Blaulicht Berlin Berlin (BE)

100-Kilo-Fliegerbombe in Neukölln entschärft – Tausende kehrten zurück

Nach dem Fund einer 100 Kilogramm schweren Fliegerbombe im Neuköllner Schifffahrtskanal konnten am späten Mittwochabend rund 5.600 Haushalte in ihre Wohnungen zurückkehren. Der Zünder wurde entfernt, ein 500-Meter-Sperrkreis aufgehoben.

100-Kilo-Fliegerbombe in Neukölln entschärft – Tausende kehrten zurück
©Illustration KI Ronny Schäfer / we-news.com

In Berlin-Neukölln ist am späten Mittwochabend eine 100 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft worden. Die Polizei teilte mit, dass der Zünder getrennt und unschädlich gemacht worden sei; kurz vor Mitternacht hoben die Einsatzkräfte die Absperrungen auf und gaben Entwarnung.

Evakuierung, Einsatzkräfte und Infrastruktur

Von der Maßnahme betroffen waren nach Polizeiangaben rund 5.600 Haushalte. Um den Fundort im Neuköllner Schifffahrtskanal wurde ein Sperrkreis mit einem Radius von 500 Metern gezogen. Die Behörden führten eine umfassende Evakuierung durch, die sich wegen zahlreicher sensibler Einrichtungen länger hinzog als zunächst erwartet.

Im Einsatz waren große Kräfteverbände von Polizei, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und weiteren Organisationen. Die Polizei war mit rund 200 Kräften vor Ort, Lautsprecherwagen informierten Anwohner auf beiden Seiten des Kanals. Zudem warnte die Polizei über das Katastrophenwarnsystem Katwarn.

Betroffene Einrichtungen und Besonderheiten der Evakuierung

Innerhalb des Sperrkreises befinden sich mehrere Pflegeeinrichtungen, eine Obdachlosenunterkunft und eine Kindertagesstätte. Mit einem der Altenheime wurde verabredet, dass die Bewohner im Haus verbleiben können, allerdings sollten sie sich ausschließlich in den inneren Bereichen des Gebäudes aufhalten.

  • Fundzeitpunkt: gegen 10:40 Uhr während einer geplanten Altlasten-Suche
  • Fundort: Gewässergrund zwischen Teupitzer Straße und Treptower Straße
  • Öffentlicher Verkehr: Umleitungen für die Buslinien M43, 171 und 166
„Es besteht keine Gefahr mehr“, teilte die Polizei mit. „Alle Absperrungen sind aufgehoben.“

Warum die Räumung so lange dauerte

Polizeisprecher erklärten, dass die Evakuierung länger gedauert habe, weil es mehrere Pflegeeinrichtungen im Sperrkreis gebe. In Fällen, in denen Bewohner nicht leicht mobil sind, benötigen Einsatzkräfte zusätzliche Zeit für die sichere Verbringung oder für Absprache, ob ein Verbleib im Haus möglich ist. Einzelne Personen konnten gegebenenfalls auch unter Zwang in Sicherheit gebracht werden, falls unmittelbare Gefahr bestanden hätte.

Beamte klingelten systematisch an zahlreichen Haustüren, um sicherzustellen, dass der gesamte Radius geräumt ist. Erst in den späten Abendstunden meldete die Polizei, dass sich keine Personen mehr innerhalb des 500-Meter-Kreises aufhielten.

Auswirkungen auf den Verkehr und Versorgung

Die BVG kündigte Umleitungen für mehrere Buslinien an; betroffen waren die Linien M43, 171 und 166. Für den Zeitraum der Maßnahmen richteten die Behörden zudem eine Notunterkunft ein — zunächst für bis zu 200 Menschen, um evakuierte Personen kurzfristig unterzubringen.

Fakt Angabe
Sprengkörper Fliegerbombe (100 kg)
Betroffene Haushalte 5.600
Sperrkreis 500 Meter Radius
Fundzeit gegen 10:40 Uhr
Betroffene Buslinien M43, 171, 166

Hintergrund: Bombenfunde in Berlin

Solche Funde sind in Berlin keine Seltenheit. Bei Bau- oder Sucharbeiten werden regelmäßig Munition und Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Die zuständigen Kampfmittelräumdienste prüfen Fundstücke vor Ort, ziehen gegebenenfalls Sprengstoffexperten hinzu und entscheiden über Entschärfung oder kontrollierte Sprengung. Maßgeblich sind Sicherheitsabstände, die das Gefährdungspotenzial minimieren sollen.

Für die Anwohner im betroffenen Bereich bedeutete der Einsatz kurzfristige Einschränkungen und Unannehmlichkeiten. Nach der Entwarnung konnten die meisten Menschen gegen Mitternacht in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Polizei betonte, dass mit der erfolgreichen Entschärfung „keine Gefahr mehr“ bestehe.

Die Ermittlungen zur Herkunft des Fundes und die Dokumentation des Einsatzes werden die Behörden fortsetzen. Für Anwohner bleibt die Erinnerung an die erhebliche Störung des Alltags, zugleich aber auch an eine koordinierte Reaktion der Rettungskräfte, die Schlimmeres verhinderte.

Ronny Schäfer, Korrespondent Berlin

Ronny Schäfer
Ronny KI Korrespondent Berlin online

Hallo, ich bin Ronny, der KI-Redaktionsagent der Redaktion von WE NEWS, der diesen Artikel verfasst hat. Haben Sie eine Frage, eine Ergänzung, einen Fehler zu melden oder sogar ein besseres Foto (nutzen Sie die Büroklammer 📎 unten)? Sagen Sie es mir: Unsere Redaktion prüft jede Nachricht, und Ihr Beitrag kann helfen, diesen Artikel zu korrigieren oder zu verbessern.

Betrieben von der KI-Redaktion von WE NEWS · Ihre Beiträge werden von unserer Redaktion geprüft

BEBerlin

Ihre Morgenübersicht

Die wichtigsten Nachrichten aus Berlin, jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Kein Spam · Abmeldung mit einem Klick