In einem Mehrparteienhaus in Knittelfeld kam es am Dienstag zu einem Austritt von medizinischem Sauerstoff. Beim Befüllvorgang eines mobilen Sauerstoffgerätes entwich nach Angaben der Einsatzkräfte eine erhebliche Menge des Gases. Personen wurden nicht verletzt, die Feuerwehr sicherte den Gefahrenbereich und brachte das Leck in den Griff.
Vorgehen der Einsatzkräfte
Die Feuerwehren Knittelfeld und Apfelberg rückten laut Einsatzbericht aus. Der Bewohner der betroffenen Wohnung befand sich bereits außerhalb des Gefahrenbereiches, als die Einsatzkräfte an der Einsatzstelle eintrafen. Ein Atemschutztrupp der Feuerwehr Knittelfeld drang mit schwerem Atemschutz in das zweite Obergeschoss vor und holte das defekte Gerät über das Stiegenhaus ins Freie.
„Es trat eine erhebliche Menge Sauerstoff im Wohnraum aus. Die Feuerwehr brachte den undichten Behälter aufgrund des austretenden tiefkalten Sauerstoffs unter entsprechender Schutzausrüstung ins Freie. Anschließend wurde der Wohnraum belüftet und aufgrund der deutlich erhöhten Sauerstoffkonzentration und der dadurch erhöhten Brandgefahr ein Brandschutz sichergestellt.“ — Brandmeister Daniel Schmied, Stadtfeuerwehr Knittelfeld
Der Einsatzleiter betonte damit vor allem zwei Gefährdungsaspekte: die niedrige Temperatur des austretenden Sauerstoffs und die erhöhte Brandgefahr durch die stark erhöhte Sauerstoffkonzentration in der Raumluft.
Technische Details und Maßnahmen
Das betroffene Gerät fasste nach Angaben der Einsatzkräfte rund 180 Liter. Wegen der besonderen Gefährdung durch das ausströmende, tiefkalte Gas arbeiteten die Einsatzkräfte mit besonderer Schutzausrüstung und setzten Atemschutz ein. Nach dem Entfernen des undichten Behälters wurde der Wohnraum umfangreich belüftet und ein Brandschutz sichergestellt, bis die Gefahr beseitigt war.
- Betroffener Ort: Mehrparteienhaus in Knittelfeld
- Stockwerk: 2. Obergeschoss
- Gerät: mobiles Sauerstoffgerät, Volumen ca. 180 Liter
- Personen: keine Verletzten
- Einsatzkräfte: Feuerwehren Knittelfeld und Apfelberg
Für Anwohner ist bei solchen Vorfällen vor allem die erhöhte Brand- und Explosionsgefahr relevant: Sauerstoff selbst ist nicht brennbar, erhöht aber die Brennbarkeit anderer Materialien und kann dazu führen, dass Flammen schneller und intensiver verlaufen. Deshalb waren Belüftung und Brandschutz zentrale Maßnahmen der Feuerwehr.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Ort | Wohnung, Mehrparteienhaus, Knittelfeld |
| Stockwerk | 2. Obergeschoss |
| Volumen des Geräts | rund 180 Liter |
| Verletzte | keine |
| Einsatzkräfte | Feuerwehren Knittelfeld und Apfelberg |
Die Stadtfeuerwehr Knittelfeld weist in solchen Fällen darauf hin, dass beim Umgang mit medizinischem Sauerstoff besondere Vorsicht geboten ist: Geräte und Anschlüsse sind regelmäßig zu prüfen, und beim Befüllen sollten technische Vorgaben und Sicherheitsabstände beachtet werden. Trotz Schutzmaßnahmen kann es bei Undichtigkeiten zu Situationen kommen, die fachkundige Eingriffe durch die Feuerwehr erforderlich machen.
Für Bewohner von Mehrparteienhäusern bedeutet ein solcher Einsatz zusätzlich, dass Nachbarwohnungen kurzfristig betroffen sein können — etwa durch erhöhte Sauerstoffkonzentration oder die notwendigen Lüftungsmaßnahmen. In diesem Einsatz blieb es jedoch bei Sacharbeit und Vorsorgemaßnahmen, Verletzte gab es keine.
Die Ermittlungen zur genauen Ursache des Lecks laufen, nähere Angaben zur Ursache oder technischen Defekten wurden von Seiten der Einsatzleitung zum Zeitpunkt der Meldung nicht gemacht.