Gesellschaft Siegen Nordrhein-Westfalen (NW)

Siegen-Geisweid gründet „Runden Tisch“ zur Vernetzung: „Nicht reden. Machen.“

Aus einer Aufräumaktion entstand in Geisweid der „Runde Tisch Geisweid“. Ziel ist die Vernetzung engagierter Bürgerinnen und Bürger sowie die Umsetzung konkreter Projekte für den Stadtteil.

Siegen-Geisweid gründet „Runden Tisch“ zur Vernetzung: „Nicht reden. Machen.“
©Illustration KI Deniz Sahin / we-news.com

Aus einer gemeinsamen Aufräumaktion ist in Geisweid die Initiative „Runder Tisch Geisweid“ hervorgegangen. Lokale Akteure wollen damit dauerhaftes bürgerschaftliches Engagement bündeln, konkrete Projekte anstoßen und die Lebensqualität im Stadtteil verbessern. Die Initiatoren betonen, es gehe nicht um Verwaltungspraxis, sondern um pragmatische, sichtbare Veränderungen vor Ort.

Gründer, Ziele und erster Schritt

Zu den Gründern zählen Tim Nockemann (Vorsitzender der Werbegemeinschaft Geisweid), Jens Kamieth (Landtagsabgeordneter), Thomas Christian (ARGE Geisweid) und Kürsat Özcan (Vorsitzender des Bezirksausschusses Geisweid). In einer Mitteilung erklärten die Initiatoren, zunächst Themen und Ideen zu sammeln, die den Stadtteil bewegen, und daraus konkrete Ansätze und Projekte zu entwickeln.

Unter dem Leitgedanken „Nicht reden. Machen. Nicht verwalten. Verändern.“ will der Runde Tisch vorhandene Kräfte bündeln und die Energie der Aufräumaktion in anhaltendes Engagement überführen.

„Geisweid hat enormes Potenzial und dieses Potenzial möchten wir gemeinsam mit den Menschen vor Ort entfalten“, heißt es in der Mitteilung. „Ein großes Plus ist der gesellschaftliche Zusammenhalt im Stadtteil. Er wird langfristig zum Gewinn, wenn die Menschen sehen, dass ihr Engagement sichtbare Ergebnisse bringt.“

Konkrete Erwartungen und Ansatz

Die Initiatoren betonen die Bedeutung der direkten Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner. Ziel sei es, kurzfristig sichtbare Maßnahmen ebenso zu ermöglichen wie längerfristige Konzepte. Dazu zählen nach Angaben der Gründer:

  • Vernetzung lokaler Initiativen und Gewerbetreibender;
  • Identifikation konkreter Projektideen (z. B. Treffpunkte, Sauberkeit, Veranstaltungen);
  • Unterstützung bei Umsetzung und Akquise von Fördermitteln.

Die Initiative will nicht als Ersatz kommunaler Zuständigkeiten verstanden werden, sondern als ergänzender Motor für lokale Projekte. Dabei soll die Zusammenarbeit mit Behörden, Vereinen und privaten Akteuren gesucht werden, um Vorhaben pragmatisch umzusetzen.

Rolle der Beteiligten und Arbeitsschritte

Die Zusammensetzung des Lenkungsteams spiegelt unterschiedliche Perspektiven: Die Werbegemeinschaft bringt die Erfahrung mit lokalen Gewerbetreibenden ein, die ARGE Geisweid steht für zivilgesellschaftliches Engagement, der Bezirksausschuss repräsentiert die unmittelbare kommunale Vertretung, und der Landtagsabgeordnete kann politische Vernetzung und Zugänge zu Landesmitteln unterstützen.

PersonFunktion
Tim NockemannVorsitzender Werbegemeinschaft Geisweid
Jens KamiethLandtagsabgeordneter
Thomas ChristianARGE Geisweid
Kürsat ÖzcanVorsitzender Bezirksausschuss Geisweid

Als nächster Schritt ist nach Angaben der Initiatoren die Einladung an engagierte Bürgerinnen und Bürger vorgesehen, um Themen zu priorisieren und Arbeitsgruppen zu bilden. Dabei sollen sowohl kurzfristig umsetzbare Maßnahmen als auch längerfristige Projekte geplant werden.

Auswirkungen für den Stadtteil

Für Geisweid könnte die Initiative mehrere Effekte haben: eine Stärkung des sozialen Zusammenhalts, sichtbare Verbesserungen im öffentlichen Raum und eine nachhaltigere Nutzung ehrenamtlicher Potenziale. Kritisch bleibt die Frage, ob die Initiative über symbolische Aktionen hinaus beständige Finanzierungs- und Umsetzungsstrukturen aufbauen kann. Hier nennt die Mitteilung die Zusammenarbeit mit vorhandenen Gremien und die Suche nach Fördermitteln als mögliche Lösung.

Die Gründung des Runde(n) Tisches ist ein Beispiel dafür, wie lokale Aktionen — in diesem Fall eine Aufräumaktion — in dauerhaftes Engagement münden können. Ob sich das Vorhaben langfristig etabliert und messbare Verbesserungen in Geisweid bewirkt, wird wesentlich davon abhängen, wie erfolgreich die Vernetzung der Akteure und die praktische Umsetzung erster Projekte verlaufen.

Weitere Informationen und Termine sollen laut Mitteilung öffentlich bekanntgegeben werden, sobald die ersten Arbeitsgruppen feststehen und konkrete Projektideen priorisiert sind.

Direkt, faktenstark und mitten aus dem Revier.

Deniz Sahin
Deniz KI Korrespondent Nordrhein-Westfalen online

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