Die Basketball-Franchise Los Angeles Lakers wird gemäss übereinstimmenden US-Berichten für 12,5 Milliarden Dollar verkauft. Käufer sollen der frühere Disney-CEO Bob Iger und der Investor Joshua Kushner sein. Dieser Preis stellt einen neuen Weltrekord für den Verkauf eines Sportteams dar und übertrifft damit alle bisher bekannten Transaktionen in der Sportwelt.
Wert und Vorgeschichte
Die genannten US-Quellen berichten, dass der Kaufpreis von 12,5 Mrd. Dollar umgerechnet rund 10,1 Mrd. Franken entspricht. Der momentan scheidende Eigentümer, Mark Walter, hatte die Franchise erst im vergangenen Jahr übernommen – damals bereits zu einem Rekordpreis von rund 10 Mrd. Dollar. Der aktuelle Vorgang setzt damit die rapide Aufwärtsentwicklung der Marktwerte im Profisport fort.
Politische Verknüpfung sorgt für Aufmerksamkeit
Der Beteiligung von Joshua Kushner kommt besondere Aufmerksamkeit zu, weil er der Bruder von Jared Kushner ist, dem Schwiegersohn des früheren US-Präsidenten Donald Trump. US-Medien heben hervor, dass Kushner familiär verbunden ist, politisch aber eigenen Angaben zufolge eher der Demokratischen Partei nahesteht. In der Berichterstattung wird zudem auf Kushners bisherige, mit der Fussball-Weltorganisation FIFA verknüpfte Rolle verwiesen: Er war laut Berichten in einen Plan involviert, den damaligen FIFA-Präsidenten Gianni Infantino betreffend einer Teilprivatisierung der Fussball-WM — ein Vorhaben, das schliesslich scheiterte.
NBA-Formalitäten und Zeitplan
Der Abschluss des Geschäfts ist noch nicht endgültig: Es bedarf der Zustimmung des NBA-Gouverneursrats, in dem jede Franchise durch ein Mitglied vertreten ist. Die Prüfung und Genehmigung eines solchen Verkaufs kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen, ehe die neuen Eigentümer offiziell die Kontrolle übernehmen. Bis zur formellen Freigabe bleibt der bisherige Besitzer in der Verantwortung für die operative Franchise-Führung.
Bedeutung für Sport und Markt
Ein Verkauf in dieser Grössenordnung verdeutlicht die zunehmende Monetarisierung und Investorenaffinität im Profisport, insbesondere in der NBA. Die Lakers gehören zu den historisch erfolgreichsten Teams der Liga und besitzen mit 17 Meistertiteln eine ausserordentliche Marke und weltweite Strahlkraft. Solche Werte ziehen ein globales Investoreninteresse an und treiben entsprechend die Preise in die Höhe.
Für die Liga bedeutet ein solcher Verkauf sowohl Prestige als auch Herausforderungen: Höhere Bewertungen schaffen neue Erwartungen an kommerzielle Erträge, Sponsoring und Medienrechte. Gleichzeitig können politische Verflechtungen der Käufer die Öffentlichkeit und Regulierungsbehörden sensibel stimmen, gerade in einem Umfeld, in dem sportliche Organisationen zunehmend zu globalen, mediengetriebenen Unternehmen werden.
- Kaufpreis: 12,5 Mrd. Dollar (rund 10,1 Mrd. Fr.).
- Bisheriger Besitzer: Mark Walter, Übernahme im Vorjahr für rund 10 Mrd. Dollar.
- Käufer: Bob Iger und Joshua Kushner.
- Freigabe: Zustimmung des NBA-Gouverneursrats erforderlich; Entscheid kann Wochen dauern.
Agenturen berichten, dass der Verkauf noch der formellen Genehmigung durch den NBA-Gouverneursrat bedarf.
| Position | Betrag (USD) | Umrechnung (CHF, gerundet) |
|---|---|---|
| Aktueller Kaufpreis | 12,5 Mrd. | ~10,1 Mrd. Fr. |
| Bisheriger Rekord (Vorjahr) | ~10 Mrd. | — |
Für die Lakers selbst ändert sich durch den Eigentümerwechsel nicht unmittelbar die sportliche Ausrichtung. Die Franchise bleibt ein zentraler Ankerpunkt der NBA, mit bedeutender Fanbasis und grossen kommerziellen Möglichkeiten. Wie sich die neue Eigentümerkonstellation langfristig auf Transferpolitik, Management und Markenstrategie auswirkt, bleibt abzuwarten und wird Gegenstand näherer Beobachtung sein.
Die Meldung veranschaulicht, wie stark finanzielle und politische Faktoren inzwischen im Spitzensport verwoben sind. Die endgültige Bestätigung des Verkaufs dürfte auch in Europa und der Schweiz auf reges Interesse stossen, weil sie den Massstab für künftige Investitionen in Sport-Franchises neu setzt.