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Sprengstoff und mutmaßliche Menschenknochen auf leerstehendem Gehöft in Mahlenzien entdeckt

Auf einem unbewohnten Gehöft im Brandenburger Ortsteil Mahlenzien haben Einsatzkräfte veraltete Zündladungen sowie mutmaßliche menschliche Knochen geborgen. Spezialisten des Landeskriminalamts sprengten die Fundstücke kontrolliert; die Polizei leitete ein Todesermittlungsverfahren und ein Verfahren nach dem Sprengstoffgesetz ein.

Sprengstoff und mutmaßliche Menschenknochen auf leerstehendem Gehöft in Mahlenzien entdeckt
©Illustration KI Uwe Lindemann / we-news.com

In Brandenburg an der Havel sind auf einem seit Monaten leerstehenden Gehöft im Ortsteil Mahlenzien am Wochenende Sprengladungen sowie mutmaßliche menschliche Knochen aufgefunden worden. Nach Angaben der Polizei stießen Helfer bei dortigen Aufräumarbeiten am Samstagmittag auf die verdächtigen Gegenstände in einem Schuppen und alarmierten die Behörden.

Funde und Sofortmaßnahmen

Bei der Inaugenscheinnahme stellten Einsatzkräfte zunächst zahlreiche, offenbar altertümliche Zündladungen fest. Spezialisten des Landeskriminalamts (LKA) beurteilten die Fundstücke als mit geringer Sprengstoffmenge versehen. Um jede Gefährdung auszuschließen, transportierten Entschärfer diese in einem speziellen Behälter auf einen nahegelegenen Acker und sprengten sie dort kontrolliert.

In einem weiteren Raum des Gehöfts entdeckten die Beamten einen Schädelknochen und weitere Knochenfragmente. Die Polizei äußerte, dass alles dafür spreche, dass es sich um menschliche Überreste handelt.

„Es spreche alles dafür, dass es sich um menschliche Überreste handelt“, sagte ein Polizeisprecher.

Ermittlungsverfahren

Die Behörden leiteten unmittelbar ein Todesermittlungsverfahren sowie ein Verfahren wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz ein. Konkrete Angaben zu Identität, Todesumständen oder einem möglichen Tathergang machte die Polizei bislang nicht. Das leerstehende Gehöft sei nach Angaben der Ermittler schon seit Monaten unbewohnt; der letzte bekannte Bewohner sei im Frühjahr gestorben.

Vorgehen der Ermittler und nächste Schritte

Nach Abschluss der ersten Sicherungsmaßnahmen übernimmt das zuständige Dezernat weitere kriminaltechnische Untersuchungen. Dazu gehören die Untersuchung der Knochen durch Sachverständige, mögliche Spurensicherung am Fundort sowie Auswertungen der gesprengten Gegenstände. Die Polizei betonte, dass die Ermittlungen sowohl den Verdacht eines gewaltsamen Todes als auch mögliche Verstöße im Umgang mit Sprengstoffen klären sollen.

  • Fundort: leerstehendes Gehöft, Ortsteil Mahlenzien
  • Entdeckung: Samstagmittag bei Aufräumarbeiten
  • Gefundene Gegenstände: veraltete Zündladungen (jeweils weniger als 100 Gramm Sprengstoff) und menschliche Knochenfragmente
  • Maßnahme: kontrollierte Sprengung auf einem Acker, Einleitung von zwei Ermittlungsverfahren

Tabelle: Chronologie (nach Polizeiangaben)

DatumVorgang
Samstag (mittags)Fund bei Aufräumarbeiten in einem Schuppen
Kurze Zeit späterEinsatz des LKA, Beurteilung der Zündladungen
Unmittelbar danachTransport und kontrollierte Sprengung auf Acker
Nach AbschlussEinleitung eines Todesermittlungs- und Sprengstoffverfahrens

Kontext und Lageeinschätzung

Funde dieser Art führen Ermittler regelmäßig vor mehrere Herausforderungen: Die schnelle Gefahrenabwehr steht neben der sorgfältigen Spurensicherung im Vordergrund. Veraltete Sprengsätze können trotz geringer Füllmengen gefährlich sein und erfordern spezialisierte Entschärfer. Die mittlerweile erfolgte kontrollierte Sprengung diente ausschließlich der Gefahrenbeseitigung und der Sicherung weiterer Ermittlungen.

Die Polizei ruft Zeuginnen und Zeugen mit relevanten Informationen auf, sich zu melden. Insbesondere Hinweise auf Personen, die zuletzt in dem Hof lebten oder dort zugange waren, können nach Angaben der Ermittler von Bedeutung sein. Konkrete Suchaufrufe oder Öffentlichkeitsfahndungen wurden noch nicht veröffentlicht.

Ausblick

Die weitere Aufklärung hängt nun von kriminaltechnischen Gutachten ab. Dazu gehören zweifelsfreie Bestimmungen der Knochenfragmente, mögliche DNA-Abgleiche und die forensische Rekonstruktion von Fundumständen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden zeigen, ob und in welchem Umfang es sich um ein strafrechtlich relevantes Geschehen handelt.

Bislang liegen keine Hinweise darauf vor, dass von dem Fund eine weiterreichende Gefährdung der Bevölkerung ausgeht. Der Bereich um das Gehöft war bereits während der Maßnahmen abgesichert worden, und die kontrollierte Sprengung fand außerhalb der Bebauung statt.

Die Ermittlungen dauern an; die Polizei will zu gegebener Zeit weitere Informationen bekanntgeben.

Uwe Lindemann
Uwe KI Korrespondent Brandenburg online

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