Ein Grossbrand in einer Recyclinganlage in Ecublens (VD) hat am Wochenende den Grossraum Lausanne in Atem gehalten. Die Flammen, die in der Nacht auf Samstag ausgebrochen sind, sorgten für eine grosse Rauchentwicklung und veranlassten Behörden dazu, Gesundheits- und Verhaltenshinweise zu publizieren. Als direkte Folge wurde der für Samstag geplante Lausanne-Triathlon abgesagt.
Feuer brach am Freitagabend aus
Nach Angaben der Kantonspolizei begann das Feuer am Freitagabend gegen 19 Uhr. Ausgehend wohl von einer Lithium-Batterie in einem Autowrack gerieten mehrere Altautos und anschliessend nahegelegene Abfall- und Materialbestände in Brand. Betroffen waren unter anderem entgiftete Fahrzeuge, Metall- und Kunststoffmaterialien sowie Schaumstoffe.
Löscharbeiten und Lage am Samstag
Die Löscharbeiten dauerten auch am Samstagmorgen an. Die Einsatzkräfte gaben an einer Medienkonferenz am Samstag gegen Mittag bekannt, das Feuer sei inzwischen «unter Kontrolle», doch werde es mehrere Stunden dauern, bis alle Brandherde gelöscht seien. Wegen der Rauchentwicklung blieb die Fahrbahn der Autobahn in Richtung Genf bei Ecublens zeitweise gesperrt.
| Zeit | Ereignis |
|---|---|
| Freitag, ca. 19:00 | Ausbruch des Brandes; vermutlich begonnen an einem Autowrack |
| Freitag Nacht – Samstag | Starke Rauchausbreitung; grosse Feuerwehr-Einsätze |
| Samstag, Vormittag | Autobahn bei Ecublens zeitweise gesperrt |
| Samstag, Mittag | Behörden: Brand «unter Kontrolle», Löscharbeiten dauern an; Triathlon abgesagt |
Gesundheitsempfehlungen und Verhaltensregeln
Die Behörden nutzten die nationale Alarmierungsplattform Alertswiss, um die Bevölkerung zu informieren. Sie forderten direkt Betroffene auf, möglichst in Gebäuden zu bleiben sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten. Für Personen im Freien empfahlen die Behörden das Tragen einer FFP2-Maske. Ebenfalls wurde geraten, körperliche Anstrengungen und Sport im Freien zu vermeiden, da die Luftbelastung gesundheitliche Risiken bergen kann.
«Angesichts der geltenden Gesundheitsempfehlungen und der Notwendigkeit, körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden sowie die Rettu
Der Veranstalter des Lausanne-Triathlons begründete die Absage mit dem Vorrang von Gesundheit und Sicherheit der Teilnehmenden sowie der Abstimmung mit den zuständigen Behörden.
- In Gebäuden bleiben; Fenster und Türen schliessen
- Im Freien eine FFP2-Maske tragen
- Körperliche Anstrengungen im Freien unterlassen
- Verkehrsmeldungen beachten; Sperrungen respektieren
Auswirkungen auf Verkehr und Veranstaltungen
Der Brand verursachte Verkehrsbehinderungen: Die Autobahn in Richtung Genf war bei Ecublens längere Zeit gesperrt, was zu Stau und Umleitungen im regionalen Verkehr führte. Die Absage des Triathlons trifft Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Volontäre sowie Zuschauende. Sicherheitsbehörden und Organisatoren betonten, dass die Entscheidung in Absprache getroffen worden sei.
Was jetzt zu erwarten ist
Die Feuerwehr wird voraussichtlich noch mehrere Stunden oder länger vor Ort bleiben, um Nachbrände zu verhindern und das Material abzukühlen. Behörden werden die Luftqualität überwachen und bei Bedarf weitere Hinweise herausgeben. Für die betroffenen Gemeinden bedeutet dies Beobachtung möglicher Gesundheitsfolgen und logistische Koordination mit den Rettungskräften.
Für Anwohnende und Pendelnde bleibt es wichtig, offizielle Warnmeldungen zu beachten und das eigene Verhalten entsprechend anzupassen. Die Ermittlungen zur genauen Brandursache dauern an; bislang wird ein defektes Batterieelement in einem Fahrzeug als möglicher Auslöser genannt.
Der Vorfall zeigt erneut die Gefährdungspotenziale bei der Lagerung und Verarbeitung von Altmaterialien, insbesondere wenn Lithium-Batterien beteiligt sind. Behörden und Einsatzkräfte im Kanton Waadt arbeiteten am Wochenende zusammen, um Risiken für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten.