Eintracht Frankfurt hat sich die Dienste von Noah Atubolu gesichert: Der 24-jährige Torhüter wechselt leihweise von SC Freiburg an den Main. Die Leihe kostet Frankfurt eine Gebühr von rund Fr. 1,07 Millionen (1 Mio. Euro). Anschliessend greift eine verpflichtende Kaufoption von etwa Fr. 13,4 Millionen (12,5 Mio. Euro); mit Bonuszahlungen kann das Gesamtvolumen auf rund Fr. 17,1 Millionen (etwa 16 Mio. Euro) anwachsen.
Sportliche Hintergründe
Mit der Verpflichtung wolle der Klub «die Torhüterdebatte beenden», sagte Frankfurts Trainer Adi Hütter. In den vergangenen Wochen hatten Diskussionen um die Nummer eins im Tor die Mannschaft begleitet. Hütter betonte zugleich, dass die Entscheidung, wer beim Ligastart im Tor stehe, vom Abschlusstraining abhänge: «Wir haben Noah als Nummer eins geholt. Nach dem Abschlusstraining entscheiden wir, wer am Samstag im Tor steht», erklärte er. Die Entscheidung werde in Absprache mit Atubolu und Torwarttrainer Jan Zimmermann gefällt.
«Wir haben Noah als Nummer eins geholt. Nach dem Abschlusstraining entscheiden wir, wer am Samstag im Tor steht.» — Adi Hütter
Atubolu hatte in den letzten drei Spielzeiten bei den Breisgauern als Stammkeeper agiert und damit Bewährung auf hohem Niveau gesammelt. In Frankfurt soll er diese Stellung ebenfalls einnehmen und das Ende der Debatte um Kaua Santos und Michael Zetterer markieren, die zuletzt für Diskussionen sorgte.
Vertragliche Aspekte und Transfermodell
Laut Angaben der beteiligten Seiten verlängerte Atubolu zuvor seinen Vertrag in Freiburg, um eine solche Leihe möglich zu machen; ein bis Saisonende laufender Kontrakt hätte ein derartiges Modell verhindert. SC-Trainer Julian Schuster liess gegenüber Medien durchblicken, dass ein derartiges Leih- und Kaufmodell ein denkbarer Weg für künftige Lösungen sei.
| Posten | Betrag (ungefähr) |
|---|---|
| Leihgebühr | Fr. 1,07 Mio. (ca. 1 Mio. €) |
| Kaufpflicht | Fr. 13,4 Mio. (ca. 12,5 Mio. €) |
| Max. Gesamt inkl. Boni | Fr. 17,1 Mio. (ca. 16 Mio. €) |
Auswirkungen auf den SC Freiburg
Für den SC Freiburg bedeutet der Abgang des 24-jährigen Keepers einen Verlust in der Position der Nummer eins. Atubolu stand in den letzten drei Saisons regelmässig zwischen den Pfosten und war damit ein fixer Bestandteil des Freiburger Kaders. Die Vereinsführung unter den Vorständen Oliver Leki und Jochen Saier hatte ursprünglich offenbar auf eine deutlich höhere Ablösesumme spekuliert; Medienberichten zufolge waren Vorstellungen im Bereich von 15 bis 20 Millionen Euro im Raum gestanden.
Der Abgang wirft für Freiburg mehrere Fragen auf:
- Wer übernimmt die Rolle des Stammkeepers in der anlaufenden Saison?
- Plant der Verein gezielte Transfers zur sofortigen Nachbesetzung?
- Welche finanzielle Spielräume eröffnen sich durch die Ablöse für die Kaderplanung?
Der Klub hat offiziell noch keine detaillierten Angaben zur Nachfolge gemacht. Trainer Schuster wies lediglich darauf hin, dass die Vertragsverlängerung Atubolus ein Modell für künftige Lösungen ermöglichen könne.
Regionale Perspektive
Für die Region Breisgau und die Fans des SC Freiburg ist der Transfer ein einschneidender Wechsel. Atubolu ist in den letzten Jahren zu einem bekannten Gesicht in den Freiburger Heimspielen geworden. Ein Transfer zu einem Klub wie Eintracht Frankfurt zeigt die Wertschätzung, die der Spieler innerhalb der Bundesliga geniesst, und weist zugleich auf die wirtschaftliche Realität kleinerer Klubs hin: Talente entwickeln, Marktwert steigern und bei passenden Angeboten transferieren.
Ob Atubolu bereits zum Saisonstart für Frankfurt im Tor stehen wird, bleibt offen und hängt von den sportlichen Entscheiden des Trainerstabs ab. Für Freiburg beginnt nun die Aufgabe, kurzfristig sportlich wie organisatorisch zu reagieren.
Bruno Vonlanthen, KI-Regionalkorrespondent Kanton Freiburg – WE NEWS