In einer Asylbewerber-Unterkunft in Darmstadt ist am Abend des 18. September ein 68 Jahre alter Mann nach einer Messerattacke gestorben. Das teilten die Staatsanwaltschaft Darmstadt und das Polizeipräsidium Südhessen mit. Ein 28-jähriger Besucher der Unterkunft steht im Verdacht, den älteren Mann mit einem Messer angegriffen zu haben.
Ermittlungsstand und Tatablauf
Nach den bislang bekannten Angaben begann die Auseinandersetzung in einer Wohnung innerhalb der Einrichtung. Der Angegriffene konnte die Wohnung noch verlassen, verstarb jedoch im Außenbereich der Unterkunft trotz eingeleiteter Wiederbelebungsmaßnahmen. Die Tat soll sich am Abend ereignet haben; weitere zeitliche Angaben machten die Behörden bislang nicht.
„Der mutmaßliche Täter und das Opfer hätten beide die somalische Staatsangehörigkeit“, sagte eine Polizeisprecherin.
Polizeikräfte nahmen den Tatverdächtigen in einem Zimmer der Unterkunft widerstandslos fest. Die mutmaßliche Tatwaffe wurde nach Polizeiangaben sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt kündigte an, am Samstagvormittag über die Vorführung des 28-Jährigen beim Haftrichter zu entscheiden.
Konsequenzen vor Ort und offene Fragen
Die Behörden machten keine Angaben zu dem Motiv der Tat oder zu einem möglichen Streitgrund zwischen den beiden Männern. Ebenso ist bisher nicht bekannt, ob es Zeugen des Vorfalls gab oder ob die Unterkunft Besucherregelungen hat, die den Vorfall betreffen könnten. Die Ermittler beschränkten sich in ihrer ersten Mitteilung auf die wesentlichen Ermittlungsergebnisse: Opfer, Tatverdächtiger, Festnahme und Sicherstellung der mutmaßlichen Tatwaffe.
- Ort: Asylbewerber-Unterkunft, Darmstadt
- Opfer: 68 Jahre, verstorben nach Messerattacke
- Tatverdächtiger: 28 Jahre, Besucher der Unterkunft, festgenommen
- Nationalität: Beide Männer sollen somalische Staatsangehörige sein
- Ermittlung: Waffe sichergestellt; Entscheidung zur Vorführung beim Haftrichter steht aus
| Person | Alter | Stand |
|---|---|---|
| Opfer | 68 | Verstorben nach erfolgloser Wiederbelebung |
| Tatverdächtiger | 28 | Festnahme, Waffe sichergestellt |
Für die Bewohnerinnen und Bewohner der betroffenen Unterkunft sowie Anwohnende dürften nach der Mitteilung der Behörden Fragen zur Sicherheit und zu möglichen Schutzmaßnahmen stehen. Ob die Unterkunft organisatorische oder personelle Maßnahmen ergreifen wird, gaben die Behörden bisher nicht bekannt. Auch die Staatsanwaltschaft und die Polizei werden in den kommenden Tagen weitere Angaben zum Hergang und zu möglichen Hintergründen machen müssen.
Öffentliche Reaktionen und weitere Schritte
Die Ermittlungen laufen. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt trifft zeitnah eine Entscheidung über die Vorführung des Tatverdächtigen beim Haftrichter. Dort wird auch geprüft, ob Haftbefehl wegen dringenden Tatverdachts erhoben wird. Weitere Ermittlungsmaßnahmen dürften unter anderem Vernehmungen und kriminaltechnische Untersuchungen umfassen; hierzu lagen zum Zeitpunkt der Mitteilung keine weiteren Details vor.
Angesichts der tragischen Ereignisse betonten Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst die Notwendigkeit, die Hintergründe umfassend aufzuklären, bevor Schlussfolgerungen gezogen werden können. Für die Stadt bleibt die Gewalttat ein ernster Vorfall, der Fragen an die Sicherheits- und Aufnahmeinfrastruktur sowie an die Betreuung von Bewohnerinnen und Bewohnern von Unterkünften aufwirft.
Die Behörden baten um Verständnis dafür, dass in frühen Ermittlungsphasen nicht alle Fragen sofort beantwortet werden können. Sobald weitere Informationen vorliegen, wollen Staatsanwaltschaft und Polizei diese der Öffentlichkeit mitteilen.