Am Flughafen Zürich haben unaufsichtige Gepäckstücke im Jahr 2025 deutlich zugenommen. Laut dem Geschäftsbericht der Kantonspolizei wurden auf dem Flughafenareal 6621 verdächtige Gepäckstücke registriert — nach 4725 im Jahr davor. Die Behörden reagieren mit Durchsagen und einer Präventionskampagne, weil solche Fundstücke aufwendige polizeiliche Abklärungen auslösen können.
Mehr Kontrollen, grössere Einsätze
Von den registrierten Fällen mussten die Bombenspezialisten besonders oft ausrücken: Während es 2024 noch 2285 Überprüfungen waren, stieg die Zahl 2025 auf 4050. Das entspricht einer Zunahme von rund 77 %. Insgesamt liegt der Anstieg aller gemeldeten verdächtigen Gepäckstücke bei etwa 40 % (von 4725 auf 6621).
Solche Einsätze sind aufwendig: Solange nicht geklärt ist, wem ein Koffer gehört und was sich darin befindet, sind Absperrungen, Evakuierungen und Verzögerungen im Flugbetrieb möglich. Deshalb betont der Flughafen in seinen Lautsprecherdurchsagen inzwischen explizit die Konsequenzen für Reisende, die Gepäck unbeaufsichtigt lassen.
Konsequenzen für Reisende
Die Kantonspolizei Zürich kann Personen bestrafen, die ihr Gepäck unbeaufsichtigt zurücklassen. Die minimale Busse beträgt 200 Franken. Zusätzlich sollen die vermehrten Hinweise in den Durchsagen sowie eine Präventionskampagne bewirken, dass Passagiere ihr Gepäck nicht unbeaufsichtigt lassen, etwa wenn sie kurz etwas essen oder einkaufen gehen.
„Wer kurz etwas essen oder einkaufen geht, sollte seinen Koffer deshalb nicht einfach irgendwo stehen lassen.“
Praktische Tipps für Reisende
- Behalte dein Gepäck immer in Reichweite — auch für kurze Unterbrechungen am Gate oder im Einkaufbereich.
- Verwende für kurze Wege kleine, abschliessbare Taschen statt des grossen Trolleys.
- Markiere dein Gepäck gut und merke dir Standort und Aussehen, um Missverständnisse zu vermeiden.
- Wenn du Hilfe brauchst, frag Flughafenpersonal — sie können kurzzeitig auf Gegenstände achten oder Hinweise geben.
Diese einfachen Verhaltensregeln kosten wenig Mühe, können aber aufwendige Polizeieinsätze und mögliche Bussgelder vermeiden. Für Vielreisende lohnt es sich, Routine zu entwickeln: Kurze Wege ohne Gepäck oder einen Kompagnon, der auf das Gepäck schaut.
Zahlen auf einen Blick
| Jahr | Verdächtige Gepäckstücke (gesamt) | Prüfungen durch Bombenspezialisten |
|---|---|---|
| 2024 | 4725 | 2285 |
| 2025 | 6621 | 4050 |
Die Zahlen zeigen klar, dass die Belastung für Sicherheitskräfte deutlich gestiegen ist. Neben den personellen und technischen Ressourcen bedeutet das auch ein grösseres Risiko für Betriebsstörungen im Flughafenalltag.
Für Reisende in und aus Österreich ist das Thema relevant: Ob Ferien- oder Geschäftsreise — das Beinhalten minimaler Vorsicht beim Gepäck schützt alle Beteiligten. Der Flughafen Zürich setzt nun verstärkt auf Aufklärung und Durchsagen; die Kantonspolizei behält sich die strafrechtlichen Schritte vor, wenn Gepäck unbeaufsichtigt bleibt.
Als Ressortleiter Freizeit empfehle ich: Plane kurze Pausen am Flughafen so, dass dein Gepäck sicher ist, und behalte die Hinweise der Flughafenleitung im Ohr. So bleibt die Reise stressfrei — und du ersparst dir womöglich eine Busse.