Regenereignis in Heilbronn-Franken löst Kettenreaktion auf nasser Fahrbahn aus
Der erste ausgeprägte Regen seit mehreren Wochen hat am Dienstagabend in der Region Heilbronn-Franken zu mehreren Verkehrsunfällen durch Aquaplaning geführt. Nach Angaben der Polizei kam es in kurzer Folge zu Unfällen auf Landes- und Autobahnabschnitten; insgesamt wurden laut Meldungen fünf Menschen verletzt und an einer Stelle ein beträchtlicher Sachschaden festgestellt.
Der schwerwiegendste Vorfall ereignete sich auf der Landesstraße zwischen Brackenheim und Schwaigern-Stetten (Kreis Heilbronn). Dort kollidierten drei Fahrzeuge, nachdem eines aufgrund von Aquaplaning ins Rutschen geraten und in den Gegenverkehr geschleudert worden war. Durch die Kollision wurde ein weiteres Fahrzeug in einen Graben geschleudert; ein drittes Fahrzeug kam beim Ausweichmanöver ebenfalls im Graben zum Stehen. Die Polizei berichtete, dass alle vier Insassen der beteiligten Fahrzeuge leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht wurden.
„Die Landesstraße musste zeitweise voll gesperrt werden.“
Wegen auslaufender Betriebsmittel und der Unfallaufnahme wurde die Fahrbahn gereinigt und zeitweise komplett gesperrt. Angaben zur Höhe des Sachschadens an den beteiligten Fahrzeugen lagen kurzfristig nicht vor.
Weiterer Unfall auf der A6 führt zu hohem Sachschaden
Kurz nach dem Unfall bei Brackenheim ereignete sich auf der A6 ein weiterer Zwischenfall: Ein Fahrzeug war in Richtung Nürnberg unterwegs und kam zwischen Bad Rappenau und Untereisesheim (Kreis Heilbronn) auf der nassen Fahrbahn ins Schleudern. Laut Polizei prallte der Pkw zweimal gegen die Leitplanke. Der Fahrer blieb unverletzt; der Sachschaden wird jedoch mit rund 50.000 Euro beziffert.
Auch außerhalb des Kreises Heilbronn Probleme
Auch im benachbarten Kreis Schwäbisch Hall führte starker Regen zu einem Unfall: Auf der Landstraße zwischen Schwäbisch Hall und Mainhardt kam eine Autofahrerin von der Fahrbahn ab, überschlug sich und blieb unterhalb einer Böschung liegen. Die Frau wurde nach Polizeiangaben leicht verletzt.
- Ort: Landesstraße Brackenheim – Schwaigern-Stetten; Verletzte: 4 leicht
- Ort: A6 zwischen Bad Rappenau und Untereisesheim; Verletzte: keine; Schaden: ca. 50.000 Euro
- Ort: L zwischen Schwäbisch Hall und Mainhardt; Verletzte: 1 leicht
| Unfallort | Verletzte | Schaden |
|---|---|---|
| Brackenheim – Schwaigern-Stetten (L) | 4 leicht | nicht beziffert |
| A6 Bad Rappenau – Untereisesheim | keine | ~50.000 Euro |
| Schwäbisch Hall – Mainhardt (L) | 1 leicht | nicht beziffert |
Die gehäuften Zwischenfälle zeigen, wie plötzlich sich die Gefahrensituation auf Straßen nach längeren Trockenperioden ändern kann. Aquaplaning entsteht, wenn zwischen Reifen und Fahrbahn ein Wasserfilm entsteht, der den Kontakt zur Straße unterbricht und damit Lenk- und Bremswirkung deutlich reduziert. Besonders gefährdet sind Abschnitte mit geringer Bodenrauigkeit, starkem Wasseraufkommen oder mit hohen Geschwindigkeiten.
Für Verkehrsteilnehmer in und um Heilbronn gilt nach den Vorkommnissen eine Mahnung zur Vorsicht: Angepasste Geschwindigkeit, erhöhter Sicherheitsabstand und vorausschauendes Fahren sind die wichtigsten Maßnahmen, um Aquaplaning-Risiken zu verringern. Die Polizei wies zudem auf die Bedeutung intakter Reifen mit ausreichender Profiltiefe hin.
Die Ermittlungen zu den einzelnen Unfällen dauern an; die Polizei erfasst Unfallhergang und mögliche weitere Ursachen. Für Pendler und Reisende in der Region bleibt zu erwarten, dass nach starken Regenfällen kurzfristig mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist.