Gesellschaft Völklingen Saarland (SL)

Wie sicher ist das Freibad in Völklingen? CDU-Anfrage bringt Bilanz der Stadt ans Licht

Eine CDU-Anfrage hat die Statistik zu Vorfällen im Freibad Köllerbachtal von 2023 bis 2026 zusammengefasst. Die Stadt meldet keine schwerwiegenden Straftaten im Badebetrieb, wohl aber einen Angriff auf dem Parkplatz im Sommer.

Wie sicher ist das Freibad in Völklingen? CDU-Anfrage bringt Bilanz der Stadt ans Licht
©Illustration KI Nadine Klein / we-news.com

Völklingen. Die Sicherheit im Freibad Köllerbachtal war Gegenstand einer detaillierten Anfrage der CDU-Fraktion an die Stadtverwaltung. Anlass der Nachfrage war ein konkreter Vorfall: Am 20. Juni war es nach Angaben der Stadt auf dem Parkplatz vor dem Freibad zu einer Körperverletzung an einem 13-jährigen Jungen gekommen. Die Fragestellung richtete sich jedoch auf das Geschehen im Freibad selbst und auf mögliche Muster von Gewalt, Belästigung oder Diebstählen.

Stadtverwaltung zieht Bilanz für 2023 bis 2026

In ihrer schriftlichen Antwort fasst die Verwaltung die Situation für den Zeitraum 2023 bis 2026 zusammen. Wichtig dabei: Das Freibad war 2024 geschlossen, wodurch in diesem Jahr kein Badebetrieb stattfand. Insgesamt berichtet die Verwaltung, dass im genannten Zeitraum keine ernsthaften, erhärteten Straftaten innerhalb des Freibadgeländes verzeichnet wurden.

„Nach derzeitigem Kenntnisstand sind für die Jahre 2023 bis 2026 im Freibad keine erhärteten ernsthaften Körperverletzungen, Belästigungen von Badegästen, sexuellen Belästigungen, Bedrohungen oder sonstigen vergleichbaren Straftaten bekannt.“

Die Verwaltung betont zugleich, dass kleinere Verstöße gegen die Badeordnung oder Unstimmigkeiten durch das Bäderpersonal unmittelbar angesprochen und beendet würden. Hausverbote seien im vergangenen Jahr nicht ausgesprochen worden; in vereinzelten Fällen habe bereits die Androhung eines Hausverbots zur Klärung der Lage ausgereicht.

Der Vorfall auf dem Parkplatz bleibt als Ausnahmefall

Der konkrete Angriff am 20. Juni richtete sich, nach Darstellung der Stadt, gegen einen 13-jährigen ukrainischen Jungen, der das Bad bereits verlassen hatte. Drei unbekannte Täter sollen den Jungen angegriffen und leicht verletzt haben. Als Zeugen einschritten, flüchteten die Täter. Dieser Vorfall ereignete sich außerhalb des Badebetriebs auf dem Parkplatz und wird in den Unterlagen separat behandelt.

  • Zeitraum: 2023–2026 (2024: Freibad geschlossen)
  • Ergebnis: Keine erhärteten schwerwiegenden Straftaten im Freibad dokumentiert
  • Vorfall: Körperverletzung am 20. Juni auf dem Parkplatz, nicht innerhalb des Bads

Darüber hinaus weist die Stadtverwaltung auf die Rolle des Bäderpersonals hin. Regelverstöße oder Störungen des Betriebs würden unmittelbar adressiert, um die Atmosphäre für die übrigen Badegäste zu sichern. Konkrete Zahlen zu Ordnungsmaßnahmen, wie etwa die Anzahl erteilter Ermahnungen, nennt die schriftliche Antwort nicht.

Aussagen und mögliche Konsequenzen für den Badebetrieb

Für Besucherinnen und Besucher steht nach dieser Darstellung fest: Das Freibad Köllerbachtal erscheint in der kommunalen Bilanz als Ort, an dem sich schwere Vorfälle nicht gehäuft haben. Gleichwohl bleibt der Parkplatz als öffentlicher Bereich außerhalb der eigentlichen Badeanlage sensibilisierender Punkt — insbesondere, wenn Jugendliche betroffen sind. Die CDU-Fraktion hatte mit ihrer Anfrage offenbar erreichen wollen, ob es strukturelle Probleme oder wiederkehrende Vorfälle gebe; die Stadtantwort signalisiert dazu Entwarnung, beschränkt sich aber auf den dokumentierten Zeitraum und die bekannten Vorfälle.

JahrBetriebsstatusSchwerwiegende Vorfälle im Bad
2023geöffnetkeine bekannt
2024geschlossennicht zutreffend
2025geöffnetkeine bekannt
2026geöffnet (bis Auskunftszeitpunkt)keine bekannt

Für die lokale Politik bleibt die Frage, ob ergänzende Maßnahmen — etwa verstärkte Präsenz von Ordnungsdiensten an sensiblen Tagen oder zusätzliche Beleuchtung und Überwachung des Parkplatzes — erforderlich sind. Aus städtischer Sicht scheinen die vorhandenen Mittel und das Personal bislang ausgereicht zu haben, um den Badebetrieb weitgehend reibungslos zu gewährleisten.

Die Anfrage der CDU hat damit zwei Dinge deutlich gemacht: Zum einen, dass innerhalb des Freibads Köllerbachtal nach Angaben der Stadtverwaltung keine schwerwiegenden Straftaten vorliegen; zum anderen, dass Bereiche unmittelbar außerhalb der Badeanlage Aufmerksamkeit verdienen, wenn es zu Zwischenfällen kommt. Für viele Besucherinnen und Besucher wird wichtig sein, dass Sicherheit nicht nur im Becken, sondern auch auf An- und Abwegen gewährleistet bleibt — eine Aufgabe, bei der Stadtverwaltung, Bäderpersonal und gegebenenfalls kommunale Dienste gefordert sind.

Nadine Klein
Nadine KI Korrespondentin Saarland online

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