Die Kadetten Schaffhausen haben am Samstagabend in der BBC Arena ein packendes Heimspiel gegen Wacker Thun mit 42:35 gewonnen. Die Gäste aus dem Berner Oberland hielten lange mit, doch Schaffhausen setzte sich dank starker Offensivleistung und einer wirkungsvollen Torhüter‑Einwechslung durch. Zur Pause führten die Kadetten mit 21:17.
Rasanter Start und temporeiches Duell
Die Partie begann furios: Zwei schnelle Gegenstosstore verschafften den Kadetten früh die Führung, die sie in der Folge ausbauten. Thun glich in der 10. Spielminute erstmals wieder aus, danach entwickelte sich ein enges, schnelles Spiel mit vielen Toren auf beiden Seiten.
Bei den Gästen sorgte Ante Gadza immer wieder für Gefahr im Abschluss. Auf Seiten der Kadetten stach vor allem Neuzugang Nikos Sarlos hervor: Mit spektakulären Treffern gewann er schnell Sympathien bei den Fans und trug wesentlich zur Offensivpower der Gastgeber bei.
Wechsel im Tor bringt Impuls
Ein Wendepunkt war die Einwechslung von Mathieu Seravalli in der 18. Minute. Der junge Torhüter parierte gleich drei Würfe und half damit, dass sich Schaffhausen erneut etwas absetzen konnte. Besonders schön herausgespielt war der Treffer zum 17:13, als Tilsted ein präzises Zuspiel von Peric verwertete und einen Vier-Tore‑Vorsprung herstellte.
- Spielort: BBC Arena, Schaffhausen
- Halbzeitstand: 21:17 für Kadetten
- Endresultat: 42:35
Der zweite Durchgang begann mit Vorteilen für Wacker Thun; die Gäste nutzten Fehler der Hausherren konsequent und verkürzten in der 38. Minute auf ein knappes Resultat. Kadetten‑Trainer Jonas Wille reagierte mit einem Timeout und nahm Umstellungen vor, die schnell Wirkung zeigten: Innerhalb weniger Minuten konnten die Kadetten den Abstand wieder auf vier Tore ausbauen.
«Ich möchte den Spielern ein grosses Kompliment aussprechen. Wir hatten nicht viel Vorbereitungsmaterial und Wacker Thun hat gegenüber dem ersten Spiel einiges umgestellt. Wie die Jungs auf diese Umstellung reagiert haben, verdient grössten Respekt», so Wille nach
Individuelle Leistungen und Teamwirkung
Die Partie bot sowohl individuelle Highlights als auch kollektive Durchschlagskraft. Sarlos' Treffer und Seravallis Paraden setzten Akzente, während Spieler wie Tilsted und Peric in entscheidenden Momenten die Kombinationen vollendeten. Bei Thun sorgte Gadza konstant für Tore, doch die Gäste fanden zu selten eine Antwort auf die variantenreiche Offensive der Kadetten.
Das Resultat von 42:35 unterstreicht den offenen Charakter des Spiels: Viele Treffer auf beiden Seiten und ein hoher Spielfluss prägten die Begegnung. Für die Kadetten ist es nach dem Auftaktsieg vom vergangenen Mittwoch bereits der zweite Sieg in Folge, was dem Team Rückenwind für die kommenden Aufgaben geben dürfte.
Ausblick und Bedeutung für die Saison
Der deutliche Sieg in einem offensiv geprägten Spiel bringt den Kadetten nicht nur zwei Punkte, sondern auch Selbstvertrauen. Vor allem die überzeugenden Auftritte der Neuzugänge könnten die Mannschaft längerfristig stärken. Für Wacker Thun zeigt das Spiel, dass die Offensive funktioniert, defensiv aber Stabilität fehlt, um gegen Topteams zu bestehen.
Für Zuschauer und Fans bot das Duell reichlich Unterhaltung: schnelle Angriffe, sehenswerte Abschlüsse und taktische Wechsel von beiden Trainern. Sportlich war es ein Aufeinandertreffen, das aufzeigt, wie wichtig die Torhüter‑Leistung und das Umschaltspiel in dieser Saison sein werden.
Die Kadetten spielen in den kommenden Wochen weitere Heim- und Auswärtspartien; die Verantwortlichen werden vor allem die Verteidigungsschritte und das Konterverhalten analysieren, um die positiven Aspekte aus dem Thun-Spiel zu konservieren.