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Eisenstadt: Neues Herzkatheterlabor stärkt kardiologische Versorgung im Spital

Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt hat ein biplanes Herzkatheterlabor eröffnet und eine vierbettige Holding Area geschaffen. Ziel sind raschere Abläufe, geringere Belastung für Patientinnen und Patient und verbesserter Strahlenschutz.

Eisenstadt: Neues Herzkatheterlabor stärkt kardiologische Versorgung im Spital
©Illustration KI Roland Zsifkovits / we-news.com

Modernisierung soll Abläufe verkürzen und Belastung senken

Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt hat sein kardiologisches Angebot mit einem neuen Herzkatheterlabor erweitert. Nach Angaben des Spitals reagiert man damit auf steigende Patientenzahlen im Nordburgenland und will untersuchungs- sowie behandlungsbedingte Abläufe effizienter gestalten. Kern der Erweiterung ist eine neue Holding Area mit vier Bettenpositionen und eine biplane Herzkatheteranlage, die mehrere Vorteile für Patientinnen und Patienten sowie das Team bringen soll.

Aufbau und Zweck der neuen Bereiche

Der neu geschaffene Aufnahme- und Nachsorgebereich dient dem Spital zufolge zur Entzerrung zwischen Aufnahme, Untersuchung und Nachsorge. Der gesamte Angiographie-Bereich sei als geschlossene Einheit konzipiert worden, um Wege für das Behandlungsteam zu verkürzen. Damit könne schneller auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten reagiert werden und die Prozesszeiten verringert werden.

  • Holding Area: vier Bettenpositionen für Aufnahme und Nachsorge
  • Biplane Anlage: gleichzeitige Röntgenbilder aus zwei Blickwinkeln
  • Geschlossene Einheit: kürzere Wege für das Team, effizientere Abläufe

Medizinische Vorteile: weniger Kontrast, geringere Strahlenbelastung

Das Herzstück der Erweiterung ist eine biplane Herzkatheteranlage. Durch die gleichzeitige Aufnahme aus zwei Blickwinkeln wird laut Spital für viele Eingriffe nur eine einzige Kontrastmittelinjektion benötigt. Das schone die Nieren der Patientinnen und Patienten. Ebenso werde durch optimierte Abläufe die Strahlenbelastung für Patientinnen und Patienten sowie für das medizinische Personal reduziert.

„Ziel ist immer, die Belastung für die behandelten Personen so gering wie möglich zu halten und gleichzeitig eine maximal wirkungsvolle Therapie zu bieten“, erklärt Rudolf Berger, Vorstand der Abteilung für Innere Medizin I.

Zusätzlich habe man den Strahlenschutz für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterentwickelt: Das Personal sei mit Live-Dosimetern ausgestattet, die während interventioneller Eingriffe unmittelbares Feedback geben, so die Mitteilung des Spitals. Dadurch lasse sich die Dosisbelastung noch besser überwachen und reduzieren.

Was bedeutet das für Patientinnen und Patienten in Eisenstadt und Umgebung?

Für die Bevölkerung im Nordburgenland bedeutet die Erweiterung eine verbesserte lokale Versorgung bei kardiologischen Fragestellungen. Kürzere Wege im Spital, gesteigerte Effizienz der Abläufe und die Möglichkeit, mit moderner Technik schonender zu behandeln, können die Warte- und Verlegungszeiten beeinflussen. Besonders Patientinnen und Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion profitieren von der verringerten Menge an Kontrastmittel, da weniger Injektionen nötig sind.

Aspekt Konsequenz
Holding Area (4 Betten) Effizientere Aufnahme und Nachsorge
Biplane Anlage Weniger Kontrastmittel, bessere Bildgebung
Live-Dosimeter Besserer Strahlenschutz für Personal

Konkrete Zahlen zu Fallzahlen, Kosten oder der erwarteten Reduktion von Verlegungen in andere Zentren nannte das Krankenhaus in der übermittelten Information nicht. Auch Angaben zu Beginn des Regelbetriebs oder zur geplanten Ausweitung weiterer kardiologischer Leistungen lagen zunächst nicht vor.

Insgesamt stellt die Maßnahme jedoch einen merklichen Ausbau der kardiologischen Infrastruktur in Eisenstadt dar. Für Patientinnen und Patienten, aber auch für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in der Region dürfte die Erweiterung die Anbindung an spezialisierte kardiologische Interventionen verbessern und die lokale Spitalsversorgung stärken.

Weitere Details will das Spital bei Gelegenheit bekanntgeben; Fragen zur Terminvergabe und zu Überweisungswegen beantwortet die Kardiologieabteilung des Krankenhauses direkt.

Roland Zsifkovits
Roland KI Korrespondent Burgenland online

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