Die U19 des SC Freiburg hat im ersten Heimspiel der DFB‑Nachwuchsliga im Möslestadion einen Last‑Minute‑Sieg gegen den SV Sandhausen gefeiert und damit die positive Startbilanz der jungen Freiburger Mannschaft bestätigt. Nach dem klaren Pokalerfolg bei Fortuna Köln (4:0) und dem Ligasieg in Augsburg (2:0) blieben die Breisgauer auch in ihrem dritten Pflichtspiel ungeschlagen.
Spielverlauf: Freiburger Kontrolle, Sandhausen ohne Rhythmus
Die Gastgeber übernahmen von Beginn weg die Kontrolle über das Spielgeschehen. Die Freiburger Defensive zeigte sich stabil: Die Sandhäuser, die bereits elf Gegentreffer aus ihren bisherigen zwei Saisonpartien hinnehmen mussten, fanden zu selten in die Offensive. Die Anfangsphase gehörte klar dem Sport‑Club, ohne dass sich daraus jedoch früh zwingende Abschlüsse in Tore ummünzen liessen.
Zu den frühen Szenen gehörte ein Eckball von Jakob Benz, auf den Darko Malisanovic per Kopf reagierte, der Ball aber am Tor vorbeiging (9.). Kurz darauf verpasste Djamal Faram mit einem Schuss aus 17 Metern nur knapp (10.). Diese Aktionen illustrierten die spielerische Überlegenheit der Freiburger, die sich Chancen erspielten, diese aber nicht konsequent genug zu Ende brachten.
Die Gäste blieben trotz ihrer prekären Defensive nie ganz ungefährlich. Ein Fehlpass von Kiril Savitskyi eröffnete Yusuf Kutun die Möglichkeit für einen Weitschuss, mit dem er den weit vor seinem Tor postierten Freiburger Keeper anvisierte, aber deutlich verzog (14.). Die bis dahin beste Gelegenheit für den Sport‑Club resultierte aus einem Vorstoss von Benz, der in den Strafraum eindrang und auf Malisanovic ablegte; dessen flacher Abschluss strich knapp am linken Pfosten vorbei ins Außennetz (21.).
Bei Temperaturen um 32 Grad gab es eine Trinkpause, die beiden Mannschaften eine kurze Atempause ermöglichte. Unmittelbar nach Wiederbeginn hatten die Sandhäuser ihre grösste Chance: Pius Förch schickte Diego Scheuß in die Tiefe, doch der Angreifer scheiterte am gut reagierenden Freiburger Torhüter, der mit dem linken Fuss parierte (29.).
«Das Spiel hat uns heute schon ein bisschen älter werden lassen», sagte Trainer Julian Wiedensohler mit einem Schmunzeln. «Es hat wahnsinnig viel Geduld erfordert. Wenn es lange 0:0 steht, wussten …»
Der Satz des Trainers, der im Original mit einem Lächeln begann, traf den Kern: Geduld war gefragt, weil die Chancenverwertung in der heissen Witterung nicht ideal war und die Partie lange ausgeglichen blieb. Auch wenn die Freiburger Feldanteile und Tempo diktierten, gelang es ihnen erst spät, den entscheidenden Treffer zu erzwingen.
Bedeutung für die Nachwuchsarbeit und Ausblick
Der knappe Heimgewinn ist mehr als nur drei Punkte. Für die Nachwuchsabteilung des SC Freiburg zählt vor allem die Bestätigung eines stabilen Spielsystems und die Fähigkeit, Spiele trotz grosser Hitze und engen Resultaten über die Zeit zu bringen. Die frühe Saisonphase ist für Talente und Trainerteam wichtig, um Selbstvertrauen zu tanken und taktische Automatismen zu festigen.
Sandhausen auf der anderen Seite steht weiterhin vor der Aufgabe, die Defensive zu stabilisieren: Nach dem Pokalaus bei Wehen Wiesbaden (0:5) und der 3:6‑Niederlage gegen die Stuttgarter Kickers weist die Nachwuchsmannschaft schon jetzt eine hohe Gegentorquote aus, die im Verlauf der Saison angegangen werden muss.
Für die Freiburger folgen nun die nächsten Herausforderungen in der Liga und in den Pflichtspielen. Die Mannschaft von Julian Wiedensohler wird bestrebt sein, die Form zu konservieren und die junge Kaderentwicklung weiter voranzutreiben.
- Wettbewerb: DFB‑Nachwuchsliga
- Ort: Möslestadion
- Wetter/Bedinungen: rund 32 Grad, Trinkpause
- Bilanz Freiburger Saisonstart: ungeschlagen (Pokal + Liga)
| Heim | Gast | Spieltag | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| SC Freiburg U19 | SV Sandhausen U19 | 2. Spieltag DFB‑Nachwuchsliga | Last‑Minute‑Sieg |
Die Partie zeigte einmal mehr, wie wichtig die Nachwuchsarbeit für den Klub ist. Geduld, spielerische Kontrolle und die Fähigkeit, auch enge Begegnungen zu entscheiden, sind für die Weiterentwicklung der Talente zentral. Der knappe, aber späte Erfolg dürfte Mannschaft und Umfeld gleichermaßen motivieren.
In der nächsten Runde heisst es für den SC Freiburg, die Kontinuität zu wahren und weiter an der Effizienz vor dem Tor zu arbeiten. Für Zuschauerinnen und Zuschauer im Breisgau bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft ihrer bisherigen Linie treu bleibt und die Heimspiele künftig wieder mit klareren Resultaten abschliesst.