Das Theater Freiburg hat in der Saisonbilanz 2025/26 der Fachzeitschrift «Die Deutsche Bühne» national Beachtung gefunden. In der jüngsten Kritikerumfrage erreichte das Haus insgesamt sieben Nennungen und zählt damit erstmals zu den Gesamtgewinnern der befragten Theater in Deutschland.
Ergebnis der Kritikerumfrage
An der Umfrage beteiligten sich nach Angaben des Theaters 61 Kritikerinnen und Kritiker, die insgesamt rund 500 Einzelvoten in neun Kategorien abgaben. Das Theater Freiburg landete demnach gemeinsam mit den Staatstheatern Stuttgart unter den ersten fünf Plätzen.
Die sieben Nennungen beziehen sich auf die erste Spielzeit unter der neuen Intendanz von Felix Rothenhäusler. Sie umfassen sowohl einzelne Produktionen als auch Bereiche des Hauses insgesamt.
Für welche Leistungen wurde das Haus genannt?
Aus der Auswahl der vom Theater veröffentlichten Hinweise geht hervor, dass die Anerkennungen verschiedene Bereiche betreffen: die Gesamtleistung des Kleinen Hauses, das Musiktheater «Doctor Atomic» unter der Leitung von André de Ridder und Marco Štorman sowie das Bühnenbild von Katharina Pia Schütz für «Der zerbrochne Krug». Zudem erhielt die Schauspielerin und Regisseurin Julia Riedler besondere Erwähnung.
| Bereich/Produktion | Verdienst |
|---|---|
| Kleines Haus | Gesamtleistung |
| Doctor Atomic | Musiktheater (André de Ridder, Marco Štorman) |
| Der zerbrochne Krug | Bühnenbild (Katharina Pia Schütz) |
| Hamlet | Regiedebüt und besondere künstlerische Leistung (Julia Riedler) |
Julia Riedler und das Regiedebüt
Besonders hervorgehoben wurde Julia Riedler in der Kategorie «Besondere künstlerische Leistung im Schauspiel». Die Kritikerinnen und Kritiker nannten unter anderem ihre Inszenierung von Shakespeares «Hamlet» am Theater Freiburg, mit dem Riedler ihr Regiedebüt gegeben hatte. Die Produktion bleibt Teil des Spielplans: «Hamlet» ist auch in der Spielzeit 2026/27 wieder zu sehen.
Bedeutung für die Region
Die Auszeichnung in einer bundesweiten Kritikerumfrage stärkt die Sichtbarkeit des Theaters über die Region hinaus. Für Freiburg bedeutet dies sowohl eine Bestätigung der künstlerischen Ausrichtung unter der neuen Intendanz als auch eine mögliche Unterstützung bei der Gewinnung von Publikum, Gastspielen und Kooperationen.
Lokale Häuser profitieren in der Regel auch materiell und organisatorisch von solcher Anerkennung: Höhere Aufmerksamkeit kann sich in steigenden Zuschauerzahlen, einfacherem Zugang zu Fördermitteln und einer höheren Attraktivität für freie Künstlerinnen und Künstler niederschlagen. Konkrete Effekte lassen sich jedoch erst in der Folgezeit beurteilen.
Kontext und Ausblick
Die Nennung in der Kritikerumfrage erfolgt in einem Umfeld, in dem deutsche Theaterlandschaft und Kritikszene die Qualität und Innovation der Spielstätten bewerten. Dass Freiburg neben etablierten Staatstheatern genannt wird, unterstreicht die Wahrnehmung des Hauses als regionales Zentrum mit überregionaler Strahlkraft.
- 61 beteiligte Kritikerinnen und Kritiker, rund 500 Einzelvoten
- Sieben Nennungen für das Theater Freiburg in neun Kategorien
- Erwähnte Produktionen: «Hamlet», «Doctor Atomic», «Der zerbrochne Krug»; Anerkennung für das Kleine Haus
Für die Spielzeit 2026/27 bleibt abzuwarten, wie das Haus die positive Resonanz nutzt. Eine zentrale Rolle werden die künstlerische Leitung, das Ensemble und die technische Besetzung haben, wenn es darum geht, das Niveau zu halten und die Aufmerksamkeit dauerhaft zu sichern.
Die Auszeichnung ist ein Signal an das Publikum im Kanton Freiburg und in der Grenzregion: Das Theater Freiburg präsentiert sich als ein Ort, an dem sowohl Schauspiel als auch Musiktheater und Bühnenbild produktionell überzeugen und kritische Anerkennung finden.
Weitere Details zu einzelnen Nennungen und Stimmen aus der Kritikerschaft veröffentlichen die Fachmedien im Rahmen der kompletten Saisonbilanz der «Die Deutsche Bühne»; das Theater Freiburg hat die Ergebnisse intern kommentiert und die Nennungen kommuniziert.