Sturm Graz will die erfolgreiche Woche mit einem weiteren Pflichtspielerfolg fortsetzen: Am Sonntag (Beginn 14.30 Uhr) empfangen die Grazer in der Admiral Bundesliga den Überraschungsfünften SV Ried zum 100. Pflichtspielduell der beiden Klubs. Nach dem klaren 6:1-Derbysieg gegen den GAK und dem knappen, aber verdienten 1:0 in der Europa League gegen Olympique Marseille geht Sturm mit viel Selbstvertrauen in die Begegnung.
Trainer fordert Ruhe und Fokus
Trainer Fabio Ingolitsch betonte die Notwendigkeit, nach dem intensiven Europacup-Auftritt rasch die Konzentration zurückzugewinnen.
„Für uns gilt es ganz klar, in den wenigen Stunden von Donnerstag bis zum Spiel in Kopf und Beinen wieder möglichst frisch zu werden, voll auf unsere Tugenden zu setzen und diese bisher so tolle Woche gegen Ried zu krönen“,sagte der 34‑jährige Coach. Er hob hervor, dass man den Erfolg gegen Marseille nur kurz habe genießen können und nun höchste Konzentration sowie Energie brauche – beides wolle man sich auch von den eigenen Fans ziehen.
Personalsituation und mögliche Aufstellungen
Sturm wird die Partie trotz der Formkurve nicht komplett entspannt angehen können: Die Mannschaft leidet unter Verletzungssorgen, einige Spieler sind angeschlagen. Besonders heikel ist die Situation auf der rechten Abwehrseite, wo Rechtsverteidiger Jürgen Heil nur sehr fraglich für das Spiel ist. Ried dagegen reist mit einem nahezu kompletten Kader an; die Innviertler sind seit vier Partien ungeschlagen und damit selbstbewusst.
| Voraussichtliche Aufstellung Sturm | Voraussichtliche Aufstellung Ried |
|---|---|
| Helac – Malic, Quarshie, Vallci, Balbo – Hödl, Gorenc Stankovic, Weinhandl, Matoshi – S. Seidl, O. Diakite | Leitner – Rossdorfer, Chukwudi, Steurer, Pomer – Schwab, Maart, Rasner – Bajic, Aisowieren, Rhodes |
Ried mit Schwung – Generalprobe für Cup
Sportdirektor Lukas Brandl beschrieb die Partie als ein mögliches „David‑gegen‑Goliath‑Spiel“, und die Rieder wollen den positiven Lauf mitnehmen: Drei Siege in Serie – zuletzt ein 3:2 gegen die Austria – geben dem Team von Trainer Mario Despotovic Selbstvertrauen. Für Ried ist die Partie zugleich eine Generalprobe vor dem Cup‑Achtelfinale beim LASK und der Beginn einer Serie von drei Auswärtspartien in Folge. Despotovic fasste die Zielsetzung knapp zusammen: Man wolle den Schwung mitnehmen.
Tabellenkontext und Bedeutung
Sturm liegt derzeit auf dem vierten Tabellenplatz; Ried folgt als Fünfter. Das Duell hat sowohl für die Wachabläufe in der Tabelle als auch für die weitere Saisonplanung beider Vereine Bedeutung: Sturm will die jüngsten Erfolge bestätigen und die Heimserie nutzen, während Ried mit einem Auswärtserfolg den Platz in der oberen Tabellenhälfte bestätigen und Selbstvertrauen für den Cup mitnehmen könnte.
- Datum & Zeit: Sonntag, 14.30 Uhr
- Wichtige Personalfrage: Einsatz von Jürgen Heil sehr fraglich
- Formkurve: Sturm mit Siegen gegen GAK und Marseille; Ried drei Siege in Serie
Für beide Teams steht mehr auf dem Spiel als nur drei Punkte: Sturm will die starke Woche krönen und das Momentum halten, Ried die gute Serie fortsetzen und Energie für den Cup sammeln. Die Entscheidung dürfte davon abhängen, wer in Graz seine Kräfte nach dem engen Europacup‑Wochenzyklus besser managt und welcher Trainer seine Mannschaft taktisch feiner einstellt.