Angelica Moser hat ihren Titel als Europameisterin im Stabhochsprung erfolgreich verteidigt und in Birmingham Gold gewonnen. Die 28-jährige Zürcherin aus Andelfingen zeigte über den gesamten Wettkampf eine ausserordentlich konstante Leistung und liess der Konkurrenz kaum Chancen.
Konstanz statt Glück: eine klare Ansage
Moser, die bereits 2024 in Rom triumphierte, präsentierte sich in Birmingham von Beginn weg überzeugend. Trotz einer zu Saisonbeginn erlittenen Fussverletzung sammelte sie vor dem EM-Wettkampf starke Resultate: ein Sieg in Paris, drei dritte Plätze in der Diamond League sowie die Bronzemedaille an der Hallen-WM in Torun (Pol.). Diese Serie setzte sie in Birmingham nahtlos fort und bestätigte damit ihren Anspruch als aktuell stärkste Stabhochspringerin Europas.
Reaktionen aus dem Umfeld
Nach dem Wettkampf wurde Moser von zahlreichen Schweizer Fans empfangen, unter ihnen ihre Eltern Monika und Severin Moser. Die Mutter brachte die Gefühle auf den Punkt:
«Ich freue mich unheimlich. Solch einen Wettkampf habe ich von ihr noch nie gesehen.»
Auch Moser selbst und ihr Trainer Adrian Rothenbühler zeigten sich beeindruckt. Die Athletin sprach von «einem der konstantesten Auftritte meiner ganzen Karriere». Der Coach kommentierte die Leistung knapp, aber treffend: «Sie hat es wirklich souverän heruntergespielt. Mir gefallen Wettkämpfe, in denen man merkt, wenn jemand absolute Sicherheit hat. Das war bei Angelica heute der Fall.»
Stimmung und Symbolik
Die Szene nach dem Wettkampf hatte etwas Versöhnliches: Moser feierte an einem Gruyère-Stand neben dem Stadion mit rund 150 mitgereisten Schweizer Fans, und sogar Polizisten suchten sie für Selfies auf. Die Bilder zeigen, wie stark der nationale Bezug ist, wenn eine heimische Spitzenathletin auf der internationalen Bühne brilliert.
Wie sich die Saison zusammensetzt
Die bisherige Saison Mosers zeichnet sich durch Kontinuität und international konkurrenzfähige Resultate aus, trotz des schwierigen Starts mit einer Fussverletzung. Eine Übersicht der wichtigsten Resultate:
| Saisonresultat | Wettkampf | Platz |
|---|---|---|
| Hallensaison | WM Torun (Pol.) | Bronze |
| Diamond League | mehrere Meetings | 1 Sieg, 3x 3. Rang |
| Leichtathletik-Meeting | Paris | 1. Rang |
| Europameisterschaft | Birmingham | Gold |
Konsequenzen und Ausblick
Der EM-Titel festigt Mosers Rolle als Aushängeschild des Schweizer Stabhochsprungs. Die dominante Vorstellung in Birmingham gibt ihr und dem Umfeld Rückenwind für die weitere Saisonplanung, insbesondere im Hinblick auf weitere Diamond-League-Einsätze und mögliche internationale Grossanlässe. Sportlich signalisiert der Auftritt, dass Moser derzeit eine Kombination aus Form, Stabilität und Wettkampfsicherheit besitzt, die sie zur Favoritin für kommende Titelkämpfe macht.
Für die Leichtathletik in der Schweiz ist der Erfolg zugleich ein Motivationsschub: Er zeigt, dass Athletinnen aus dem Land in technischen Disziplinen auf höchstem europäischem Niveau bestehen können. Die öffentliche und persönliche Resonanz – von Fans, Eltern und Betreuern – unterstreicht die nationale Bedeutung des Triumphs.
- Alter: 28 Jahre
- Heimat: Andelfingen, Kanton Zürich
- Trainer: Adrian Rothenbühler
- Besondere Geste: Feier am Gruyère-Stand mit Fans und Eltern
Der Goldgewinn in Birmingham ist nicht nur eine Einzelleistung, sondern auch ein Moment nationaler Identifikation – und ein Signal, dass Angelica Moser in dieser Saison ganz oben mitspielt.