Der Lausanne Hockey Club erwägt, seine Sturmreihe noch während dieser Saison zu verstärken. Im Fokus stehen die beiden jungen Angreifer Manix Landry und Miles Müller vom HC Ambri-Piotta, deren Wechsel an den Genfersee bislang erst für die Spielzeit 2027/28 vorgesehen war.
Situation und Hindernisse
Gemäss Berichten von sport.ch und 24 heures würde Lausanne die beiden Spieler gerne früher anstellen, sie stehen jedoch aktuell noch beim HCAP unter Vertrag. Ambri-Sportchef Lars Weibel ist laut diesen Quellen derzeit nicht bereit, einen Tausch auszuhandeln, der einen vorzeitigen Abgang ermöglichen würde. Damit sind direkte Spieler-Tauschgeschäfte zwischen den Clubs momentan kein gangbarer Weg.
Mögliche Optionen für Lausanne
Die Waadtländer haben mehrere Alternativen, sollte Ambri an seiner Haltung festhalten:
- Suche nach einem anderen Klub als Verhandlungspartner für einen Transferdeal.
- Verstärkung des Angriffs über einen ausländischen Stürmer, falls ein Tausch nicht zustande kommt.
- Interne Umstrukturierung: Verwendung von vorhandenen Ressourcen – insbesondere der grossen Zahl an Verteidigern im Kader – um taktische Anpassungen vorzunehmen.
Lausanne verfügt laut den Berichten über ein «grosses Angebot an Verteidigern». Dies könnte den Klub in die Lage versetzen, einen Verteidiger als Transferwährung einzusetzen oder die Personalplanung flexibel zu gestalten, ohne unmittelbar auf einen vorzeitigen Transfer der Ambri-Spieler angewiesen zu sein.
Auswirkungen für Lausanne und Ambri
Ein vorzeitiger Zuzug von Landry oder Müller würde Lausanne zusätzliche Optionen in der Offensive bieten und könnte Einfluss auf die Aufstellung und die taktische Ausrichtung in den verbleibenden Saisonpartien haben. Für Ambri-Piotta bedeutet ein Verzicht auf einen sofortigen Transfer, dass man seine Perspektivspieler länger im Kader behält, was sportlich für den HCAP von Vorteil sein kann. Andererseits verzichtet Ambri damit möglicherweise auf kurzfristige Transfererlöse oder auf die Gelegenheit, durch einen Tausch bestehende Kaderlücken zu schliessen.
Die aktuelle Lage lässt Raum für Verhandlungen von Dritten: Lausanne muss alternative Wege prüfen, falls Ambri an seiner Position festhält.
| Spieler | Aktueller Klub | Vorgesehener Wechsel |
|---|---|---|
| Manix Landry | HC Ambri-Piotta | Lausanne HC (ab 2027/28, Ziel: evtl. früher) |
| Miles Müller | HC Ambri-Piotta | Lausanne HC (ab 2027/28, Ziel: evtl. früher) |
Die Quellen nennen keine finanziellen Details oder definitive Zusagen. Es bleibt offen, ob Lausanne über alternative Angebote verfügt, die Ambri zum Umdenken bewegen könnten. Ebenso ist unklar, ob Ambri einer Lösung mit einem anderen Tauschpartner eher zustimmen würde.
Was Lausanner Fans erwarten können
Für Anhänger des Lausanne HC bedeutet diese Entwicklung vor allem eins: Beobachten. Die Klubführung scheint aktiv nach Wegen zu suchen, die Offensive zu verstärken. Ob dies über eine vorgezogene Verpflichtung von Landry oder Müller gelingt, über einen Transfer mit einem anderen Klub oder mit einem ausländischen Stürmer, hängt wesentlich von den Verhandlungen und von der Bereitschaft Ambri-Piottas ab, Kompromisse einzugehen.
WE NEWS bleibt dran und berichtet, sollten die Clubs konkrete Gespräche bestätigen oder ein Transfer zustande kommen. Bis dahin bleiben die Wechselabsichten ein Thema für die Transfermarkt-Zeitungsausgaben und das Umfeld rund um die National League.