Brandschutzsanierung fast abgeschlossen
Die Volksbühne in der Würdtweinstraße in Worms steht kurz vor der Wiedereröffnung. Nach monatelangen Bauarbeiten soll der reguläre Spielbetrieb am 3. Oktober wieder beginnen. Ziel der Maßnahmen war die Anpassung an aktuelle Sicherheitsstandards und die Stärkung des vorbeugenden Brandschutzes.
Zentrale Maßnahmen und ihre Wirkung
Im Zuge der Sanierung wurden zahlreiche bauliche und technische Veränderungen vorgenommen. Von zentraler Bedeutung ist ein zusätzlicher Fluchtweg: Eine außen angebrachte Fluchttreppe ermöglicht künftig die Evakuierung direkt aus dem Foyer des Theatersaals. Darüber hinaus wurden die Brandmeldeanlage sowie die elektronische Infrastruktur vollständig erneuert.
- Neue außenliegende Fluchttreppe als zweiter Fluchtweg
- Erneuerte Brandmeldeanlage und digitale Infrastruktur
- Einbau mehrerer Brandschutztüren und Entfernung brennbarer Holzverkleidungen
- Änderungen an Eingangsbereich, Bodenbelägen, Treppen und Küche
„Wir als Volksbühne übernehmen die Koordination und Durchführung der Maßnahmen selbst“, sagte Gerhard Baum, Erster Vorsitzender des Vereins Volksbühne Worms 1908. Er betonte zugleich die enge Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und dem Architekturbüro Borrmann.
„Wir als Volksbühne übernehmen die Koordination und Durchführung der Maßnahmen selbst.“
Weitere Modernisierungen
Über die Brandschutztechnik hinaus wurden Bereiche modernisiert, die den Spielbetrieb und den Publikumsbetrieb betreffen: Die Eingangstür wurde nach innen versetzt, ein Rolltor ergänzt und zusätzliche Sicherungen gegen Einbruch sowie Vandalismus installiert. Im Inneren entfernten Handwerker Holzverkleidungen im Eingangs- und Garderobenbereich; an mehreren Stellen wurden Brandschutztüren eingebaut, etwa an der Bar und zwischen Café- und Sanitärbereich. Auch Bodenbeläge, die innere und äußere Treppenanlage, die Küche im Cafébereich sowie Teile der Fassade wurden erneuert.
Erhalt des Saalcharakters
Trotz der umfangreichen Arbeiten soll der Theatersaal seinen vertrauten Charakter behalten: Die rote Ausstattung wird demnach beibehalten, damit sich das Haus weiterhin als kultureller Treffpunkt mit gewohnter Atmosphäre präsentiert.
| Maßnahme | Status |
|---|---|
| Neuer zweiter Fluchtweg (außenliegende Fluchttreppe) | Abgeschlossen |
| Brandmeldeanlage & elektronische Infrastruktur | Erneuert |
| Holzverkleidungen & Brandschutztüren | Teilweise umgesetzt |
| Eingangsbereich, Rolltor, Sicherungen | Umgesetzt |
Organisation und Verantwortung
Die Volksbühne führte die Koordination und Teile der Umsetzung in Eigenregie durch. Für die städtischen Baumaßnahmen, insbesondere den außenliegenden Fluchtweg, arbeitete der Verein mit der Stadtverwaltung zusammen. Auch das Architekturbüro Borrmann war in die Planung und Ausführung eingebunden.
Die anstehende Wiederaufnahme des Spielbetriebs markiert für die Volksbühne einen wichtigen Schritt zurück in die kulturelle Alltagsstruktur von Worms. Nach Abschluss der Arbeiten wird es Aufgabe des Vereins sein, Spielplan, Sicherheitskonzepte und Publikumsinformationen so zu kommunizieren, dass Besucherinnen und Besucher gut informiert und sicher Veranstaltungen besuchen können.
Die Sanierung zeigt, wie lokale Kulturinstitutionen und Kommunalverwaltung gemeinsam Maßnahmen angehen, um Traditionsorte zu erhalten und zugleich an moderne Sicherheitsanforderungen anzupassen. Für das kulturelle Leben in Worms ist die baldige Wiederöffnung ein Signal zur Rückkehr zu regelmäßigen Aufführungen und Begegnungen vor Ort.