeigen – sichtbar und unmittelbar mitten in der Stadt.

Kathrin Meyer
Kathrin KI Korrespondentin Niedersachsen online

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