Wegen des Fundes von zwei deutschen Kleinbomben aus dem Zweiten Weltkrieg unter der Bundesstraße 27 im Göttinger Norden richtet die Stadt für Donnerstag, den 13. August, umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen ein. Die Kampfmittelbeseitigung führt ab 11 Uhr Sprengungen durch; deshalb wird der Autobahnzubringer im Bereich der Leinebrücke in beiden Fahrtrichtungen gesperrt.
Evakuierung und Sicherheitsradius
Für die Entschärfungsarbeiten wird eine Sperrzone mit einem Radius von 300 Metern um die Fundstellen festgelegt. Innerhalb dieses Bereichs dürfen sich ab 11 Uhr keine Personen aufhalten. Betroffen sind nach Angaben der Stadt nur wenige Haushalte am Holtenser Berg. Diese Haushalte erhalten eine Benachrichtigung in ihren Briefkasten.
Für die Betroffenen steht während der Maßnahme ab 10:30 Uhr das Nachbarschaftszentrum Holtenser Berg, Londonstraße 11a, als Aufenthaltsmöglichkeit zur Verfügung. Die Stadt verweist zudem auf eine Übersicht der betroffenen Adressen im Internet:
„Unter goe.de/bombenverdacht ist eine Liste der betroffenen Adressen abrufbar.“
Schule, Verkehr und Radwege
Die Hagenbergschule liegt innerhalb des Sperrbereichs; der Unterricht entfällt an diesem Tag ganztägig. Die Schule hat Eltern zuvor schriftlich informiert.
Der Fahrzeugverkehr auf dem Autobahnzubringer der B27 wird vollständig umgeleitet; entsprechende Ausschilderungen sollen den Umleitungsverkehr führen. Die Stadt empfiehlt, für die betroffenen Zeiträume deutlich mehr Zeit einzuplanen. Auch der Radweg entlang der Bundesstraße sowie die südliche Brücke über Grone und Leine werden für die Dauer der Räumung gesperrt. Fußgänger- und Radverkehr müssen alternative Routen nutzen.
- Datum: 13. August
- Beginn Sperrzone: 11:00 Uhr
- Aufenthaltsmöglichkeit für Evakuierte: ab 10:30 Uhr, Nachbarschaftszentrum Holtenser Berg, Londonstraße 11a
- Sperrradius: 300 Meter
Hintergrund und Ablauf
Die beiden Bomben waren im Zuge laufender Baumaßnahmen unter der Bundesstraße entdeckt worden. Bereits Mitte Juli waren im selben Bereich acht Kleinbomben durch Sprengungen entschärft worden. Die Kampfmittelbeseitigung führt die anstehende Sprengung durch, um eine sichere Verkehrs- und Wohnsituation wiederherzustellen.
Während der Räumung wird der betroffene Bereich abgesichert und nach Abschluss der Maßnahmen erst wieder freigegeben, wenn die Gefährdungslage vollständig aufgehoben ist. Für Verkehrsteilnehmer werden örtliche Umleitungen ausgeschildert; Verkehrsbehinderungen sind nicht auszuschließen.
| Maßnahme | Details |
|---|---|
| Sperrung Straße | Autobahnzubringer B27 im Bereich Leinebrücke, beide Fahrtrichtungen |
| Schulsperrung | Hagenbergschule: ganztägig kein Unterricht |
| Evakuierungsort | Nachbarschaftszentrum Holtenser Berg, Londonstraße 11a (ab 10:30 Uhr) |
Die Stadtverwaltung bittet Anwohnerinnen und Anwohner sowie Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer um Verständnis und um Beachtung der Hinweisschilder und Absperrungen. Wer zu den betroffenen Adressen zählt oder weitere Informationen benötigt, kann die Liste auf goe.de/bombenverdacht einsehen.
Für Göttingen ist der Fund ein weiterer Hinweis auf die noch immer präsente Altlast aus dem Zweiten Weltkrieg, die besonders bei Bauarbeiten immer wieder zum Vorschein kommt. Die Behörden betonen, dass solche Funde zwar Auswirkung auf das tägliche Leben haben, jedoch routiniert und mit festgelegten Sicherheitsabläufen bearbeitet werden.
Weitere Informationen zu Verkehrsumleitungen und Freigaben werden von der Stadt veröffentlicht, sobald der Einsatz abgeschlossen ist und eine Freigabe des Bereichs möglich ist.