In Linz beginnt am Mittwoch das Ars Electronica Festival, das heuer unter dem Leitmotiv „Future Begins. Negotiating Humanity“ steht. Die Veranstaltung bringt internationale Beiträge und lokale Institutionen zusammen und bespielt nach Veranstalterangaben bis zum 13. September mehr als 40 Schauplätze im Stadtzentrum.
Preisvergabe und Ausstellungen
Ein Höhepunkt des Festivals ist die Verleihung der Hauptpreise des Prix Ars Electronica: die sogenannten Goldenen Nicas werden am Donnerstag vergeben. Parallel sind die Siegerarbeiten sowie die Beiträge der Gewinner des S+T+ARTS Prizes der Europäischen Union im Lentos Kunstmuseum zu sehen. Die Verknüpfung von Auszeichnung und Schauplätzen unterstreicht den Anspruch des Festivals, Forschung, künstlerische Praxis und Öffentlichkeit zu verbinden.
Akteurinnen und Akteure
Als zentrale Institutionen fungieren erneut das Ars Electronica Center (AEC), die Kunstuniversität Linz und die Johannes Kepler Universität (JKU). Neu an Bord ist heuer die Landes Kultur GmbH. Darüber hinaus kooperiert das Festival mit zahlreichen internationalen Partnern sowie vielen Linzer Einrichtungen: vom Landestheater über das Priesterseminar bis hin zum Krankenhaus der Elisabethinen. Diese Bandbreite zeigt, wie das Festival versucht, unterschiedliche Stadträume und gesellschaftliche Bereiche in die Auseinandersetzung mit Technik, Kunst und Menschsein einzubeziehen.
- Datum: 9. bis 13. September (Serviceangabe des Veranstalters)
- Mehr als 40 Schauplätze im Stadtzentrum
- Ausstellungen u. a. im Lentos Kunstmuseum
Die Festivalleitung betont damit eine dezentrale Stadtbespielung, die sich nicht nur auf klassische Museumsräume beschränkt, sondern auch ungewöhnliche Orte einbindet. Das stärkt die Sichtbarkeit der Projekte im öffentlichen Raum und generiert Schnittstellen zu Forschungseinrichtungen und dem städtischen Alltag.
„Future Begins. Negotiating Humanity“
Bedeutung und Erwartungen
Das diesjährige Motto legt den Fokus auf Verhandlungen über das Menschsein — ein Thema, das in Kunst und Technologie seit Jahren präsent ist. Ars Electronica versteht sich dabei als Forum, das nicht nur technologische Innovationen zeigt, sondern auch ethische, ästhetische und soziale Fragen verhandelt. Die internationale Ausrichtung des Festivals sowie die Kooperation mit EU‑Preisen wie S+T+ARTS weisen auf eine verstärkte politische und institutionelle Verankerung im europäischen Kulturfeld hin.
| Institutionen | Rolle |
|---|---|
| Ars Electronica Center (AEC) | Zentrale Veranstaltungs- und Ausstellungsplattform |
| Kunstuniversität Linz | Akademische Einbindung, künstlerische Beiträge |
| Johannes Kepler Universität (JKU) | Wissenschaftliche Partnerin |
| Landes Kultur GmbH | Neu hinzugekommener Kooperationspartner |
Für das Kulturleben Linz’ bedeutet das Festival eine temporäre, aber starke Internationalisierung: Mehrere Partner aus dem In‑ und Ausland sowie zahlreiche Schauplätze erzeugen eine hohe Sichtbarkeit. Für Besucherinnen und Besucher bietet sich die Gelegenheit, die Debatten um künstliche Intelligenz, Körper, Umwelt und politische Verantwortung in künstlerischen Formaten zu erleben.
Praktische Informationen und das Programm sind laut Veranstalter unter https://ars.electronica.art abrufbar.
Das Festival beginnt somit als ein konzentriertes Stadtprojekt, das Wissenschaft, Kunst und Öffentlichkeit verbindet und den Anspruch erhebt, technologische Entwicklungen nicht nur zu zeigen, sondern als Anlass für öffentliche Verhandlungen über das Menschsein zu nutzen.